23. Juli 2021
Sechs gute Gründe für nachhaltige Kleidung

Sechs gute Gründe für nachhaltige Kleidung

Bewusster leben tut gut, nicht nur uns selbst, sondern auch der Welt, in der wir zu Hause sind. Wie viele Vorteile nachhaltiges Einkaufen auch für den Kleiderschrank bringt, zeigen wir hier.

© Renata Veto auf Pixabay

Nachhaltigkeit liegt voll im Trend. Ein bewussterer Lebensstil ist nicht nur gut für die Umwelt. Er ist auch gesünder, weil nachhaltige Produkte nach strengen Vorgaben hergestellt werden. Und nicht zuletzt kann ein bewusster Lifestyle uns dazu anregen, den Alltag zu entschleunigen, bewusstere Entscheidungen zu treffen und mehr Wert darauf zu legen, womit wir uns im täglichen Leben umgeben.

Das Zukunftsinstitut hat Nachhaltigkeit und Neo-Ökologie zum wichtigsten Megatrend für die 2020er gekürt. Immer mehr Menschen entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie sie mit ihrer Lebensgestaltung einen Unterschied machen und ein Zeichen für eine bessere Zukunft setzen können. Inzwischen ist das Umdenken auch bei den Händlern angekommen. Nachhaltiges Shopping macht heute richtig Spaß. Wir haben zum Beispiel verschiedene nachhaltige Reinigungsprodukte unter die Lupe genommen, auf die momentan wirklich alle stehen.

Der Praxistest hat gezeigt: Nachhaltigkeit ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bringt auch frischen Wind und echtes Wohlfühlflair in den Alltag.
Ein Trend, an dem wir inzwischen nicht mehr vorbeikommen, ist nachhaltige Mode. Shopping mit Stil und einem guten Gefühl ist echt beliebt und macht vor allem richtig viel Spaß. Für alle, die ihren Kleiderschrank noch nicht auf nachhaltige Kleidung umgestellt haben, haben wir hier sechs gute Gründe zusammengefasst, um das schnellstmöglich zu ändern.

 1. Ein Beitrag für den Umweltschutz

Der erste Grund für nachhaltige Mode ist wahrscheinlich der naheliegendste. Wer sich bewusst für nachhaltige Mode entscheidet, kann einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Herstellung nachhaltiger Kleidungsstücke steht ganz im Zeichen des Naturschutzes. Damit ein Teil den Begriff „nachhaltig“ im Label tragen darf, müssen die Hersteller für die Produktion strenge Auflagen erfüllen und einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.
Auch die Materialien bestehen meist ausschließlich aus organischen Stoffen, die die Ressourcen unserer Welt kaum belasten. Ist aufgrund der Struktur eines Kleidungsstückes ein synthetischer Anteil erforderlich, werden nur recycelte Synthetikfasern verarbeitet. Für die Herstellung nachhaltiger Kleidung dürfen nur erneuerbare Rohstoffe verwendet werden, die sich nach kurzer Zeit wieder regeneriert haben und dem Ökosystem so schnell wieder zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus ist nachhaltige Mode absolut vegan und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

 2. Fairtrade only

Neben den verarbeiteten Materialien liegt der Fokus bei nachhaltiger Kleidung auch auf fairen Arbeitsbedingungen rund um die Rohstoffgewinnung und die Herstellung. Nachhaltige Mode geht immer Hand in Hand mit Fairtrade und hinterlässt so ein doppelt gutes Gefühl.
Im Rahmen von Fairtrade-Abkommen verpflichten sich Unternehmen, ihren Mitarbeitern auf jeder Hierarchieebene und an jedem Punkt der verschiedenen Arbeitsprozesse gute Arbeitsbedingungen zu bieten. Das bedeutet, dass umfangreiche Konzepte rund um Gesundheit, Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz umgesetzt werden. Im Zentrum der Vorgaben steht ein Arbeitstag von 8 Stunden inklusive angemessenen Pausenzeiten.

Außerdem liegen die Gehälter, die in einem Fairtrade-Betrieb gezahlt werden, über dem regionalen Standard. Das macht vor allem in ärmeren Ländern einen großen Unterschied und kann die Lebensbedingungen der Angestellten deutlich verbessern. Wer Fairtrade im Label tragen möchte, muss dafür sorgen, dass die Angestellten mit einer Vollzeitstelle in der Lage sind, ihre Familie zu ernähren und ihr ein Dach über dem Kopf zu bieten. So hergestellte Produkte können wir guten Gewissens kaufen.

 3. Die Qualität stimmt

Nachhaltige Mode ist häufig teurer als Mainstream-Teile aus dem Sale. Dafür ist die Qualität aber auch besser. Ein wesentlicher Aspekt nachhaltiger Kleidung ist nämlich auch die lange Haltbarkeit der einzelnen Stücke. Hersteller, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, legen größten Wert darauf, dass ihre Ware langlebig ist.
Fadenscheinige und billige Stoffe, die beim ersten Waschen einlaufen, schlechte Verarbeitung, dünne Nähte, die sich beim Tragen verziehen, billige Farben, die sich sofort auswaschen oder verlaufen, all das ist bei Kleidung aus nachhaltiger Produktion wenig bis gar nicht zu erwarten.
Mittelfristig bekommen wir also mehr fürs Geld, schonen den Geldbeutel und könne uns lange an der hochwertigen Qualität unserer Lieblingsstücke erfreuen.

 4. Kreative Mode statt Mainstream

Nachhaltige Mode wird mit viel Kreativität und Stilbewusstsein hergestellt, denn hier geht es nicht um billige Basics für den Grabbeltisch. Wenn Designer und Hersteller sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, bedeutet das, dass Designs, Kollektionen und neue Entwicklungen kritisch hinterfragt und durchdacht werden, bevor sie in die Produktion gehen. Das liegt an den teureren Rohstoffen und Produktionskosten, aber auch an der Tatsache, dass nachhaltige Mode nur ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn sie auch gekauft wird. Individuelle Stücke mit hohem Stylefaktor sind das Ergebnis dieser Überlagerungen.
Das macht sich beim Inhalt des Kleiderschrankes schnell bemerkbar. Wer nur noch auf nachhaltige Mode setzt, wird schnell feststellen, dass sich statt einer großen Menge an nichtssagendem Mainstream jetzt eine kleine aber feine Auswahl an echten Style-Pieces angesammelt hat.
Schließlich fördert das Shopping im Zeichen der Nachhaltigkeit einen bewussteren Umgang mit Mode und regt dazu an, nicht mehr unreflektiert den sich ständig verändernden Trends hinterherzulaufen, sondern einen ganz individuellen Stil zu entwickeln, der die eigene Persönlichkeit unterstreiche und auch nach Jahren noch für Freude beim Styling sorgt.

 5. Weniger unnötigen Ballast im Kleiderschrank

Hier fühlt sich wahrscheinlich jeder ertappt: Der Kleiderschrank quillt über, die echten Lieblingsstücke, zu denen wir immer wieder gern greifen, lassen sich aber auf eine sehr kleine Menge reduzieren. Beim willkürlichen Shopping landen per Spontankauf eben doch immer wieder Unmengen an günstigen, aber wenig aussagekräftigen Teilen im Einkaufskorb, die sich dann im Schrank stapeln, ohne die Garderobe wirklich zu bereichern. Irgendwann ist der unnötige Ballast dann einfach so umfangreich geworden, dass radikales Ausmisten ansteht. Tatsächlich können wir in der Regel auf 70 bis 80 Prozent der Teile, die sich im Kleiderschrank tummeln, getrost verzichten und deshalb landen sie früher oder später in der Altkleidersammlung oder bei Vinted und Momox.

Wer gezielt nach nachhaltiger Kleidung sucht, kauft wesentlich bewusster ein und wählt einzelne Stücke aus, die wirklich einen Platz im Kleiderschrank verdient haben und aufgrund ihres besonderen Charakters immer wieder ausgeführt werden. Nachhaltige Kleidung spart also eine Menge Platz im Kleiderschrank, schont den Geldbeutel und macht zeitraubendes und oft frustrierendes Ausmisten überflüssig.

 6. Ein gutes Hautgefühl dank zertifizierter Herstellung

Die meisten Kleidungsstücke tragen wir direkt auf der Haut. Dadurch wird Kleidung auch zu einem nicht unerheblichen Gesundheitsfaktor. Hier geraten vor allem Billighersteller immer wieder in die Kritik, weil sie gesundheitsbedenkliche Materialien verarbeiten und auch bei der Herstellung nicht ausreichend auf Schadstoffe und eine hautschonende Qualität achten.
Nachhaltige Kleidung leistet hier einen direkten Beitrag zu mehr Hautgesundheit und Wohlbefinden, denn sie wird nach streng zertifizierten Verfahren hergestellt und muss einer Vielzahl an Vorgaben gerecht werden, um wirklich nachhaltig zu sein.
Eines der am häufigsten vergebenen Zertifikate im Zusammenhang mit nachhaltig hergestellter Kleidung ist der Global Organic Textile Standard (GOTS). Das unabhängige Textilsiegel steht nicht nur für hochwertige und nachhaltige Rohstoffe, sondern auch für soziale Aspekte rund um die Herstellung. Damit ziehen wir uns eine sichere Verarbeitung nach höchsten Standards an. Weitere aussagekräftige Siegel für eine zertifizierte Herstellung sind OEKO-TEX, bluesign oder cradletocradle.

Es war noch nie so einfach wie heute, ein grünes Herz auch im persönlichen Style auszudrücken. Nachhaltige Mode ist stylisch und individuell und sorgt gleichzeitig noch für ein richtig gutes Gefühl beim Shopping und einen entspannten und bewussten Lifestyle.

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