Diät

Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Genetic Shaping lautet das neue Zauberwort in der Diätwelt. Ein Programm, welches auf den individuellen Stoffwechseltyp angepasst wird. Neben dem Verlieren von lästigen Pfündchen soll auch der Wohlfühlfaktor gesteigert werden. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben das neue Verfahren getesten.

CoGap Genetic Shaping - Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm © stokkete/iStock/Thinkstock

Es klingt ja fast zu schön um wahr zu sein. Endlich ist ein Diät-Verfahren geboren, welches die lästigen Pölsterchen von den Hüften für immer lösen soll. Ich zähle mich zu den Leidtragenden, die egal was sie machen und essen, einfach nicht abnehmen. Deshalb kam mir der MetaCheck von CoGap genau recht und ich stürzte mich voller Vorfreude auf die neuen Infos. CoGap stützt sich auf den individuellen Gencode jedes Menschen, berücksichtigt die genetischen Veranlagungen und lässt einen gesund abnhemen. Denn individuelle Gene bedeuten gleichermaßen auch einen individuellen Stoffwechseltyp, was bedeutet, dass Diäten, wie Low Carb, nicht für jedermann geeignet sind. Und tatsächlich: Wochenlange eiweißbetonte Ernährungsquälerei sind für die Katz! Denn als Typ Delta E bin ich geradezu für die Verwertung von Kohlenhydraten und Fetten prädestiniert. Die Lebensmittel, die ich schon so gut wie ganz auf meinem Ernährungsplan gelöscht habe, sollen nun die sein, die mir beim Abnehmen helfen. Vom Enthusiasmus gepackt, machte ich mich auf den Weg zur ersten Beratung.

Konzept des Ernährungsprogramms

Als Partner und Beratungstelle wurde mir Wiebke vom "Besser Drauf"-Studio in Hamburg zugewiesen. Wiebke ist Ökotrophologin und Trainerin in einem Fitnesstsudio. Sie erklärte mir das Konzept des neuen Ernährungsprogrammes und nannte mir die häufigsten Gründe für scheiternden Diäten. Zum einen sei es oft die falsche Ernährungsform, denn nicht jeder verstoffechselt Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß gleich. Genau deshalb unterteilt man bei der CoGap-Diät die Teilnehmer in vier Gruppen auf: Alpha, Beta, Gamma und Delta. Diese Typisierung erfolgt mit Hilfe eines DNA-Testes und so reichte Wiebke mir ein Wattestäbchen, welches ich zwei Minuten lang in meinem Mund hin und her bewegte. Gut verschlossen, findet das Röhrchen seinen Weg ins Labor. Um das DNA-Gut zu schützen, wird das Röhrchen verschlüsselt und lediglich mit einem Scan-Code versehen, sodass nur das Studio oder der beratende Arzt weiß, wer hinter welchem DNA-Material steckt.

Aber Wiebke erklärte mir, dass es noch ein zweites Problem mit den Diät-Mythen gibt. Und das liegt darin, dass die Leute einfach zu wenig essen. Und ich war tatsächlich überrascht, dass mein täglicher Kalorienbedarf während der Diät bei 2230 Kalorien liegt. Sehr viel, wie ich finde. Aber das ist auch eigentlich ganz logisch, wie Wiebke mir erklärt: Je weniger man isst, desto mehr stellt sich der Körper auf eine Hungerzeit ein und fängt an, sobald man wieder normal isst, direkt alles einzulagern um sich somit für schlechte Zeiten zu wappnen. Ich freute mich also auf einen reichhaltig gedeckten Tisch während meiner Diät.

Mit meiner Typisierung erhielt ich eine umfangreiche Mappe, die neben Infos zum Verfahren auch eine Lebensmitteltabelle im Ampelverfahren enthält. Hier werden Lebensmittel aufgeführt, die mit Grün, Gelb oder Rot gekennzeichnet werden. Grüne Lebensmittel darf ich jeden Tag in meinen Ernährungsplan einbauen, die gelben Lebensmittel soll ich nur 2-3 mal die Woche essen und die Roten gehören am besten ganz verbannt. Natürlich sind Lebensmittel wie Schokolade, Chips und sämtliche andere Leckereien rot markiert und dürfen somit so gut wie nie aufgenommen werden. Gemüse allerdings erhält die Farbe grün, wie passend.

Auf Basis der Lebensmitteltabelle wurde mir empfohlen, fünf kleine Mahlzeiten auf den Tag zu verteilen. Als Hilfestellung gibt es einen 5 Tage-Plan mit jeweils 5 kleinen Mahlzeiten, die ich schnell untereinander austauschen kann. Mit genauen Prozentangaben für meinen täglichen Kalorienbedarf (zu 54 % soll dieser aus Kohlenhydraten, zu 30 % aus Fetten und zu 16 % aus Proteinen bestehen) ausgestattet, machte ich mich ans Kochen.

 

 

1 2 3
Schlagworte:
Autor:
Tatjana Raphael