Stricken lernen: Der Einstieg für Anfängerinnen
Stricken ist leichter, als es aussieht. Mit zwei Nadeln, etwas Garn und ein wenig Geduld entstehen schon nach wenigen Stunden die ersten Reihen. Unsere einfachen Anleitungen begleiten Sie Schritt für Schritt.
Haben Sie die Grundlagen im Griff, können Sie ein erstes größeres Projekt wagen. Ein Schal, ein kleines Halstuch oder später ein Pullover sind dankbare Ziele.
Was brauche ich zum Stricken?
Sie brauchen Stricknadeln, Garn und eine Schere. Eine Wollnadel zum Vernähen der Fäden ist ebenfalls nützlich. Ein Maßband hilft später bei der Maschenprobe.
Für den Anfang eignen sich Nadeln in Stärke 4 bis 5 und ein glattes, mitteldickes Garn in heller Farbe. Auf hellem Garn sehen Sie jede Masche gut. Wolle mit etwas Elastizität lässt sich leichter verarbeiten als sehr glattes oder sehr flauschiges Garn.
Metallnadeln sind glatt und schnell. Holz- und Bambusnadeln sind griffiger, die Maschen rutschen weniger. Gerade am Anfang sind sie angenehmer. Ein Nadelspiel oder eine Rundstricknadel brauchen Sie erst später, etwa für Mützen oder Pullover.
Maschen anschlagen und die ersten Reihen stricken
Am Anfang schlagen Sie Maschen auf die Nadel an. Der einfache Maschenanschlag reicht für den Start. Danach stricken Sie Reihe für Reihe. Alle Maschen rechts gestrickt ergeben das Krausrippenmuster. Es rollt sich nicht ein und sieht auf beiden Seiten gleich aus.
Ein erstes Projekt kann ein Schal in diesem Muster sein. Er ist einfach, schnell fertig und verzeiht kleine Fehler. Zählen Sie nach jeder Reihe die Maschen. So bemerken Sie früh, wenn eine Masche zu viel oder zu wenig auf der Nadel ist.
Mit etwas Übung gelingt der nächste Schritt. Ein kleines Halstuch oder ein Stirnband sind dankbare Projekte, die in wenigen Abenden fertig werden. Dabei lernen Sie, Maschen zu- und abzunehmen. Auch ein einfaches Lochmuster ist machbar, wenn Sie in jeder Reihe die Maschen zählen.
Rechte und linke Maschen verstehen
Mit rechten und linken Maschen entstehen alle gängigen Muster. Abwechselnd rechte und linke Reihen ergeben glatt rechts, das typische V-Muster. Rechte und linke Maschen in derselben Reihe ergeben ein Rippenmuster, das sich gut für Bündchen eignet.
Wenn Sie ein Muster aus der Anleitung nacharbeiten, lesen Sie zuerst die Abkürzungen durch. Üben Sie ein Muster erst an einem kleinen Probestück, bevor Sie es im Projekt einsetzen.
Eine Strickschrift sieht auf den ersten Blick kompliziert aus. Sie zeigt aber nur, welche Masche an welcher Stelle gestrickt wird. Gelesen wird von unten nach oben, die Hinreihen von rechts nach links. Ein Reihenzähler oder ein Zettel mit Strichen verhindert, dass Sie den Überblick verlieren.
Häufige Anfängerfehler vermeiden
Zu fest zu stricken ist der häufigste Fehler. Die Maschen lassen sich dann schwer auf der Nadel bewegen. Entspannen Sie die Hände und halten Sie den Faden locker. Heruntergefallene Maschen lassen sich mit einer Häkelnadel wieder aufnehmen. Wie das geht, lernen Sie bei den Häkelanleitungen.
Häufige Fragen
Welche Nadeln sind für Anfängerinnen am besten?
Am leichtesten fällt der Start mit griffigen Nadeln aus Holz oder Bambus. Welche Stärke passt, steht auf der Banderole Ihres Garns.
Was ist leichter, Stricken oder Häkeln?
Beides lässt sich lernen. Beim Stricken liegen viele Maschen gleichzeitig auf der Nadel, beim Häkeln arbeiten Sie jeweils nur eine Masche. Probieren Sie beides aus.
Wie lerne ich Stricken am schnellsten?
Üben Sie regelmäßig, auch nur eine Viertelstunde am Tag. Ein kleines Probestück mit Krausrippen reicht für den Anfang.
Was mache ich, wenn ich eine Masche verloren habe?
Sichern Sie die Laufmasche zuerst mit einer Sicherheitsnadel oder einem Maschenmarkierer, damit sie nicht weiter nach unten läuft. Danach holen Sie sie mit der Häkelnadel Reihe für Reihe wieder hoch.