Masernimpfung ist ab 2020 Pflicht Wer nicht gegen Masern impft, dem drohen 2500 Euro Strafe!

Nach zahlreichen Diskussionen, ob man eine Impfung gegen Masern zur Pflicht machen kann oder nicht, wurde jetzt die Pflichtimpfung nach einer Gesetzesvorlage von Gesundheitsminister Jens Spahn verabschiedet. Ab März 2020 hat ist sie ein Muss. Lesen Sie hier, wen das betrifft und wer befreit ist.

Impfung Wer nicht gegen Masern impft, dem drohen 2500 Euro Strafe! © iStock


Besteht die Impflicht gegen Masern für alle?

Grundsätzlich ja, wenn sich Menschen in Gemeinschaftseinrichtungen befinden. Bevor Eltern ihre Kinder neu in die Kita oder Schule schicken, müssen sie im Vorwege die Masernimpfung nachweisen. Sonst werden sie abgelehnt. Kinder, die schon im Kindergarten oder in der Schule sind, müssen bis spätestens 31. Juli 2021 nachgewiesen werden, dass sie geimpft sind oder die Masern schon hatten. 

Auch vor Erwachsenen macht die Impfpflicht nicht halt: Sie besteht auch für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas, für Lehrer, Tagesmütter und für Beschäftigte in medizinischen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen. Dazu zählen beispielsweise auch Sport- oder Ferienlager sowie Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte. Die Bewohner müssen sich ebenfalls impfen lassen oder nachweisen, dass sie immun gegen Masern sind.

Gibt es Ausnahmen von der Impfpflicht?

Es gibt Ausnahmen. Alle,

  • die ein ärztliches Attest vorlegen können, dass aus gesundheitlichen Gründen von einer Impfung abzuraten ist.
  • die vor 1970 geboren wurden, sind von der Impfpflicht befreit. Sie dürften größtenteils bereits Masern gehabt haben und sind somit immun. Zudem waren Impfprogramme inklusive Masern vor 1970 vielfach Standard.

Wer dem Gesetz nicht nachkommt, dem drohen 2.500 Euro Strafe. Ziel von Gesundheitsminister Jens Spahn ist, Masern auszurotten.

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