Verpflegung im Urlaub: Was ist das richtige für mich?

Hotelurlaub hat seine ganz eigenen Vorteile. Hier muss nicht selbst aufgeräumt werden und trotzdem ist das Bett jeden Tag frisch gemacht. Auch gegen den Hunger kann das Hotelpersonal etwas unternehmen. Was die Verpflegung betrifft, gibt es jedoch Abstufungen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Die Übersicht zeigt, was wann am besten passt.

Resturlaub - Schwimmende Füße im Meer Was ist das richtige für mich? © thinkstockphoto/David De Lossy

All Inclusive: Das Rundum-Programm

Bei Verpflegung nach dem All-Inclusive Prinzip bleiben praktisch keine Wünsche unerfüllt. In der Regel erhalten Gäste hier nicht nur drei Hauptmahlzeiten, sondern auch Snacks und Cocktails. Getränke sind bei All Inclusive ebenfalls enthalten, jedoch nicht grenzenlos. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn Urlauber zu Getränken greifen, die nicht ortsüblich sind. Bier, Softdrinks, Wein und verschiedene Cocktails dürften aber in den meisten Fällen abgedeckt sein. Wie urlaubspiraten.de berichtet, ist sogar das Trinkgeld bereits inkludiert, die meisten Angestellten freuen sich jedoch über einen kleinen Extra-Bonus.

Tipp: Was genau ein Hotel mit All Inclusive meint, kann variieren. Daher lohnt es sich, die Leistungsbeschreibung genau zu studieren und darauf zu achten, welche Einschränkungen es gibt.

All Inclusive eignet sich für all jene, die sich im Urlaub um nichts kümmern möchten und keine langen Ausflüge planen. Dieses Verpflegungspaket nämlich lässt sich am besten auskosten, wenn der Großteil des Urlaubs im Hotel stattfindet. Dass viele Deutsche einen All inclusive Urlaub zu schätzen wissen, teilt übrigens auch das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. im Hinblick auf eine Studie mit. Hier gilt also: Rechtzeitig buchen!

Vollpension: Dreimal täglich satt

Wem All Inclusive doch ein klein wenig zu viel des Guten ist, der könnte mit Vollpension glücklich werden. Diese Form der Hotelverpflegung bietet Gästen drei Hauptmahlzeiten, die als Buffet oder auch vorgegebene Wahlmenüs serviert werden. Ebenfalls ist ein Wechsel zwischen Buffet und Menü möglich. Inwiefern Getränke inkludiert sind, sollten Urlauber vor der Reise fragen. Es kann sein, dass jeweils ein Getränk pro Mahlzeit im Preis enthalten ist, das aber ist nicht immer der Fall.

Vollpension ist die richtige Wahl, wenn Urlauber den gesamten Tag im Hotel verbringen und dabei nicht auf die klassischen Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen verzichten wollen. Es lohnt sich aber, die Kosten für All Inclusive und Vollpension zu vergleichen. Ist der Unterschied nur marginal, sollte All inclusive gebucht werden, denn Getränke können für überraschend hohe Rechnungen sorgen.

Halbpension: Der Klassiker im Urlaub

Die Halbpension ist eines der beliebtesten Verpflegungsmodelle in Hotels. Hier erhalten Reisende täglich Frühstück und Abendessen. Oftmals servieren Hotels beide Mahlzeiten in Buffetform, um den Aufwand möglichst gering zu halten und die Küche zu entlasten. Es gibt jedoch auch Häuser, in denen Mahlzeiten im Rahmen der Halbpension à la carte bestellt werden können. Hier hilft wie immer ein genauer Blick in die Leistungsbeschreibung.

Tipp: Halbpension Plus ist bei manchen Hotels ebenfalls buchbar. In diesem Fall gibt es zusätzlich zu den beiden Mahlzeiten auch kleine Snacks oder Getränke zwischendurch. Die Kosten liegen niedriger als bei All Inclusive und es entsteht dennoch ein gewisses Luxus-Gefühl.

Halbpension eignet sich für Reisende, die tagsüber gerne unterwegs sind, abends allerdings rechtzeitig ins Hotel zurückkehren. Tagesausflüge sind dann problemlos möglich, ohne einen großen Teil der gebotenen Verpflegung zu verpassen.

Frühstück: Für Abwechslungs-Fans

Eine der günstigsten Möglichkeiten, Hotelurlaub zu machen und nicht jede Mahlzeit selbst zubereiten zu müssen, ist die Frühstücks-Option. Hier serviert das Hotel jeden Tag ein Frühstücksbuffet oder ein entsprechendes à la carte Angebot und der Gast versorgt sich abgesehen davon selbst.

Die Buchung eines Hotels nur mit Frühstück ist sinnvoll, wenn Reisende besonders viel unterwegs sind und jeden Abend an anderer Stelle essen möchten. Das ist beispielsweise bei Aktivurlauben mit langen Wanderungen der Fall, aber auch bei Städtetrips locken meist zahlreiche Restaurants in der Nähe. Ein wenig umständlicher ist das Essen außerhalb des Hotels zwar, dafür jedoch kann flexibler auf kulinarische Wünsche eingegangen werden.

Tipp: Wer im Urlaub kulinarische Highlights in ganz besonderen Locations testen möchte, findet in unserem Artikel “Die 10 außergewöhnlichsten Bars der Welt” Inspiration für den perfekten Cocktail-Abend.


Nur Übernachtung

Die letzte Option ist eigentlich kein Verpflegungsmodell, denn hier buchen Reisende weder Mahlzeiten noch Getränke, sondern lediglich die Übernachtung im Hotel. Das ist selbstverständlich günstiger, sollte jedoch hinterfragt werden. Manchmal nämlich unterschätzen Urlauber die Ausgaben für Mahlzeiten außerhalb des Hotels und haben am Ende der Reise doch nichts gespart.

Wer allerdings sonst gerne im Wohnwagen oder in Ferienwohnungen Urlaub macht und sich ein Hotel mit Küchenzeile in den Zimmern sucht, kann auch ganz ohne Verpflegungspaket glücklich werden. Dann entfällt zwar der Komfort-Faktor, denn es muss selbst gekocht werden, es lässt sich jedoch besonders leicht auf Spezialwünsche eingehen.

Die Buchung von Übernachtungen ohne Verpflegung ist eine gute Idee für all jene, die auch auf Reisen spezielle Ernährungspläne befolgen möchten. Wer sich beispielsweise vegan ernährt, kann sich dann mit frischem Obst und Gemüse vom nahegelegenen Supermarkt versorgen und umgeht Diskussionen mit dem Servicepersonal. Auch lohnt sich die ausschließliche Übernachtung für Urlauber, die sich kaum im Hotel aufhalten und am Reiseort viel unterwegs sein werden. In diesem Fall können feste Frühstückszeiten bereits ein Problem darstellen.

 

 

 

Schlagworte: