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Ideen für den Brautstrauß

Traditionell übernimmt die Wahl des Brautstraußes der Bräutigam. Die moderne Frau aber mischt sich gerne ein: Ihre Lieblingsblumen müssen in den Brautstrauß. Denn dieser gehört genauso zu der Grundausstattung einer jeden Braut wie das Brautkleid. Aber Brautstrauß ist nicht gleich Brautstrauß. Wir stehen Ihnen mit unseren Tipps und Ideen bei der Wahl des perfekten Brautstraußes zur Seite.

Der perfekte Brautstrauß Ideen für den Brautstrauß © RezaEbadi / iStock

Wissenswertes zum Brautstrauß

Der Bräutigam und der Florist

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Wer seinem Bald-Ehemann nicht den tollsten Geschmack bei der Wahl des Brautstraußes zutraut, dem sei geraten: unbedingt Vorlieben und Vorstellungen im Vornehinein abklären, um ein Brautstrauß-Drama zu verhindern. Wenn Sie danach noch immer Angst vor einer bösen Überraschung haben, gibt es ein kleines Hintertürchen: Schicken Sie Ihre Mutter mit zum Floristen. Mütter wissen meist, was Töchter wollen und können den Bräutigam mit weiblicher Power und Rat und Tat unterstützen.

Ein Zweitstrauß zur Sicherheit
Der Brautstrauß-Wurf gehört zu jeder Hochzeit wie der Tausch der Trauringe – und ist besonders attraktiv für die ledigen, weiblichen Gäste der Hochzeit. Wer den Brautstrauß fängt, wird – einer Weissagung nach – als nächstes heiraten und darf den Strauß behalten. Da viele Ihren Brautstrauß allerdings weniger gerne verschenken wollen, hat sich der sogenannte Zweit- oder auch Wurfstrauß durchgesetzt, eine kleine Miniaturausgabe des originalen Brautstraußes. 
Aber Vorsicht: Immer ein Auge auf den Brautstrauß haben. Vor dem traditionellen Brautstrauß-Stehlen durch die Hochzeitsgäste bewahrt Sie auch kein Zweitstrauß.

Achtung beim Kauf des Straußes
Der wichtigste Grundsatz bei der Wahl des Brautstraußes ist es, dass dieser in Sachen Farbe, Form und Stil in jedem Fall zum Brautkleid passt – im Idealfall sogar auch zum Anzug des Bräutigams. Wenn dann noch die Hochzeitstorte farblich und stilistisch harmoniert, zaubern Sie den altbekannten „roten Faden“ in Ihre Trauung und überzeugen Ihre Gäste mit einem harmonischen Gesamtbild. Geben Sie Ihrem Bräutigam eine Stoffprobe des Brautkleides und Fotos von Accessoires, Make-Up und Frisur mit – der Florist Ihres Vertrauens kann so farbliche Gegebenheiten besser einordnen und übernimmt dann den Rest.

Ein ganz wichtiger Tipp: Verzichten Sie auf künstlich gefärbte Blüten oder Blumen mit Staubgefäßen – diese hinterlassen nachher hartnäckige Flecken auf dem Kleid.

Form, Stil und Größe des perfekten Straußes

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Ist der Strauß zu klein, verliert er bei einem voluminösen Kleid schnell an Wirkung - ein großer Strauß wirkt bei einem schmalen Kleid meist eher überladen und rückt Schmuck und Frisur in den Hintergrund. Aber wie finden Sie die perfekte Form des Brautstraußes? Eine Faustregel besagt: Je voluminöser Ihr Kleid ist, desto größer darf auch der Brautstrauß gewählt werden.

Die Biedermeierform, der Klassiker unter den Brautsträußen, passt mit seiner eleganten, klassisch runden Form zu jedem Brautkleid. Der Strauß kann in diesem Stil sowohl locker, als auch sehr kompakt gebunden werden und wird meist durch Einsatz von Dekoration wie Perlen oder Stoffbändern - es bieten sich Stoffreste des Kleides an – optisch aufgepeppt.

Auch beliebt ist die sogenannte Tropfenform, die wegen ihres abfließenden Wasserfall-Aussehens perfekt mit langen Kleidern und Schleppe harmonieren.

Der Armstrauß ist ein simpler, aber wunderschöner Stil des Brautstraußes. Besonderheit: Er wird nicht in den Händen gehalten, sondern locker in die Armbeuge gelegt. Daher eignen sich besonders langstielige Blumen mit großen Blüten für diese Art des Straußes.

Stimmen Sie zudem die Form, Farbe und den Stil Ihres Brautstraußes unbedingt mit den Sträußen der Brautjungfern ab. Halten Sie die Brautjungfern-Sträuße etwas dezenter als Ihren eigenen, aber greifen Sie dennoch zu Blumen aus derselben Farbpalette wie der Brautstrauß.

Bedeutung der Blumen und saisonale Trends

Blumen haben Ihre eigene Sprache. Früher galt es als unüblich, Gefühle wörtlich auszutauschen - deshalb waren Blumen sehr bedeutsam unter Liebenden. Die Redensart „durch die Blume sprechen“ hat genau darin ihren Ursprung. Damals wie auch heute signalisieren rote Rosen ein „Ich liebe Dich“, aber auch weitere Blumenklassiker haben Ihre ganz persönliche Aussage, die wir Ihnen hier etwas „dolmetschen“ wollen.

Callas - signalisieren Schönheit und schmeicheln der Trägerin ungemein. Zudem sind sie ein zeitloses Symbol einer Kombination aus Eleganz und Moderne. Erhältlich sind Sie ganzjährig, am schönsten machen sie sich jedoch bei Trauungen in Frühling und Sommer.

Lilien – stehen für Reinheit und Süße und wirken majestätisch in Ihrem Brautstrauß. Lilien eignen sich besonders für Sommerhochzeiten, sind aber das ganze Jahr über erhältlich. Achten Sie bei der Verwendung im Strauß darauf, dass Sie zum Schutz vor unschönen Flecken die gelben Blütenstempel entfernen.

Hortensien – zeugen von Eitelkeit und Wichtigtuerei. Trotzdem wirken Sie in Kombination mit Rosen toll und sind von Frühling bis Herbst erhältlich. Achtung: Bei Hortensien sind Abweichungen der Farben nicht ungewöhnlich. Falls Ihr Strauß einen bestimmten Farbton haben soll, greifen Sie lieber zu anderen Blumen.

Tulpen – am beliebtesten sind französische Tulpen. Diese wirken besonders elegant und stehen für Liebe und Zuneigung – perfekt für diesen Anlass. Tulpen sind nur im Frühling erhältlich und sehen mit anderen Frühlingsblumen zusammengebunden toll aus.

Amaryllis - der perfekte Begleiter für Ihre Winterhochzeit: Die rote Blüte der Amaryllis (oder auch Hippeastrum) symbolisiert eine magische Anziehungskraft und bringt den gewissen Klecks Farbe in die winterliche Tristheit. 

Trocknen für die Ewigkeit

Gerade weil der Brautstrauß so wichtig für die Braut ist, ist es wichtig, den Strauß „richtig“ zu trocknen, um diesen auch nach der Trauung als greifbare Erinnerung aufzubewahren. Zwei simple Methoden haben wir für Sie herausgefunden.

Trocknen durch Aufhängen
Der Klassiker unter den Trockenmethoden ist das Überkopf-Aufhängen des Straußes. Hierzu den Brautstrauß komplett mit einem Küchentuch an Blüten und Stilen abtrocknen, anschließend circa zwei Monate in einen dunklen, trockenen Raum über Kopf hängen und trocknen lassen. Danach den Strauß mit Haarlack besprühen und so konservieren.

Trocknen durch Blumenpresse
Wenn nur die Blumen und weniger der Strauß konserviert werden soll, eignet sich die Methode des Blumenpressens. Legen Sie die Blüten einzeln auf eine Lage Löschpapier und stapeln Sie anschließend die Papierbögen übereinander. Pressen Sie die Papierbögen mit schweren Büchern zusammen und warten Sie einige Tage, bis die Blüten vollständig an Feuchtigkeit verloren haben. Tipp: Die getrockneten Blüten machen sich danach besonders gut in einem schönen Bilderrahmen

 
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