Anti-Aging Sieben Tricks, um jung zu bleiben

Handy, Navi, zu viele Steaks – all das lässt uns schneller altern. Doch schon kleine Veränderungen wirken dem entgegen.

Sieben Tricks, um jung zu bleiben Sieben Tricks, um jung zu bleiben © Yuri Arcurs-fotolia

Rauchen und zu viel Sonne fördern den körperlichen Verfall – das weiß jeder. Es gibt jedoch noch mehr Faktoren, die dazu führen können, dass altersbedingte Verschleißerscheinungen und Erkrankungen verfrüht oder überhaupt erst auftreten:

1. ZU ÜPPIGE MAHLZEITEN SCHÄDIGEN DIE ZELLEN

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen – das stimmt schon. Allerdings wäre es für unsere Langlebigkeit offenbar von Vorteil, wenn wir die Kalorienzufuhr deutlich einschränken würden. An Labormäusen wurde der lebensverlängernde Effekt nachgewiesen: Gab man ihnen 30 Prozent weniger Kalorien zu futtern, lebten sie um bis zu 40 Prozent länger. Die Erforschung des Phänomens beim Menschen läuft noch. Bisher fehlen gesicherte Erkenntnisse, es deutet aber vieles darauf hin, dass eine verminderte Kalorienaufnahme sich auch für uns lebensverlängernd auswirkt. Als ein Grund wird vermutet, dass bei sparsamer, ausgewogener Ernährung weniger zellschädigende Sauerstoffverbindungen freigesetzt werden. Diese sogenannten freien Radikale entstehen ständig durch Stoffwechselprozesse, also auch durch Nahrungsverwertung. Je mehr man isst, desto mehr Radikale muss der Körper neutralisieren.

Was tun? Machen Sie es wie die Bewohner der japanischen Insel Okinawa – dort leben die meisten 100- Jährigen der Welt. Die Okinawer haben einen Grundsatz namens „Hara Hachi Bu“ – was in etwa heißt: „Stopf dich nicht so voll.“ Sie essen gesund, langsam und genüsslich – und hören auf, bevor sie ganz satt sind.

2. HANDY UND NOTIZBLOCK MACHEN DAS HIRN TRÄGE

Sie sind drei kleine Helfer im Alltag. Doch wer sich zu sehr auf die Schnellwahl im Handy, die Wegbeschreibungen im Navi und Listen auf dem Notizblock verlässt, riskiert auch, dass sein Gedächtnis schneller nachlässt. Sie verhindern, dass wir die Region unseres Gehirns trainieren, die für Erinnerungsvermögen und Orientierungssinn zuständig ist. Laut einer japanischen Studie hat durch die verstärkte Nutzung dieser „Gedächtnisstützen“ bereits jeder zehnte Erwachsene um die dreißig Erinnerungslücken, die üblicherweise erst ab sechzig auftreten.

Was tun? Telefonnummern öfter aus dem Gedächtnis wählen. Einkaufsliste schreiben, auswendig lernen – aber nicht mit in den Supermarkt nehmen. Und statt sich blind auf das Navigationsgerät zu verlassen, schauen Sie sich die Strecke, bevor Sie losfahren, auf der Straßenkarte an. Prägen Sie sich die Route ein und lassen Sie das Navi ausgeschaltet. Denn das Gehirn ist zwar kein Muskel, aber funktioniert ähnlich: Es wird schlapp und schwach, wenn man es nicht ausreichend trainiert.

3. ZU WENIG SONNE MACHT DIE KNOCHEN BRÜCHIG

Wer aus Angst vor Falten oder Hautkrebs kaum Sonne an die Haut lässt, läuft Gefahr, einen Vitamin- D-Mangel zu entwickeln – und erhöht so sein Osteoporose-Risiko. Der mit steigendem Alter verstärkte Knochenabbau trifft vor allem Frauen nach der Menopause. Vorbeugen sollte man aber viel früher.

Was tun? Ohne Vitamin D kann Kalzium aus der Nahrung nicht gut in die Knochen eingebaut werden. Unser Körper produziert das Vitamin selbst, wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen. Das funktioniert auch bei bedecktem Himmel und in der kühleren Jahreszeit: Täglich 20 Minuten an der frischen Luft genügen schon, dabei sollte man die Unterarme möglichst unbedeckt lassen, damit die Haut das Licht besser absorbieren kann. Bewegung baut zudem unsere Muskulatur auf. Durch Training mit Gewichten kann sich zum Beispiel die Knochendichte verbessern. Außerdem stärkt kalziumreiche Ernährung die Knochen. Besonders viel davon steckt in Hartkäse, Brokkoli und Sardinen.

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Birgit Hamm