Raus aus dem Freizeitstress, rein ins Vergnügen

Raus aus dem Freizeitstress, rein ins Vergnügen!

So manche Frau hat schon Monate im Voraus ihre Wochenenden verplant, sei es mit Familienfeiern, (Kurz-) Urlaub, Geburtstagen und Vereins-Events. Wer keine Termine hat, scheint das Leben zu verpassen – so machen es die sozialen Medien glauben. Hier präsentieren sich Privatpersonen mit atemberaubenden Freizeitbeschäftigungen, Kurztrips in eine europäische Metropole oder ausgelassenen Partynächten. Doch mal ehrlich: Wäre ein bisschen weniger Stress nicht geradezu wunderbar?

Frau sitzt im Gras
© Pixabay
Raus aus dem Freizeitstress, rein ins Vergnügen!

Lernen, langsam zu leben

Das Leben auf der Überholspur ist zum Lifestyle geworden. Heute Rom, morgen Kitzbühel, übermorgen zurück nach Berlin, das kostet nicht nur Geld und hinterlässt einen bedeutsamen C02-Abdruck, sondern es stresst auch ungemein. Stress ist Auslöser für zahlreiche Wohlstands-Krankheiten und er kann zum Burnout führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Stress im Büro oder im Privatleben seinen Ursprung hat. Gegen Bürostress lässt sich oft ganz pragmatisch vorgehen, beispielsweise mit diesem 9-Punkte-Plan. Gegen privaten Stress lassen sich manchmal nicht ganz so leicht die richtigen Maßnahmen ergreifen. Kinder brauchen Aufmerksamkeit und fordern Zeit, bettlägerige Eltern müssen versorgt, der Haushalt erledigt werden. Hier gilt es überlegt vorzugehen und sich Schritt für Schritt ein Stück Zeit zurückzuerobern. Denn Sie können nur dann gut im Alltag funktionieren, wenn Sie ausgeglichen sind. Lernen Sie wieder, das Leben langsamer anzugehen und sich selbst etwas Gutes zu tun.
Auf andere Gedanken kommen: Ablenkung löst Denkblockade

Wer schon lange keine Zeit mehr für sich gehabt hat, kann bei der Vorstellung, ein paar freie Stunden ohne konkrete Aufgaben zu verbringen, glatt ins Schwitzen geraten. Das gilt insbesondere für Frauen, die sich aufopferungsvoll um ihre Familie kümmern und gar nicht auf die Idee kommen, etwas für sich selber zu tun. Um den Einstieg zu finden reicht es schon, den familiären Verpflichtungen zu Hause für zwei oder 3 Stunden zu entkommen. Wie das gelingt? Versuchen Sie es einmal mit diesen beiden Tipps:

  • Wellness, Schönheit und Massagen: Gibt es in ihrer Nähe eine Wellnesseinrichtung, die Sie schon lange einmal besuchen wollten? Oder liegt gar eine attraktive Thermenlandschaft in der Region? Vielleicht gibt es auch ein Kosmetikstudio, bei dem Sie noch einen Gutschein offen haben? Oder hätten Sie mal wieder Lust auf eine neue Frisur? Verwöhnen Sie sich nach Strich und Faden genauso, wie es Ihnen gefällt.
  • Ab ins Kino! Das Kinoprogramm lässt sich rasch herausfinden und mit wenigen Klicks dürfte klar sein, welcher Film Sie interessiert. Lieben Sie romantische Komödien? Dann nichts wie rein ins Vergnügen. Oder stehen Sie eher auf actiongeladene Thriller? Auch dafür wird sich bestimmt das Richtige finden. Wenn Sie mögen, nehmen Sie eine Freundin oder Ihren Partner mit, doch achten Sie darauf, dass Ihre Bedürfnisse* voll erfüllt werden. Heute machen Sie keine Kompromisse!

*Um zu wissen, was Ihre Bedürfnisse sind, müssen Sie sich Zeit für sich selbst nehmen. Nur dann können Sie sie herausfinden.

Termin-Detox: Misten Sie Ihren Freizeitkalender aus

Alle 14 Tage treffen mit den Frühstücksfrauen, einmal in der Woche die Großeltern besuchen, alle paar Wochen zu einem Konzert fahren, die jährliche Freizeitmesse steht auch auf dem Plan und das ist noch längst nicht alles! Zweimal jährlich ein Reit-Wochenende mit Freundinnen an der Ostsee, vor Weihnachten gehört ein Shopping-Trip in der Hauptstadt zum Programm und nicht zu vergessen die zahlreichen Geburtstage der Cousins und Cousinen, Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten, die im Grunde die Hälfte aller Sonntage im Jahr blockieren. Es sei die Frage gestattet, ob das wirklich sein muss. Die zahlreichen Termine pressen Sie in ein Korsett, das nur wenig Luft für Spontanität und Ruhe lässt, wie der Beitrag „Muße verzweifelt gesucht“ nachdrücklich thematisiert. Es ist an Ihnen, den Terminkalender auszumisten und dafür zu sorgen, dass das Gleichgewicht wiederhergestellt wird.

Wie wenig ist wenig genug?

Wie viel ungeplante FREI-Zeit eine Frau braucht, ist individuell verschieden. Ein Tipp lautet, die Hälfte aller externen Termine zu streichen. Wäre es so schlimm, wenn Sie die Frühstücksfrauen nur einmal im Monat sehen würden oder mit den Kindern nur alle 14 Tage zu den Großeltern fahren? Muss wirklich jedes Jahr die Freizeitmesse besucht und der vorweihnachtliche Einkaufs-Trip nach Berlin drin sein? Nehmen Sie sich selbst genauso ernst, wie Ihre Cousins und Cousinen, Onkel und Tanten, Eltern und Großeltern und all die anderen, denen Sie bislang den Vorzug gegeben haben. Sie sind wichtig! Blockieren Sie deshalb Zeiten in Ihrem Terminkalender für sich selbst – ungeplant, wohlgemerkt.

Flucht vor Stress ist nicht gleich Stress vermeiden

Dem Stress zu entkommen ist vergleichbar damit, einen akuten Brand zu löschen. Besser ist es, dem Feuer respektive dem Stress vorzubeugen und es gar nicht so weit kommen zu lassen. Jede Frau hat es selbst in der Hand und kann damit ganz einfach in dem Bereich beginnen, in dem sie das Sagen hat – nämlich bei der Gestaltung ihrer wertvollen Freizeit. Haben Sie es geschafft im ersten Schritt ein paar Termine zu streichen und den ein oder anderen Nachmittag oder sogar ein wertvolles Wochenende für sich alleine zu erkämpfen, tun Sie sich den Gefallen und planen Sie diese freie Zeit nicht sofort wieder zu. Verpflichten Sie sich zu nichts, sondern schenken Sie sich diese Zeit zum Nichtstun. Wissen Sie noch, wie das geht? Falls nicht: Pipi Langstrumpf ist die Königin des Nichtstuns und macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Lesen Sie ihre Geschichten und machen Sie es ihr nach.
Gemeinsam etwas unternehmen und die Zeit genießen entstresst den Alltag.

Gemeinsam spontan sein

„Nichtstun“ können Sie übrigens auch mit Ihrem Partner oder mit Ihren Kindern. Wie wäre ein spontaner Ausflug zu einem Picknick im Grünen? Oder ist Ihnen mehr nach einer Schnitzeljagd durch den Wald? Lernen Sie, mit freier Zeit umzugehen und leben Sie in den Tag hinein. Die einzige Regel, die es zu befolgen gilt, lautet, nichts Produktives im Sinne von Verpflichtendem zu tun - Arbeiten, Putzen, Aufräumen, Einkaufen und andere alltägliche Aufgaben sind strikt verboten.

Was würden Sie gerne tun, wenn Sie keine Pflichten hätten?

Mit dieser Frage dürfen Sie sich gerne während der ersten freien Stunden und Tage beschäftigen. Blättern sie Zeitschriften durch, lesen Sie alte Tagebücher, kramen Sie in Erinnerungen, schwelgen Sie in Fantasien. Was haben Sie früher gerne gemacht, was ist Ihnen in der Hektik des Alltags verloren gegangen? Wobei geht Ihnen das Herz auf? Legen Sie eine Liste von Ideen, Aktivitäten, Talenten und Wünschen an, die sie fast schon vergessen hatten. Dann können Sie später aus diesem Ideenpool schöpfen und Ihre neu gewonnene Freizeit nach purer Lust und Laune gestalten.

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