Was kommt, was geht Das sind die Food Trends 2020

Von pflanzlichen Proteinquellen bis hin zu Süßkartoffelmehl hat das Jahr 2019 Foodies in Sachen Trendkost einiges geboten. Zum Jahreswechsel weichen die alten Foodie-Favoriten neuen Trendbewegungen. Lust, kurz vor Silvester einen Blick in die Zukunft zu werfen? Kichererbsenbutter, Süßkartoffelnektar und Bananenmehl: Auch 2020 wird es spannende Food-Trends geben.

Vegane Ernährung bleibt auch 2020 Trend Das sind die Food Trends 2020 © pixabay.com/freetousesounds

Mehl mit Mehrwert

Bye, bye Gluten! Getreidemehl bekam schon im vergangenen Jahr Konkurrenz von glutenfreien Alternativen wie Süßkartoffelmehl. 2020 werden weitere Varianten hinzukommen. Die Low-Carb-Community verwendet schon lange kohlenhydratarme Mehlalternativen aus Früchten und Gemüse. Food-Experten gehen davon aus, dass Mehlsorten wie diese im kommenden Jahr in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rutschen werden. Insbesondere grünes Bananenmehl scheint sich zum Trend zu entwickeln. Hergestellt wird die ballaststoffreiche Mehlsorte aus getrockneten Kochbananen und macht im Vergleich zu Weizenmehl deutlich länger satt. Ähnliches gilt für Blumenkohlmehl, das neben Ballaststoffen viel pflanzliches Eiweiß liefert.

Afrikanische Geschmäcker

Die Gewürze der nordafrikanischen Küche haben wahre Foodies schon seit längerer Zeit zuhause. Passend dazu wird sich im Jahr 2020 einiges um afrikanische Geschmacksrichtungen drehen. Laut Prognosen dieses Mal im Fokus: die westafrikanische Küche. Neben Zutaten wie Zitronengras und Superfoods wie Moringa entwickeln sich glutenfreie Hirsearten wie Foniohirse 2020 zum Trend. Ihr süßlich-nussiger Geschmack ist nicht der einzige Grund dafür. Wegen ihres Mineral- und Ballaststoffreichtums sind westafrikanische Hirsesorten außerdem leicht verdaulich. Noch dazu liefern auch sie reichlich pflanzliches Eiweiß.

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Selbstgemachtes auf dem Vormarsch

Zumindest 35 Prozent aller Deutschen kochten im Jahr 2019 regelmäßig selbst. Tatsächlich wird sich im Food-Jahr 2020 vieles um Selbstgemachtes drehen. Der Grund: Man möchte wieder wissen, welche Inhaltsstoffe in Speisen stecken. Nicht nur bei selbstgekochten Gerichten aus frischen Zutaten, sondern auch bei der Herstellung eigener Kochzutaten – beispielsweise selbstgemachte Butteralternativen aus Samen, Nüssen und Kernen. Besonders Kichererbsen und Kürbiskerne wird man im kommenden Jahr zur Butterherstellung in Eigenregie verwenden. Neben Eiweiß und Vitaminen enthalten die alternativen Buttervarianten zahlreiche Mineralstoffe und sind dadurch ein wesentlich gesünderer Brotaufstrich als herkömmliche Butter.

Kampfansage an Industriezucker

Von Getränken bis hin zu Gewürzmischungen: Industriezucker steckt heutzutage in einer Vielzahl an Lebensmitteln. Der Zuckerkonsum der Deutschen hat in den vergangenen Jahren entsprechend zugenommen. Um den Zuckerteufelskreis zu unterbrechen, sucht die Lebensmittelindustrie auf Hochtouren nach alternativen Süßungsmitteln. Mit Erfolg – so beweisen Neuheiten wie Süßkartoffelnektar, die sich 2020 zu eigenen Food-Trends entwickeln werden. Als Fruchtreduktionen werden alternative Zucker wie der genannte zu Sirup verarbeitet und statt raffiniertem Zucker zum Süßen verwendet.

Fazit: 2020 ist ein Jahr gesunder Trends

Eines kristallisiert sich auf den ersten Blick aus den Food-Trendprognosen heraus: Gesunde Ernährung scheint eine zunehmend wichtigere Rolle zu spielen. Davon zeugen sowohl Butter- als auch Zucker- und Mehlalternativen. Dass ein Großteil aller Deutschen Interesse an gesunder Ernährung hat, wurde bereits vom BMLE-Ernährungsreport 2019 nahegelegt. Die gesundheitsbewussten Trends im nächsten Jahr dürften uns Deutschen also schmecken.

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