Das Comeback der Handarbeit Handarbeiten ist ebenso in, wie Selbstgefertigtes zu kaufen

Selbstgemachtes boomt – weil Einzelstücke modern und schick sind, die Designerin eine von uns sein könnte und das Verkaufen im Netz so einfach ist

Handarbeiten ist ebenso in, wie Selbstgefertigtes zu kaufen

 

Mit der Leidenschaft für Handgefertigtes ist sie nicht allein: Viele Menschen entdecken Handarbeitstechniken wie Nähen, Stricken oder Sticken wieder. Sie bedrucken H&M-Hemden oder verschönern Möbel von IKEA. „Do it yourself“ („Mach es selber“) – kurz DIY – ist das Stichwort zum Trend. Viele DIY-Fans sind junge Mütter, Frauen um die 30, die in der Babypause produktiv werden. Meist fangen sie mit Kleinigkeiten fürs eigene Kind an, dann erweitern sie ihre Produktpalette und schließlich ihr Forum: Jeden Tag melden diese Selfmade-Designerinnen digitale Shops bei Verkaufsplattformen wie dawanda.com oder etsy.com an – Letztere hat bereits zwei Millionen Mitglieder. Und beinah monatlich eröffnen in Großstädten kleine Läden, die diese Einzelstücke verkaufen.

Sogar Messen und Märkte werden zum Thema veranstaltet. Wer dabei noch an Stände mit geklöppelten Spitzengardinen denkt, liegt völlig falsch: Die Veranstaltungen gleichen eher einem Kreativtreff cooler Jungdesigner. Hier werden gefilzte Laptop- Taschen, bestickte Handy-Etuis, bemalte Möbel oder ausgefallene Kinderkleidung angeboten. An den Ständen schieben sich Menschenmengen vorbei – und kaufen. Nicht nur das Selbermachen ist also wieder in Mode, sondern auch: Handgefertigtes zu kaufen.

 

1 2 3 4