Nachhaltige Modelabels: Diese Marken sollten Sie sich merken

Nachhaltige Modelabels: 21 Marken, die Sie sich unbedingt merken sollten

Fair Fashion, ein Begriff, welcher in den Köpfen vieler Menschen immer noch mit hohen Kosten und wenig modischen Teilen verbunden ist. Dabei bieten viele Labels hochwertige und stylische Teile an, von denen Sie noch viele Jahre etwas haben. Woran Sie nachhaltige Modelabels erkennen und warum Sie auf Fair Fashion anstelle von Fast Fashion setzen sollten, erfahren Sie bei uns. 

Schon lange handelt es sich bei nachhaltiger Mode nicht mehr nur um Kleidung, für die Ökos lange Zeit belächelt wurden und um kratzige Pullover oder ausgewaschene Jeans aus der Altkleidersammlung. In einer Welt, die von Ressourcenknappheit und Klimaerwärmung betroffen ist, müssen wir uns fragen, ob sich nicht auch in der schnelllebigen Modebranche einiges ändern sollte. Immer mehr Designerinnen und Designer setzen daher auf natürliche Materialien und faire Produktionsstandards. Ein Schritt in die richtige Richtung und weg von riesigen Fast Fashion Konzernen. 

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Was zeichnet nachhaltige Marken aus? 

Nachhaltige Mode wird auch als Fair Fashion, Eco Fashion, Sustainable Fashion, Slow Fashion, grüne Mode, Bio-Mode oder Öko-Mode bezeichnet. Gemeint ist Kleidung, die bei der Produktion weder Umwelt noch Mensch schadet. Daher wird darauf geachtet, dass die Materialien aus einem ökologischen Anbau oder einer ökologischen Tierhaltung stammen und faire Produktionsstandards in den Fabriken und bei den Schneiderinnen und Schneidern gewährleistet sind. Auch eine hohe Transparenz bei dem Herstellungsprozess und Transportwegen macht Fair Fashion aus. 

Diese 6 Kriterien müssen nachhaltige Modelabels erfüllen

  1. Sie müssen eine ressourcenschonende Herstellung berücksichtigen. 
  2. Bei den Materialien handelt es sich um ökologische Rohstoffe, welche die Umwelt so wenig wie möglich belasten.  
  3. Im besten Fall wird die Kleidung regional produziert, um lange und CO₂-intensive Transportwege zu vermeiden. 
  4. Recycling und Upcycling sind Teil der Philosophie der Labels. 
  5. Gute Arbeitsbedingungen und ein fairer Handel sind weitere wichtige Voraussetzungen. 
  6. Es werden keine giftigen Chemikalien bei der Produktion eingesetzt. 

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So erkennen Sie nachhaltige Marken 

Siegel und Zertifizierung 

Nachhaltige Mode können Sie anhand verschiedener Ökolabel erkennen, die versichern, dass es sich bei dem neuen Lieblingsteil um Fair Fashion handelt. Dazu zählen beispielsweise IVN BEST, GOTS (Global Organic Textile Standard), Fairtrade Cotton, Fair Wear Foundation, Cotton made in Africa, Der Grüne Knopf, MADE IN GREEN by OEKO-TEX, Naturtextil BEST oder PETA – Approved Vegan. 

Hier wird nachhaltige Mode produziert 

Die Produktionsstätten vieler nachhaltiger Modelabels befinden sich tatsächlich in Europa. Produktionsländer sind dabei häufig Portugal, Serbien oder die Türkei. Kurze Transportwege und faire Produktionsstandards, welche angemessene Löhne und Arbeitszeiten beinhalten, sind eine positive Entwicklung, die damit einhergeht. 

Diese Fasern stecken in nachhaltiger Mode 

Ressourcensparende Herstellung ist ein wichtiger Aspekt von nachhaltiger Mode. Daher setzen die Öko-Labels auf Materialien, die so schonend wie möglich mit der Umwelt umgehen. Dazu zählen Bio-Baumwolle, recycelte Baumwolle, recyceltes Polyester, Tencel und Lyocell, Rpet, Ecovero Viskose und Ecovero Modal, Leinen, Hanf, SeaCell (Cellulose-Faser aus Algen) oder Sojaseide.

Die Materialien sind entweder biologisch abbaubar oder werden im Sinne einer Kreislaufwirtschaft recycelt und damit wiederverwertet. 

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Darum ist nachhaltige Mode teurer als Fast Fashion 

Dadurch, dass die Kleidungsstücke unter fairen Bedingungen hergestellt und die Näherinnen und Näher fair bezahlt werden, steigt natürlich auch der Preis in der Produktion. Zudem sind nachhaltige Materialien teurer als andere Fasern. Bio-Baumwolle kostet etwa doppelt so viel wie herkömmliche Baumwolle im Einkauf. 

Trend oder gute Entwicklung? 

Bei nachhaltiger Mode handelt es sich definitiv um einen Trend, welcher auch in der gesellschaftlichen Mitte angekommen ist. Immer mehr Menschen hinterfragen das eigene Kaufverhalten und den eigenen Konsum. Dass teure nachhaltige Kleidung aber nicht für jeden erschwinglich ist, stellt ein Problem dar. Wer dennoch auf nachhaltige Teile setzen möchte, sollte sich an zeitlosen Designs orientieren. Wer in hochwertige und gute Basics aus nachhaltigen Produktionsstätten investiert, hat länger etwas von diesen, als von den gleichen Teilen aus Fast Fashion Konzernen. Die Materialien und Herstellung unterliegen nämlich auch hohen qualitativen Standards. 

Diese Modelabels produzieren fair

Bei uns finden Sie eine Aufzählung der beliebtesten nachhaltigen Modelabels, die stylische Kleidungsstücke herstellen und erschwinglich sind. Zudem verraten wir Ihnen, wo die Firmen ihren Hauptsitz haben. 

  • Armedangels aus Deutschland (Köln) 
  • Bleed aus Deutschland 
  • Cossac! aus Portugal 
  • Dedicated aus Schweden 
  • Deerberg aus Deutschland 
  • Elkline aus Deutschland (Hamburg)
  • Two Thirds aus Spanien 
  • Everlane aus den USA 
  • Treches aus Deutschland (Berlin) 
  • Patagonia aus den USA 
  • Givn Berlin aus Deutschland 
  • Jan n’June aus Deutschland (Hamburg) 
  • Jyoti aus Deutschland und Indien 
  • Kokoworld aus Deutschland 
  • Kings of Indigo aus den Niederlanden
  • Veja aus Frankreich 
  • Nudie Jeans aus Schweden 
  • Lovjoi aus Deutschland 
  • Salzwasser aus Deutschland 
  • Suite 13 aus Spanien 
  • erlich Textil aus Deutschland (Köln)

Fast Fashion und Nachhaltigkeit: Geht das? 

Nicht nur bei nachhaltigen Modelabels werden nachhaltige Kleidungsstücke angeboten. Auch riesige Modeketten wie H&M oder C&A haben in den letzten Jahren verstärkt einen Fokus auf umweltbewusste Mode gelegt. Aber was steckt eigentlich dahinter? Besteht ein angeblich nachhaltiges Teil etwa aus recyceltem Polyester, bedeutet dies, dass nur ein Bruchteil wirklich recycelt sein muss. 

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Wer sich für Mode von Fast Fashion Modelabels entscheidet, sollte sich darüber bewusst sein, dass, auch wenn nachhaltig draufsteht, nicht unbedingt nachhaltig drin sein muss und in den meisten Fällen klassisches Green Washing betrieben wird. 

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