Tag der Organspende Spendenbereitschaft der Deutschen sinkt

Eine aktuelle Umfrage der Barmer Ersatzkasse zum Tag der Organspende am 1. Juni zeigt, dass die Spendenbereitschaft der Deutschen sinkt. Dr. Straub, Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse, nennt Gründe der Bürger.

Organspende: Spendenbereitschaft der Bürger sinkt Spendenbereitschaft der Deutschen sinkt © iStock


Spendenbereitschaft der Bundesbürger zur Organspende sinkt 

Die Bereitschaft zur Organspende lässt deutlich nach. Waren im Jahr 2018 noch 56 Prozent dazu bereit, sind es aktuell 42 Prozent der Bundesbürger. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage unter gut 1.000 Versicherten der Barmer Ersatzkasse ab 16 Jahren im März 2019. „Krankenkassen haben den Auftrag, ausgewogen, ergebnisoffen und neutral über das Thema der Organspende zu informieren. Trotz aller Bemühungen gelingt es offensichtlich nicht, nach den Skandalen der Vergangenheit das Vertrauen in das System der Organspende dauerhaft zu erneuern. Das ist für Tausende von Patientinnen und Patienten auf der Warteliste, die dringend auf Spenderorgane warten, eine unerträgliche Belastung“, so Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Ein neues Organspenderecht könne langfristig neues Vertrauen schaffen. 

Organspendeausweis:  Skandale beeinflussen Entscheidung

Waren im Jahr 2018 noch 36 Prozent im Besitz eines Ausweises, sind dies aktuell 34 Prozent. Stabil hoch geblieben sei der Anteil der Befragten, die sich durch die Organspende-Skandale der Vergangenheit negativ beeinflusst sehen. Er liege aktuell bei etwa 38 Prozent und habe sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Um 4 Prozent auf 53 Prozent ist der Anteil der Befragten leicht gestiegen, die sich durch die Informationen ihrer Krankenkasse ausreichend informiert fühlten. Knapp 65 Prozent der Befragten wissen, dass man auf dem Organspendeausweis auch die Ablehnung einer Spende dokumentieren kann. „Die Entscheidung für oder gegen Organspende ist höchst persönlich und vorbehaltlos zu respektieren. Wir appellieren, sich mit dem Thema zu befassen und eine Entscheidung zu treffen“, so Straub. 

Organspende Barmer

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