Pullover stricken

Kostenlose Anleitungen für Pullover – vom einfachen Raglan bis zum Norweger

Pullover selber stricken: So gelingt Ihr Lieblingsstück

Ein selbst gestrickter Pullover passt genau so, wie Sie es mögen: in Farbe, Länge und Weite. Mit etwas Geduld entsteht ein Stück, das Sie viele Winter begleitet. Unsere Anleitungen reichen vom Raglanpullover über den Rollkragenpullover bis zum luftigen Sommermodell.

Sie stricken zum ersten Mal ein größeres Teil? Dann lohnt ein Blick auf unsere Seite Stricken für Anfänger. Dort lernen Sie die Grundlagen, die Sie für jeden Pullover brauchen.

Welche Wolle eignet sich für einen Pullover?

Für den Winter sind Schurwolle, Merino und Mischungen mit Alpaka beliebt. Sie wärmen gut und behalten ihre Form. Wer empfindlich auf Wolle reagiert, greift zu weichem Merino oder zu Mischgarnen mit Baumwolle oder Polyamid.

Für Sommerpullover eignen sich Baumwolle, Leinen und Viskosemischungen. Diese Garne sind kühl und fallen locker. Sie sind allerdings schwerer als Wolle und dehnen sich beim Tragen etwas aus. Stricken Sie deshalb nicht zu weit.

Achten Sie auf die Lauflänge auf der Banderole. Sie sagt Ihnen, wie viele Meter in 50 Gramm stecken. Diese Zahl ist wichtiger als der Garnname, wenn Sie eine Anleitung mit einem anderen Garn nacharbeiten.

Probieren Sie ein Garn vor dem Kauf aus, indem Sie es kurz an Hals und Unterarm halten. Kratzt es dort, wird es unter einem Pullover erst recht stören. Garne in Naturtönen und gedeckten Farben lassen sich außerdem gut kombinieren, wenn später ein Rest übrig bleibt.

Bunte Garne mit Farbverlauf wirken im Knäuel oft anders als gestrickt. Schauen Sie sich Fotos von fertigen Pullovern im gleichen Garn an, bevor Sie sich entscheiden.

Wie viel Wolle brauche ich für einen Pullover?

Als grobe Faustregel brauchen Erwachsene für einen Pullover in Größe 38 bis 44 etwa 400 bis 700 Gramm Garn. Lange Ärmel und ein Rollkragen erhöhen den Verbrauch, feine Garne senken ihn.

Die Anleitung nennt die genaue Menge für Ihre Größe. Kaufen Sie lieber ein Knäuel mehr, denn bei Nachkäufen kann sich die Farbpartie unterscheiden. Ungeöffnete Knäuel nehmen die meisten Geschäfte zurück.

Bei Pullovern mit Zopfmuster rechnen Sie mit deutlich mehr Garn, denn die Zöpfe ziehen die Arbeit zusammen. Breite, lockere Modelle mit Lochmuster kommen mit weniger aus. Wiegen Sie Ihre Reste nach dem Stricken. Das hilft bei der nächsten Planung.

Maschenprobe: Warum sie sich lohnt

Stricken Sie vor dem Start ein Quadrat von etwa 12 mal 12 Zentimetern mit der Nadelstärke aus der Anleitung. Zählen Sie dann Maschen und Reihen auf zehn Zentimetern. Weicht Ihr Ergebnis ab, wechseln Sie die Nadelstärke. Dickere Nadeln machen die Probe lockerer, dünnere machen sie fester.

Waschen Sie die Probe so, wie Sie später auch den Pullover waschen. Erst danach sehen Sie, ob sich das Maß verändert. So vermeiden Sie einen Pullover, der nach der ersten Wäsche zu groß oder zu klein ist.

Von oben oder in Teilen stricken?

Pullover von oben, zum Beispiel mit Raglanschnitt, werden in einem Stück gestrickt. Sie können zwischendurch anprobieren und Länge und Ärmel anpassen. Es entfallen fast alle Nähte. Das Stricken in Teilen ist klassischer. Es ergibt eine stabile Passform, Sie müssen die Teile aber zusammennähen.

Rollkragen und Bündchen stricken Sie am besten mit einer Nadel, die eine Stärke kleiner ist als beim Rest. Dadurch sitzen sie fester und leiern nicht aus. Bei einem Sommerpullover mit Lochmuster darf der Saum etwas länger werden, weil sich das Gestrick beim Tragen nach unten zieht.

Wenn Sie Lust auf eine Jacke statt eines Pullovers haben, schauen Sie bei den Strickjacken vorbei. Viele Techniken lassen sich übertragen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, einen Pullover zu stricken?

Das hängt von Garn, Muster und Ihrer Übung ab. Mit dickem Garn und glatten Maschen sind es oft einige Wochen bei regelmäßigem Stricken. Feine Garne und Lochmuster brauchen deutlich länger.

Welche Nadelstärke passt zu welchem Garn?

Die Banderole nennt eine empfohlene Nadelstärke. Sie ist ein Richtwert. Entscheidend ist Ihre Maschenprobe, denn jede Hand strickt etwas anders.

Wie wasche ich einen gestrickten Pullover?

Waschen Sie ihn von Hand oder im Wollwaschgang bei 30 Grad mit mildem Waschmittel. Drücken Sie das Wasser vorsichtig aus, rollen Sie den Pullover in ein Handtuch und lassen Sie ihn liegend trocknen. So behält er seine Form.

Wie verhindere ich, dass der Pullover kratzt?

Weiche Garne wie Merino oder Mischungen mit Baumwolle sind die sicherste Wahl. Eine Wollspülung kann das fertige Gestrick nach der Wäsche zusätzlich geschmeidiger machen.