Strom sparen: 5 Fehler, die Sie viel Geld kosten

Strom sparen: 5 Fehler, die Sie viel Geld kosten

Der Strom kostet aktuell viel Geld. Ganz abstellen können wir ihn nicht, schließlich läuft kein Gerät mehr ohne. Wir verraten Ihnen aber, welche klassischen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten, um Strom und bares Geld zu sparen.

5 Fehler beim Stromverbrauch, die viel Geld kosten

Vor allem bei den aktuell in die Höhe schnellenden Strompreisen sollten Sie gut auf Ihren Verbrauch achten. Vermeiden Sie daher unbedingt diese fatalen Fehler, die Sie eine Menge Geld kosten.

1. Vermeintlich Geld sparen durch alte Geräte

Sie haben Ihren Kühlschrank seit 20 Jahren und er läuft noch? Die Anschaffung neuer Großgeräte ist zugegebenermaßen etwas, vor dem wir uns scheuen. Denn es ist erstmal in der Regel eine ordentliche Summe. Wer sich einen Neukauf von Großgeräten spart, weil er so seinen Kontostand schonen will, macht damit aber aktuell einen großen Fehler. Besonders alte Geräte sind große Stromfresser und reißen so auf Dauer ein Loch in Ihren Geldbeutel.

Ab 10 Jahren sollten Sie bei Großgeräten bereits über einen Neukauf nachdenken, da sich so sehr viel Strom sparen lässt. Auch der Austausch einer alten Heizungspumpe kann bis zu 90 Prozent an Strom sparen. Dieser Rechner der Verbraucherzentrale hilft beim Ausrechnen, ob sich ein neuer Kühlschrank für Sie lohnt >>

2. Stand-by verwenden

Zwar ist es besser, Elektrogeräte auf Stand-by zu schalten, als sie laufen zu lassen. Wirklich stromsparend ist es jedoch in der Regel nicht. Geräte im Stand-by-Modus dürfen nach EU-Vorgabe nicht mehr als 0,5 Watt verbrauchen – das gilt aber nur für neue Geräte und nicht, wenn sie an ein Netzwerk angeschlossen sind. Das bedeutet: Smart-TVs, Laptops und Konsolen, die mit dem Internet verbunden sind, dürfen selbst im Stand-by-Modus ordentlich Strom ziehen!

Am besten ist deshalb immer alles komplett auszuschalten! Tatsächlich handelt es sich bei unseren Unterhaltungsmedien um einen der größten Stromfresser im Haushalt, weshalb Sie unbedingt auf neue, effiziente Geräte setzen sollten und diese zusätzlich vollständig ausschalten sollten, sobald Sie diese nicht nutzen.

3. Normale Glühbirnen kaufen

Lampen sind unumgänglich zu jeder Jahreszeit und befinden sich fast überall: Deckenlampen, Stehlampen, Nachttischlampen, in der Küchenzeile, im Badezimmerspiegel und so weiter. Da kann schon mal einiges an Stromverbrauch zusammenkommen – selbst wenn wir darauf achten, die Lampe sofort nach Gebrauch wieder auszuschalten.

Hilfreich ist es hier, wenn Sie auf die Art des verwendeten Glühmittels achten. Die Unterschiede sind enorm: Während eine klassische Glühbirne 60 Watt verbraucht, benötigt die Energiesparlampe etwa nur die Hälfte mit 35 Watt. Noch stromsparender: Die LED-Lampe mit nur 7 Watt! Das Austauschen lohnt sich also gewaltig!

4. Küchengeräte unbedacht nutzen

Es klingt nach Banalitäten, aber die sparsame Nutzung von Elektrogeräten in der Küche kann einen großen Unterschied auf der Stromrechnung machen. Achten Sie vor allem bei Kühlgeräten, Spülmaschine und Herd darauf, stromsparend zu handeln. Das bedeutet:

  • Kühlschrank auf 7 Grad Celsius einstellen – bei einem Grad weniger steigt der Stromverbrauch schon unproportional um 6 Prozent.
  • Gefrierschrank auf - 18 Grad Celsius einstellen.
  • Türen von Kühlgeräten immer so schnell wie möglich schließen und so selten wie möglich öffnen.
  • Warme Speisen vor dem Reinstellen erst abkühlen lassen.
  • Abtauen, sobald sich Eis gesammelt hat.
  • Spülmaschine immer so voll wie möglich räumen.
  • Niedrigere Temperaturgänge der Spülmaschine spart Strom, trotzdem sie länger läuft.
  • Beim Kochen immer einen Deckel verwenden und dafür die Herdplatte runterregeln.
  • Wasser im Wasserkocher erhitzen ist schneller und stromsparender als im Topf.
  • Backen bei Umluft spart circa 15 Prozent Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze.
  • In der Regel können Sie beim Backen auf das Vorheizen verzichten und den Ofen außerdem früher ausmachen und die Speisen drinnen lassen und für ein paar Minuten nachgaren lassen.

5. Elektronische Heizalternativen verwenden

Die Gasversorgung ist bereits knapp und ab Herbst wird es für Verbraucher kritisch. Wer mit Gas heizt, überlegt sich deshalb jetzt schon Alternativen. Viele Heizgeräte wie elektrische Heizlüfter sind deshalb bereits ausverkauft. Experten warnen allerdings vor einem Trugschluss! Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen Ramona Pop sagt laut MDR: „Man spart mit Heizlüftern kein Geld, ganz im Gegenteil, man treibt die Stromrechnung in die Höhe. Hinzu kommt die Gefahr, dass die Stromverreilnetze überlastet werden, wenn massig Heizlüfter angeworfen werden.”

Die Bundesbehörde empfiehlt stattdessen Einsparungen beim Gasverbrauch. Schon wenige Grade kühler am Temperaturregler machen einen großen Unterschied im Endverbrauch. Auch kürzere Duschen und etwa ein professioneller Heizungscheck können Kosten sparen.

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