Ratgeber Entspannt durch den Weihnachtsstress und ins neue Jahr

Etwas mehr Besinnlichkeit und eine schöne Zeit mit der Familie, das wünschen sich viele Frauen im Advent. Stattdessen steht das Jahresende im Zeichen von Stress und Überlastung. Doch man kann etwas dagegen tun!

Weihnachten entschleuningen Entspannt durch den Weihnachtsstress und ins neue Jahr © Pixabay

Der Winter steht vor der Tür, die Feiertage werfen ihre Schatten voraus und auch der Jahreswechsel wird hier und da schon geplant. Während die Natur schläft, drehen wir Menschen noch einmal so richtig auf und arbeiten dadurch gegen unsere eigene Natur. Die Adventszeit soll eigentlich für Besinnlichkeit und Einkehr stehen, viele Menschen sind zu dieser Zeit jedoch hochgradig gestresst. Auf der Arbeit stehen wichtige Aufgaben an, die unbedingt noch vor Jahresende erledigt werden müssen, in der Kita wird gebastelt, für die Schule gebacken und der Gedanken an das geplante, aufwendige Weihnachtsmenü treibt mancher Frau jetzt schon die Schweißperlen auf die Stirn. Schluss damit!

Manchen Anforderungen kann man sich nicht entziehen, an anderen Stellen lässt sich der Stress jedoch mindestens abmildern. Hier sind unsere Tipps für eine entspanntere Vorweihnachtszeit.

Die besten Tipps gegen Stress am Jahresende 

Tipps gegen Stress auf der Arbeit 

  • Aufgaben priorisieren: Gerade zum Jahresende brennt in vielen Betrieben die Luft. Wie aus heiterem Himmel türmen sich die Aufgaben auf dem Schreibtisch, die alle „noch schnell“ erledigt werden müssen. Bei einigen Aufgaben ist das sicherlich der Fall, jedoch nicht bei allen. Hier kann es helfen, die Aufgaben genau zu priorisieren. Was muss ganz konkret noch vor Weihnachten erledigt werden, was hat Zeit bis Neujahr und welche Aufgaben können auch im neuen Jahr erledigt werden?
  • Keinen Perfektionismus! Eine zu perfektionistische Vorgehensweise ist das ganze Jahr über hinderlich, zum Jahresende hin kann man es sich jedoch am wenigsten leisten, wertvolle Zeit zu verlieren. Vielleicht können diese Wochen der Startschuss für eine effektivere Arbeitsweise sein, die auch als 80/20 Regel oder Paretoprinzip bekannt ist. Es besagt, dass man sich nicht an weniger wichtigen Teilaufgaben abarbeiten und in Details verlieren sollte und gibt Hinweise für ein effektiveres Vorgehen. Das lässt sich nicht auf jeden Arbeitsbereich übertragen, kann in vielen Fällen aber sehr hilfreich sein.

Tipps gegen Geschenke-Stress

Den größten Vorweihnachtsstress machen wohl die Geschenke. Es gibt einen regelrechten Geschenke-Kreislauf, in den sich alle eingebunden fühlen und der einen kollektiven Druck erzeugt. Man glaubt, die anderen erwarten Geschenke und bekommt selbst immer wieder überflüssigen Kram geschenkt.

Die Werbung lässt uns zudem glauben, es müsse alles immer größer, schöner und hochwertiger sein als im letzten Jahr. Weihnachten soll die Zeit der besonderen Geschenke sein, was häufig einfach nur: besonders teuer meint. Dabei verlieren wir aus dem Blick, dass viele von uns nicht mehr über Monate auf etwas Besonderes sparen müssen. Wir leisten uns das ganze Jahr über schöne Dinge und bezahlen sie häufig einfach auf Raten. 

Bei den Kindern gibt es ebenfalls einen unausgesprochenen Wettbewerb. Nach den Weihnachtsferien werden sie sich gegenseitig erzählen, was sie geschenkt bekommen haben. Der Gedanke daran setzt vielen Eltern jetzt schon unter Druck. 

Unsere Tipps gegen den Geschenke-Stress: 

  • Kein: „Wir schenken uns nichts“: Viele Paare packen unter dem Baum ein „Wir schenken uns nichts“ aus. Dieses Vorhaben funktioniert in den meisten Fällen nicht, denn man will wenigstens ein kleines Päckchen unter den Baum legen – Schenken macht schließlich Freude! Alle Geschenke zu verbannen ist in den seltensten Fällen eine Lösung, vor allem, weil auch die Verwandten dabei nur ungern mitmachen. Besser ist es, man wählt die Geschenke sorgfältig aus und fragt nach speziellen Wünschen.
  • Lieber ein: „Was wünschst du dir, was brauchst du?“ Bevor man Pläne für Geschenke macht, sollte man offen kommunizieren, wie man zum Thema Geschenke steht. Konkrete Wünsche für kleine Geschenke verhindern einerseits, dass man unnötige Sachen bekommt und nehmen Druck aus dem Kreislauf des Schenkens. 
  • Mit den Kindern offen sprechen: Nicht alle großen Wünschen können oder sollen erfüllt werden, und das ist nicht schlimm, sondern ganz normal. Der Wunschzettel kann voll beschrieben werden, die Wünsche sollten jedoch nach Wichtigkeit sortiert werden. Dann können Eltern ein oder zwei der Wünsche selbst realisieren und andere an die Verwandtschaft weitergeben oder für später notieren. 

Entschleunigen!

Ein großer Stressfaktor am Jahresende ist die Zeit. Viele haben das Gefühl, extrem unter Spannung zu stehen und nicht ausreichend Zeit für alles zu haben. Da hilft nur, ganz bewusst zu entschleunigen. Wir haben dafür Anregungen: 

  • Echte Weihnachtspost schreiben: Es ist nicht nur eine große Freude, anstelle einer unpersönlichen Massen E-Mail eine „echte“, selbst gestaltete Karte oder einen Brief zu bekommen – es entschleunigt einen selbst auch sehr, solche Post zu schreiben und zu verschicken. Während man über den Zeilen sitzt, denkt man an die andere Person, überlegt sich Gemeinsamkeiten, auf die man Bezug nehmen kann und formuliert seine Worte sorgfältig. Dadurch kommt man innerlich zur Ruhe.
  • Zeit für Pausen einplanen: Niemand kann durchgehend Leistung bringen, erst recht nicht, wenn so viele Dinge auf einmal anstehen. Es ist notwendig, immer mal eine Pause einzulegen, ein Bad zu nehmen und manche Aufgaben zu delegieren. 

Kein Stress in der Küche!

Ja, der Kuchen für den Basar in Kindergarten oder Schule darf ein gekaufter sein, und eine Sorte Plätzchen reicht aus. Nicht jede Frau ist eine geborene Bäckerin oder hat viel Freude an diesen Tätigkeiten. Es muss weder alles perfekt sein noch muss man alles alleine machen. Hier ist eine schöne Anregung gegen Stress in der Küche:

Gemeinsam statt einsam in der Küche: Anstatt sich dem Druck auszusetzen, für die Weihnachtsgesellschaft ein perfektes Festmahl aufzufahren und viele Stunden allein in der Küche zu verbringen, kann man in diesem Jahr einfach mal zusammen kochen! Natürlich muss sich nicht die ganze Verwandtschaft in der Küche tummeln, doch ein paar Freunde oder Familienmitglieder haben bestimmt ebenfalls Spaß daran, sich gemeinsam um die kulinarische Versorgung zu kümmern. Die zusammen verbrachte Zeit ist ohnehin das Beste an der Weihnachtszeit. Wenn alle Arbeit erledigt, die Geschenke eigepackt und das Menü vorbereitet ist, dann wird einem wieder bewusst, wie wertvoll die Menschen in der Umgebung sind. Ob es sich um „echte“ Verwandte oder Freunde handelt, ist dabei nur nebensächlich. Hauptsache, man ist zusammen. 

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