Gefakte Werbekampagne Yvonne Catterfeld ist wütend

Nun hat es also auch Yvonne Catterfeld erwischt. Die 39-jährige Sängerin, die mit dem von Dieter Bohlen produzierten Song „Für dich“ im Jahr 2003 den musikalischen Durchbruch feierte, hat bereits per Instagram klargestellt, dass sie nichts mit der Kryptowährung Bitcoin zu tun hat. Stößt man also auf eine Anzeige eines Bitcoin-Unternehmens, das mit dem Gesicht von Catterfeld wirbt, so sollte man die Finger davon lassen. „Achtung! Alles Fake“, so die Sängerin.

Coin Yvonne Catterfeld ist wütend © Pixabay/Mohamed Hassan

#absolutescheisse: Catterfeld und der erfundene Sonderbericht

Aufgrund der Tatsache, dass der Bitcoin in den letzten Monaten von 3.000 US Dollar auf knapp 14.000 US Dollar geklettert ist, stieg auch das Interesse der Kleinanleger. Schlussendlich kann man mit den klassischen Sparprodukten keine Gewinne mehr einfahren - ganz egal, ob es sich um das Sparbuch oder das Tagesgeld handelt. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat die traditionellen Produkte, die vor ein paar Jahren noch den Markt beherrscht haben, unbrauchbar werden lassen. Sucht man nach einer Alternative, so wird man sehr wohl auf den Bitcoin stoßen. Doch wie gefährlich ist eine Investition in die Kryptowährung?

Wenn schon prominente Gesichter, wie etwa Yvonne Catterfeld, dafür werben, kann es sich schlussendlich nur um ein gewinnbringendes Investment handeln - oder etwa nicht? Auf Instagram hat die 39-jährige Sängerin nun Stellung bezogen und einen Screenshot gepostet, der einen „Sonderbericht“ zeigt. „Die jüngsten Investitionen von Yvonne Catterfeld haben die Experten beunruhigt und die großen Banken zittern lassen“ - die von Catterfeld gesetzten Hashtags zeigen sofort, dass die reißerische Schlagzeile erfunden ist. So hat sie das Posting mit den Hashtags #fakewerbung, #betrug und #absolutescheisse geschmückt. 

„Das dargestellte Interview hat es nie gegeben. Zu keiner Zeit habe ich eine der dort abgedruckten Aussagen getätigt“, so die Sängerin. Natürlich sind auch die Follower empört. Schlussendlich ist bis zum heutigen Zeitpunkt auch nicht klar, wie viele ihrer Fans in die „Bitcoin-Falle“ getappt sind. Catterfeld hofft, dass die „unmögliche Sache“ schnell vom „Tisch ist“. Die Sängerin hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet. 

Fotocredit: Pixabay/geralt

Auch Bohlen, Jauch und Thelen haben schon für den Bitcoin Werbung gemacht

Aber nicht nur Yvonne Catterfeld musste sich bereits über die unerlaubte Werbung ärgern - auch Dieter Bohlen hat schon einmal für ein Bitcoin-Unternehmen geworben. Das „Deutschland sucht den Superstar“-Jurymitglied hat ebenfalls über Instagram klargestellt, dass er nichts damit zu tun hat. „Ich habe keine Bitcoins und ich handle auch nicht mit Bitcoins. Fallt ja nicht auf diese Betrügerfirmen rein. Das ist alles Fake!!!“, so der Pop-Titan. 

Weitere Prominente, die bereits für den Bitcoin „geworben“ haben, waren unter anderem „Wer wird Millionär“-Moderator Günther Jauch oder auch das „Die Höhle der Löwen“-Jurymitglied Frank Thelen.

Warum immer wieder prominente Gesichter herangezogen werden? Hier handelt es sich um Clickbait. Das bedeutet, dass es ein bekanntes Gesicht und eine Erfolgsstory gibt - der Leser soll so überzeugt werden, den Link anzuklicken. Dann landet er auf einer Webseite, die das Design eines bekannten Nachrichtenportals hat - jedoch ist der Text, der dann zu lesen ist, frei erfunden. Es handelt sich nicht um Nachrichten, sondern um klassischen „Fabricated Content“.

Warum die Gefahren nicht unterschätzt werden sollten 

Wer Bitcoin kaufen will, der muss besonders vorsichtig sein. Nicht nur, dass der Markt ausgesprochen volatil ist, gibt es auch genügend „schwarze Schafe“. Immer dann, wenn das gefahrlose Investment und der schnelle Reichtum versprochen werden, sollte man die Finger davon lassen. Ist man unsicher, ob es sich um einen seriösen Anbieter oder um einen Betrüger handelt, ist es ratsam, im Internet nach Erfahrungsberichten zu suchen. Stellt man fest, dass die Anzahl der negativen Berichte überwiegt, sollte man sich nach einem anderen Anbieter umsehen.

Auch die Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn es genügend Analysten wie Experten gibt, die davon überzeugt sind, dass der Höhenflug des Bitcoin auch im kommenden Jahr weitergeht, darf man vielversprechende Ausblicke nie als Gewinngarantie verstehen. Unerwartete Ereignisse können immer wieder für eine Trendumkehr sorgen. 
 

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