Gesund abnehmen Der pegane Ernährungsstil

Cleanse-Diät, Veganismus, Rohkost-Diät und Detox haben Sie bereits probiert? Prima. Doch falls Sie jetzt glauben, dass das alles war, liegen Sie falsch. Der neueste Ernährungstrend ist die pegane Ernährungsweise. Wie die Pegan-Diät funktioniert und welche Nahrungsmittel erlaubt sind, erfahren Sie hier.

Rohkost und Gemüsepfanne mit Kräutern. Der pegane Ernährungsstil © fcafotodigital/iStock

Was ist Pegan? 

Vegan + Paleo = Pegan. Ein US-amerikanischer Mediziner kam aufgrund einiger Studien auf die Idee, die beiden Ernährungsformen miteinander zu kombinieren, um so die gesundheitlichen Vorzüge zu vereinen. Paleo setzt auf eine steinzeitliche Ernährung, bei der alles erlaubt ist, was auch unsere Vorfahren bereits in der Steinzeit verwerten konnten. Fleisch, Fisch, Eier, Samen, Beeren, Gemüse und Hülsenfrüchte standen vor Tausenden von Jahren auf dem Speiseplan und bilden sowohl in der Paleo- als auch in der Pegan-Diät den Grundstein der Ernährung. Ein sich rein vegan ernährender Mensch verzichtet zwar auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, seine Grundüberlegung ist aber dieselbe wie bei der Paleo-Diät: So viel wie möglich natürlich - so wenig wie möglich industriell. 

Was kommt auf den Tisch? 

Zucker, Weizen, Milch und Fertigprodukte sind bei der Pegan-Diät strengstens verboten. Selber kochen lautet die Devise. Diese Lebensmittel sollten den größten Teil einer Mahlzeit ausmachen: 

  • 60 bis 70 Prozent der Mahlzeit sollten aus Gemüse bestehen. Dabei gibt es eine Grundregel, die besagt: je dunkler das Gemüse, desto gesünder. 
  • Olivenöl und Kokosöl nur in Maßen verwenden. Andere Speisefette sind tabu. Gesunde Fettsäuren erhält der Körper über fettreichen Fisch, Avocados oder Nüsse. 
  • Fleisch macht einen kleinen Anteil von 20 bis 25 Prozent der Mahlzeit aus - wohlgemerkt in Bio-Qualität. Während die Paleo-Diät sich häufiger des Fleisches bedient, bleibt der Veganer tierischen Produkten fern. Den goldenen Mittelweg bildet Pegan. 
  • Hülsenfrüchte sowie auch Zucker nur in Maßen genießen. Statt raffiniertem Zucker eher auf Honig oder Agavendicksaft zurückgreifen. 

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Ist die pegane Ernährung alltagstauglich? 

Pegan vereint zwei gesunde Ernährungsformen zu einer ultimativen. Wer sich für die pegane Ernährungsform entschieden hat, der lebt gesund, sagen die Verfechter dieses Lebensstils. Der Körper werde gut mit Nährstoffen versorgt und der einzig schwierige Verzicht ist der auf Zucker. Allerdings fordert das Kochen nach Pegan-Vorschriften einiges an Zeit ein. Wer sich nach der Arbeit zum Einkaufen und Vorkochen motivieren kann, wird mit Pegan viel Spaß haben und nebenbei ganz von allein abnehmen. Der Stoffwechsel stellt sich langsam um, was dazu führt, dass er auch langfristig durch Pegan effektiv arbeitet. Das wohl größte Problem wird allerdings das Essengehen sein. In einigen deutschen Großstädten gibt es bereits Restaurants, die sich auf vegane oder sogar pegane Ernährung spezialisiert haben, doch eine Einladung zum Italienier muss in den meisten Fällen leider abgesagt werden.