Trotz genetischer Veranlagung Ein gesunder Lebensstil schützt vor Demenz

Wenn man erbliche Veranlagungen für Krankheiten hat, gehört man automatisch zur Risikogruppe. Bei Demenz muss das nicht so sein: Laut einer aktuellen Studie der University of Exeter Medical School und der hoch renommierten University of Oxford wurde festgestellt, dass unser Lebensstil enorme Auswirkungen darauf hat, ob wir trotz genetischer Veranlagung an Demenz erkranken oder nicht.

Demenz Ein gesunder Lebensstil schützt vor Demenz © iStock


So mindern Sie das Demenzrisiko

Tatsächlich sind es bekannte Faktoren, mit denen man das Risiko einer Demenzerkrankung stark reduzieren kann:

  • ausreichend Bewegung (gern an der frischen Luft)
  • ausgewogene Ernährung
  • mäßiger Alkoholkonsum
  • Verzicht auf Rauchen

Man hat es also selbst in der Hand! Dass ein guter und gesunder Lebensstil das Risiko von Erkrankungen minimiert, ist bereits durch zahlreiche Studien bestätigt worden. Bisher offen war, ob dies auch Menschen betrifft, die aufgrund ihrer genetischen Veranlagung in besonderem Maße empfänglich sind.

Die Inhalte der Studie

Insgesamt wurden die Daten von 200.000 Menschen ausgewertet, die europäischer Abstimmung sind und ein Alter von 60 Plus haben. Die Einteilung erfolgte in drei Kategorien: Ein niedriges, mittleres und hohes Risiko für Demenz. Erste und letzte Kategorie umfassten jeweils 20 Prozent. Zusätzlich wurde der Lebensstil der Probanden untersucht. Daraufhin erhielten die Teilnehmer einen Status Quo ihres Lebensstils.

Während einer medizinischen Nachbeobachtung von acht Jahren entwickelten 1.769 Personen (weniger als ein Prozent der Teilnehmenden) irgendeine Form von Demenz. Die Ergebnisse zeigen, dass die Demenzprävalenz in der Gruppe mit dem höchsten genetischen Risiko (1,2 Prozent) größer war als in der Gruppe mit dem niedrigsten Risiko (0,6 Prozent). Ein geringerer Anteil der Teilnehmenden mit einem gesunden Lebensstil (0,8 Prozent) entwickelte Demenz als diejenigen, die ungesund lebten. (1,2 Prozent). 

Berücksichtigte die Forschenden Faktoren wie Alter, Geschlecht und sozioökonomischen Status, konnte festgestellt werden, dass ein gesunder Lebensstil im Vergleich zu einem ungesunden Lebensstil unabhängig von einer hohen oder niedrigen genetischen Veranlagung mit einem um 30 Prozent geringeren Demenzrisiko verbunden war.

Die Studie unterstrich zusätzlich, dass ein hohes genetisches Risiko oder eine Familienvorgeschichte von Demenz es nicht unvermeidlich macht, dass die Bedingung auftreten wird.

 

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