Angst vor der Horror-Raupe Eichenprozessionsspinner-Alarm in NRW

Nordrhein-Westfalen befindet sich im Ausnahmezustand. Der Grund dafür ist der Eichenprozessionsspinner. Die Brennhaare der Raupe rufen allergische Hautreaktionen und sogar Atemnot hervor.

Eichenprozessionsspinner Eichenprozessionsspinner-Alarm in NRW © iStock / dennisvdw

Die warme Sommertage könnte so schön sein - nicht so in NRW. Hier hat sich nämlich der Eichenprozessionsspinner besonders breit gemacht - zu tausenden bevölkert er die Eichen und macht es sich dort gemütlich. Sehr zum Leidwesen der Bevölkerung. Die kleinen Kriechtiere sind nämlich bei Weitem nicht harmlos. 

Eichenprozessionsspinner löst gefährliche Hautreaktionen aus

Die Raupe ist mit vielen feinen Härchen bestückt. Und die sind für Mensch und Tier eine ernstzunehmende Gefahr. Wie bei Brennnesseln reagiert unsere Haut auf die toxischen Härchen. Mit dem gravierendem Unterschied, dass das Gift der Raupen deutlich stärker wirkt. Und genau das ist das Problem. Besonders tückisch: Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinner können sich bis zu mehrere Hundert Meter durch die Luft verbreiten. 

Notarzt schickte Kinder ins Krankenhaus

In Mühlheim suchten Schulkinder bei einem Sportfest Schutz vor der Sonne und stellten sich in den Schatten einer Baumgruppe. Kurze Zeit später verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Kinder, 3 von ihnen musste der Notarzt ins Krankenhaus bringen lassen. Vor Ort mussten neun junge Menschen behandelt werden. 

In Dortmund sind inzwischen ganze Parks wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt, vereinzelt mussten sogar Schulen und Kindergärten schließen. Laut der NABU sind die Raupen besonders in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Nordrhein-Westfalen zu finden. Bei Kontakt mit den Härchen sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden, der entzündungshemmende Cremes oder Medikamente der Gruppe der Antihistaminika verschreibt.

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