31. März 2021
CBD-Ratgeber: Die neuesten Erkenntnisse 2021

CBD-Ratgeber: Die neuesten Erkenntnisse 2021

Bisher haben wir mit Hanf immer nur die Begriffe Cannabis, Droge oder Rausch verbunden. Dabei können bestimmte Bestandteile der Hanfpflanze offenbar wesentlich mehr, als jemanden in einen Rauschzustand zu versetzen. Vor allem dem in Hanf enthaltenen CBD (Cannabidiol) werden gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

CBD-Öl
© Unsplash/Enecta Cannabis extracts

Hanfprodukte: Zwei Seiten der Medaille – THC und CBD

Unsere Welt ist von Gegensätzen geprägt, wir teilen ein in hell und dunkel, oben und unten, gut oder böse. Wenn von Hanf gesprochen wird, kann ebenso unterschieden werden, nämlich zwischen THC (Tetrahydrocannabidiol) und CBD (Cannabidiol). THC übernimmt sozusagen die „dunkle“ Seite, denn es hat psychoaktive Eigenschaften und führt zu den bekannten Rauschzuständen bei der Einnahme von Cannabis bzw. Marihuana.

Das CBD hingegen besitzt diese berauschende Wirkung nicht. Ihm werden vielmehr gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Vor allem entzündungshemmende, schmerzlindernde, beruhigende und krampflösende Wirkungen soll Cannabidiol besitzen. Damit stellt es die „leuchtende“ Seite der Hanfpflanze dar. Mehrere Gesundheitsorganisationen und Studien haben außerdem die Unbedenklichkeit von CBD auf die menschliche Gesundheit festgestellt. Es spricht also nichts dagegen, CBD bei den bekannten Anwendungsgebieten auszuprobieren, sofern man nicht zu den Gruppen gehört, denen von der Einnahme abgeraten wird. Dazu gehören zum Beispiel Schwangere und stillende Frauen. Ebenso Menschen mit Leber-Erkrankungen. Die Empfehlung für letztere Gruppe basiert auf einer Studie an Mäusen, die nach sehr hohen Dosen von CBD einen Leberschaden aufwiesen. Zwar weisen Experten darauf hin, dass sich das Ergebnis nicht auf den Menschen übertragen lässt und es daher keinen Grund zur Sorge gibt. Dennoch sollten Menschen, die eine eingeschränkte Leberfunktion haben oder entsprechende Medikamente einnehmen, mit dem Arzt abklären, ob die Einnahme von CBD unbedenklich ist.

Hier müssen Sie sich keinerlei Sorgen machen. Solange der THC-Gehalt niedriger ist als die vorgeschriebenen 0,2 Prozent und die Tagesdosis die von der EFSA vorgeschriebene akute Referenzdosis einhält, dürfen Sie CBD-Öl in Deutschland legal erwerben und verwenden. Die entsprechenden Produkte sind als Nahrungsergänzungsmittel eingeordnet. Etwas anders sieht es mit Arzneimitteln aus, die CBD enthalten. Für diese muss Ihnen der behandelnde Arzt eine Betäubungsmittelverordnung ausstellen. Das darin aufgeführte Mittel erhalten Sie ausschließlich in Apotheken.

Wie entsteht CBD?

Die Hanfpflanze enthält neben dem THC und CBD noch mehr als 100 natürliche Verbindungen. Um das CBD zu extrahieren, werden Pflanzenteile (hauptsächlich die Blätter und Blüten) bei nicht zu großer Hitze mit Kohlendioxid in Verbindung gebracht. Dieses löst das CBD bzw. CBDa heraus. Bei der Verdunstung bleibt dann das CBD sowie ein kleiner Teil CBDa übrig. Mit Hanfsamenöl vermischt erhält man dann das im Handel angebotene CBD-Öl, meist in Form von CBD-Tropfen.

Diese Form der Gewinnung bezeichnet man als CO2-Extraktionsverfahren bzw. Decarboxylierung. Bei dieser sehr schonenden Methode bleibt das CBD vollständig intakt. Das CBD-Öl enthält darüber hinaus auch Vitamin E, Terpene, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Mineralstoffe als wertvolle Bestandteile. Neben den Tropfen gibt es auch CBD-haltige Kapseln, Tee, Cremes und Gel sowie Liquids für E-Zigaretten. Zudem werden Tropfen und Leckerbissen mit CBD für Tiere angeboten.

Leider gibt es viele „schwarze Schafe“ auf dem Markt, weshalb man einiges beachten sollte, um nicht an unseriöse Hersteller zu geraten. Das sollten sie beachten:

CBD-Öl: Qualitätsunterschiede erkennen

Die Herstellung von CBD Produkten ist sehr aufwendig und bedarf viel Know-How. Als Endverbraucher ist es nicht leicht, bei den vielen möglichen Extraktionsmethoden, Trägerölen und Marketing Bezeichnungen durchzublicken. Es gibt jedoch eine zuverlässige Herangehensweise, ein qualitativ hochwertiges von einem minderwertigen CBD Produkt zu unterscheiden.

„Als erster Schritt sollte geprüft werden, ob der Hersteller Laborgutachten der aktuellen Charge zur Einsicht zur Verfügung stellt. Das Laborgutachten sollte Schadstoffe, mikrobiologische Verunreinigungen und die tatsächlichen Cannabinoidgehalte (THC und CBD) aufweisen. Zweitens sollte die Herstellungskette des Anbieters transparent dargelegt werden. Der Rohstoff sollte aus Europa und von der EU-zertifizierten Nutzhanfsorte Cannabis Sativa L. stammen und am besten bio-zertifiziert sein. Denn was die wenigsten Menschen wissen: Hanf ist eine der Pflanzen, die besonders viele Giftstoffe aus dem Boden aufnehmen und deshalb zum Beispiel in Tschernobyl zur Bodenreinigung verwendet wird. Der Bioanbau ohne Pestizide beeinflusst daher die Qualität des späteren Produkts erheblich im positiven Sinn. Im besten Falle sind auch alle weiteren Verarbeitungsschritte, zum Beispiel Extraktion und Abfüllung bio-zertifiziert. Denn dann kann davon ausgegangen werden, dass der Rohstoff besonders schonend und behutsam weiterverarbeitet wird und nicht mit äußeren Schadstoffen in Berührung kommt“, erklärt K. Kern vom bio-zertifizierten CBD-Händler Purefy.

Liegt CBD z.B. in Form eines CBD Öls vor, ist auch das Trägeröl entscheidend. Auch dieses sollte in Bio Qualität vorliegen und aus europäischem Anbau stammen. Interessant ist, dass qualitativ hochwertige und verlässliche Extraktionsverfahren, wie z.B. die bei Purefy angewandte CO2 Extraktion, gleichzeitig auch besonders umweltschonende Methoden sind. Denn das CO2 kann wiederverwendet werden und es werden keine Lösemittel gebraucht. Da die Bio Zertifizierung sehr aufwändig ist und nach strengen Kriterien durchgeführt wird, sagt sie neben der Qualität des Produkts auch viel über die Seriosität des Herstellers aus. Denn offensichtlich ist der jeweilige Hersteller gewillt und bereit, viel Zeit und Geld in den Aufbau einer bio-zertifizierten Lieferkette zu investieren, sich der strengen Prüfung der jeweiligen Öko Behörde zu unterziehen und scheut keine Mühen, ein CBD Produkt in bester Bio Qualität auf den Markt zu bringen.

Achtung! Greenwashing Falle: Viele CBD Hersteller nennen sich bio, obwohl sie keine Bio Urkunde und kein Bio Siegel für ihre CBD Produkte haben. Es handelt sich um einen Marketing Stunt. Auch hier sollte auf die entsprechenden Nachweise auf der Website geachtet werden! Nur weil ein Trägeröl oder ein Rohstoff bio angebaut wurde, ist noch lange nicht das Endprodukt bio.

CBD: Das Endocannabinoid-System

Viele Nutzer äußern Faszination bis hin zu Begeisterung über die Wirkungsweise von CBD. Denn pflanzliche Cannabinoide, wie sie in der Hanfpflanze vorkommen, imitieren bzw. verstärken die Wirkung der Endocannabinoide, also derjenigen Cannabinoide, die unser Körper selbst produziert. Cannabinoide sind Bestandteil des 1992 entdeckten, körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS), das zum menschlichen Nervensystem gehört. Das ECS verfügt über körpereigene Cannabinoide, die an verschiedene, über den Körper verteilte Rezeptoren andocken. Die Cannabinoid-Rezeptoren kommen in verschiedenen Organen vor: im Nerven-, Atem-, Kreislauf- und im Verdauungssystem. Das Endocannabinoid-System reguliert eine Vielzahl von Vorgängen und hat so Einfluss auf unsere Laune, unseren Appetit, das Gedächtnis und entzündliche Prozesse in unserem Körper. Ziel des ECS ist stets, unseren Körper in eine gesunde Balance zu befördern. Produziert der Körper selbst nicht genügend eigene Cannabinoide, kann die äußere Zufuhr von CBD diesem Mangel entgegenwirken und dem Körper helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

CBD-Öl: Erfahrungsberichte

Nutzer von CBD-Tropfen berichten, dass diese beispielsweise helfen können bei:

  • Chronische Schmerzen
  • Akne und Hautunreinheiten
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Unruhezustände
  • Schlafprobleme
  •  Depressive Verstimmungen
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Immunsystem-Defizite

Einige Studien geben Hinweise darauf, dass CBD-Öl ein guter Schutz für die Zellen des menschlichen Organismus ist und sich insgesamt positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann.

„Unsere Kunden schätzen außerdem ganz besonders die Transparenz und Bio Qualität unserer CBD Produkte und dass wir auch ansonsten auf Nachhaltigkeit achten- beispielsweise, indem wir plastikfrei verpacken, anstelle von Holzpapier die umweltfreundliche Variante aus Gras benutzen, Gewinnrückstellungen für ein Aufforstungsprojekt bilden und darüber hinaus CO2 neutral versenden. Damit unterscheiden wir bei Purefy uns von den anderen Anbietern am Markt“, sagt K. Kern von Purefy.

CBD-Öl: Mögliche Nebenwirkungen

Sofern die THC Gehalte sich unter der festgelegten Maximalgrenze befinden, das CBD Produkt auf Schadstoffe und Verunreinigungen laborüberprüft wurde und es sich um natürliches und nicht synthetisches CBD handelt, ist die Einnahme von CBD laut WHO (World Health Organization) und dem jüngsten EU Gerichtshofurteil sicher. Wie bei jedem anderen Nahrungsergänzungsmittel kommt es jedoch auf die Qualität des jeweiligen CBD Produkts an, die sich aus dem Anbau des Rohstoffs und der weiteren Verarbeitung ergibt. Sofern alle Verarbeitungsschritte nach hohen Qualitätsstandards, wie z.B. den Öko Kriterien der EG Öko Verordnung, ablaufen, wird CBD allgemein gut vertragen und weist nur wenige Nebenwirkungen aus, die sich laut WHO vor allem aus „Arzneimittelinteraktion zwischen CBD und weiteren eingenommenen Medikamenten“ ergeben.

Wie bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneien gilt jedoch auch bei CBD, stets achtsam und mit Bedacht CBD einzunehmen und Fragen oder evtl. Unsicherheiten mit der Ärztin oder dem Apotheker vorher abzuklären.

Grundsätzlich kann es in seltenen Fällen zu Appetitlosigkeit, einem trockenen Mund, Müdigkeit oder einer zeitweisen Benommenheit führen. Auch Diarrhö (Durchfall) kann ganz vereinzelt auftreten. Besprechen Sie die Einnahme solcher Mittel am besten immer erst mit Ihrem Hausarzt. Das gilt erst recht, wenn Sie neben dem CBD bereits andere, natürliche oder künstlich hergestellte Mittel einnehmen. So vermeiden Sie eventuelle Wechselwirkungen.

CBD-Öl kaufen: Worauf muss ich achten?

Bevor Sie sich für ein bestimmtes CBD-Öl entscheiden, sollten Sie stets einen Blick auf die Packung werfen. Der Hersteller darf keine Heilversprechen abgeben, weder auf der Packung, noch in seiner Werbung. Hochwertiges CBD-Öl erkennen Sie zudem an expliziten Aussagen bezüglich vorgenommener Qualitätskontrollen des Herstellers. Achten Sie auch auf Angaben zu Schwermetallen oder Pestiziden, die nicht enthalten sein sollten, da Verunreinigungen die Wirkung reduzieren können. Natürlich sollte der THC-Gehalt angegeben sein (< 0,2 %). Manchmal wird auf Zertifikate hingewiesen. Solche Auszeichnungen können ein wichtiger Hinweis auf einen seriösen Hersteller und eine hohe Qualität des von ihm produzierten CBD-Öls sein. Ein wichtiger Indikator für die Qualität von CBD-Öl oder anderen CBD-haltigen Mittel kann auch der Preis sein. Hochwertiges CBD-Öl ist durch die doch aufwendige Herstellung nicht ganz billig.

K. Kern von Purefy rät: „Fallen Sie nicht auf reißerische Allheilversprechen herein. Kein seriöser Hersteller würde Anwendungsgebiete ausloben, für die es keine wissenschaftliche Grundlage gibt. Es sollte den Endverbraucher auch stutzig machen, wenn keine transparenten und nachvollziehbaren Angaben zur Herkunft des Rohstoffs und zu den Verarbeitungsschritten getroffen werden. Auf einsehbare Laborgutachten eines unabhängigen Labors ist unbedingt zu achten. Einerseits, um die Schadstofffreiheit, erlaubte THC Menge nachprüfen zu können. Andererseits, um auch wirklich ein Produkt mit CBD zu erwerben und kein gewöhnliches Hanföl ohne Cannabinoide.“

Fazit: Wenn Sie diese Punkte beachten, steht dem Test eines CBD-Produktes nichts mehr im Wege.

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