23. Oktober 2020
Uhrenmarken mit Tradition

Uhrenmarken mit Tradition

Jede Uhr erzählt ihre eigene Geschichte. Doch nicht nur die Uhr selbst, sondern häufig auch die jeweiligen Marken können auf eine lange Tradition zurückschauen. Einige der traditionsreichsten Marken werden hier vorgestellt.

Armbanduhr
© Pixabay/Free-Photos
Armbanduhren sind auch ein Modestatement

Die wohl bekannteste Uhrenmarke der Welt

Es ist der wahrscheinlich am häufigsten im Zusammenhang mit Uhren und insbesondere mit Sammleruhren genannte Markenname - ROLEX. Die Geschichte des Unternehmens geht auf den Emigranten Hans Wilsdorf zurück, der 1905 nach London auswanderte und mit seinem Schwager die Firma "Wilsdorf & Davis" gründete. Wilsdorf hatte seinen ersten Kontakt mit der Herstellung von Uhren bereits 1900 in La Chaux-de-Fonds, einer Schweizer Stadt, die hauptsächlich aufgrund der dort ansässigen Uhrenproduktionen bekannt wurde. 1908 wurde schließlich der Markenname "ROLEX" beim Londoner Patent- und Markenamt registriert - der Beginn, einer außergewöhnlichen Marke.

1926 stellte ROLEX mit dem Uhrenmodell "Oyster" eine Weltneuheit vor: die erste wasserdichte Uhr. Die Uhr erlangte spätestens 1927 große Bekanntheit, als die Londoner Sekretärin Mercedes Gleitze als erste Engländerin versuchte, den Ärmelkanal komplett zu durchschwimmen. Für diesen Anlass schenkte ihr Wilsorf eine Oyster, die Gleitze den gesamten Versuch über trug.

Neben wasserdichten Uhren produzierte ROLEX zudem Zeitmesser für Forscher, Entdecker oder Bergsteiger. So wurden etwa bei der Erstbesteigung des Mount Everest Rolex-Uhren getragen.
Bis heute steht ROLEX für qualitativ hochwertige, langlebige und präzise Modelle. Die sowohl unter Sammlern als auch unter Laien beliebte Marke verfügt mittlerweile über 28 Niederlassungen mit über 4000 Uhrenmachern in circa 100 Ländern.

Omega - die vollendete Uhrenmarke

Eine der bekanntesten Uhrenmarken ist zweifellos "Omega". Omega ging aus einem Schweizer Uhrenbetrieb hervor, dass Louis Brandt 1848 errichtete und zunächst nur einzelne Uhrenteile herstellte. 1894 tauchte der Begriff Omega zum ersten Mal für ein Uhrenkaliber auf und deutete auch direkt auf den Selbstanspruch des Unternehmens hin: der Buchstabe Omega ist der letzte im griechischen Alphabet und bedeutet "Vollendung".

Omega erarbeitete sich über Jahrzehnt hinweg einen vortrefflichen Ruf und produzierte neben herkömmlichen Uhren auch professionelle Sport-, Flieger- und ab 1932 auch Taucheruhren. Seit diesem Jahr ist Omega außerdem offizieller Zeitabnehmer bei den Olympischen Spielen.

Viele Omega-Uhren, wie beispielsweise die Constellation oder De Ville gelten heute als unersetzbare Klassiker unter Sammlern. Als Aufsehen erregendste Uhr dürfte jedoch die Omega Speedmaster Porfessional genannt werden, die 1969 von der Apollo 11-Mission getragen wurde. Somit war die erste Uhr auf dem Mond eine Omega.

Über mehr als zwei Jahrhunderte hat sich Omega als langbewährte Uhrenmarke etabliert, deren Modelle insbesondere durch eine sehr präzise Zeitanzeige, innovative Vorstellungen und einen erhöhten Magnetfeldschutz auffallen.

Breitling als Produzent für die Royal Air Force

Eine weitere traditionsreiche Schweizer Uhrenmarke ist Breitling. Die 1884 von Leon Breitling in Saint-Imier gegründete Uhrenmarke spezialisierte sich vor allem auf die Herstellung von Chronographen. 1889 wurde das erste Patent für ein vereinfachtes Chronographen-Modell angemeldet.

Bereits ab 1936 belieferte Breitling die Royal Air Force mit Uhren, die speziell für Piloten produziert wurden und über schwarze Ziffernblätter mit Leuchtziffern verfügten. 1942 nutze zudem auch die US Army Air Force Uhren des Schweizer Uhrenunternehmens. 1952 folgte mit der Einführung der "Navitimer" ein Fliegerchronograph und 1958 die erste Taucheruhr des Unternehmens, die den Namen "Superocean" trug.

Heute stammen alle Uhren der Marke Breitling aus den Werken in La Chaux-de-Fonds oder Grenchen und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.
 

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