Kleidung aussortieren: 5 nachhaltige Tipps

Kleidung aussortieren: 5 nachhaltige Tipps

Es ist vollbracht und der Kleiderschrank ist aussortiert! Aber was passiert jetzt eigentlich mit den Teilen, die wir nicht mehr tragen mögen? Wir haben tolle Ideen für Sie, die wirklich nachhaltig sind.

Wussten Sie, dass Altkleidersammlungen gar nicht so gut sind, wie Sie vielleicht dachten? Oft ist gar nicht ersichtlich, wohin die Spende denn wirklich hingeht. Exporte nach Afrika sollen sogar ein Grund dafür sein, dass die lokale Textilbranche vor Ort ausstirbt, da die Kleidungsstücke aus Europa für Dumpingpreise verscheuert werden. Wer dies nicht unterstützen möchte, kann auch Alternativen finden. Wir hätten da ein paar Ideen für Sie. 

Lesen Sie hier, wie Sie Fehlkäufe vermeiden können >> 

So können Sie Ihre aussortierte Kleidung nachhaltig weiterverwenden

1. Flohmärkte

Sie haben kartonweise Altkleider gesammelt und wissen nicht, wohin damit? Dann lohnt es sich, diese einfach auf einem Flohmarkt zu verkaufen. Wichtig: Suchen Sie sich einen Ort aus, welcher gut besucht ist oder den Sie vielleicht sogar selbst kennen und dort schon das ein oder andere Teil ergattert haben. Meistens lohnt es sich eine höhere Standgebühr für einen hochfrequentierten Flohmarkt zu zahlen, denn viele Besucherinnen und Besuchern sind entscheidend für einen erfolgreichen Verkauf. Schnappen Sie sich eine gute Freundin, die auch Ihre alte Kleidung verkaufen möchte und unterstützen Sie sich gegenseitig mit ihrem Verkaufsgeschick. Das macht doppelt so viel Spaß! 

Übrigens: Wer genügend Leute zusammenbekommt, kann auch über einen privat organisierten Flohmarkt in der eigenen Straße nachdenken. Denken Sie allerdings daran, dass auch ein solcher Garagenflohmarkt angemeldet werden muss. 

2. Grüne Apps

Sie haben keine Lust, die Kleidungsstücke zu verkaufen und möchten lieber an gemeinnützige Organisation spenden? Das Problem ist leider, dass oft nicht ersichtlich ist, wohin die Kleidung genau geht und lange Transporte in fremde Länder an der Tagesordnung stehen, die nicht wirklich gut für die Klimabilanz sind. Start-ups wie Recyclehero wollen genau diesen Zustand ändern und holen Ihre alte Kleidung klimaneutral mit dem Fahrrad ab. Gut erhaltende Teile werden sortiert und an lokale Second-Hand-Stores weiterverkauft oder an gemeinnützige Organisationen wie Hanseatic Help oder Flüchtlingshilfen gespendet. Einfach kostenlos einen Termin ausmachen und die Spende in Kilogramm angeben. Das war's schon! 

Kleines Manko: Aktuell holt Recyclehero die Teile nur im Bereich Hamburg ab. Andere Apps wie Textiltiger oder Packmee haben allerdings ähnliche Konzepte.  

3. Soziale Einrichtungen 

Wer sicher gehen möchte, dass die Kleidung wirklich dort ankommt, wohin Sie diese spenden möchten, sollte einfach direkt bei örtlichen Organisation nachfragen. Dies spart den Zwischenstopp in der Altkleidersammlung. Ein weiterer Vorteil? Sie können sich sogar überlegen, welches Herzensprojekt Sie am liebsten unterstützen möchten. Ob die örtliche Diakonie, Frauenhäuser oder sogar Seniorenheime – informieren Sie sich für Ihren Standort darüber, was möglich ist. 

Wichtiger Hinweis: Lassen Sie sich nicht davon entmutigen, wenn Sie eine Absage erhalten. Manche Vereine nehmen grundsätzlich keine Spenden an oder brauchen nur spezielle Kleidungsstücke.

4. Upcycling-Ideen 

Wer etwas Erfahrung an der Nähmaschine besitzt, kann ganz tolle neue Sachen aus dem alten Kram zaubern. Ob wiederverwendbare Abschminkpads, Scrunchies oder Patchwork-Decken – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Teile eignen sich im besten Fall auch als ein prima Geschenk für Freunde und Familie. So geben Sie abgetragenen Klamotten definitiv ein zweites Leben. 

Kleiner Tipp: Wer selbst nicht so begnadet an der Freundinnen oder Bekannte weitergeben und diese daraus etwas Neues zaubern lassen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass diese Spaß daran haben. 

5. Verschenken 

Sie haben jede Menge alte Babysachen daheim, aus denen Ihr Kind herausgewachsen ist? Verschenken Sie diese doch einfach an werdende Eltern aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Sie werden sich mit Sicherheit freuen, denn jeder weiß, wie sehr so eine Erstausstattung ins Geld geht. Auch gut erhaltene eigene Kleidungsstücke, die Ihnen nicht mehr gefallen, können Sie zum Beispiel an die Mama oder Freundinnen weitergeben. Beim nächsten Besuch einfach mal fragen, ob die Person das Piece haben möchte. So hat noch jemand anderes etwas von dem Kleidungsstück und im Sinne der Nachhaltigkeit ist es sowieso!

Im Video: Geniale Idee – Was man aus alten Shirts noch machen kann 

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