So wird das Weihnachtsfest nachhaltiger

So wird das Weihnachtsfest nachhaltiger

In unserem Alltag sind wir ständig von Plakaten, Werbespots und Internetanzeigen umgeben. Überall erscheinen neue Trends auf dem Markt, die uns dazu animieren Dinge zu kaufen, die schon nach kurzer Zeit wieder in der Ecke liegen bleiben und in Vergessenheit geraten. Unsere Konsumgesellschaft und die Werbeindustrie sorgen dafür, dass die Menschen in immer kürzerer Zeit immer mehr haben wollen und ihr Kaufverhalten massiv beeinflusst wird.

Weihnachtsgeschenke
© Unsplash/Mel Poole

Doch leider werden wir auch zunehmend mit Problemen, wie dem Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit, konfrontiert, welche nicht zuletzt durch unsere Kaufentscheidungen bedingt werden. Gerade in der Weihnachtszeit neigen wir dazu, viel zu viel Geld für Dinge auszugeben, die wir eigentlich nicht benötigen. Hinzu kommen Geschenkverpackungen, der Weihnachtsbaum, die Dekoration und nicht zu vergessen das Festessen, welche üblicherweise viel Müll und einen schlechten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Daher ist es wichtig, dass wir unser eigenes Verhalten hinterfragen und zukünftig auf nachhaltigere Alternativen umschwenken. Diese zwei Ideen lassen sich bereits dieses Jahr ganz einfach umsetzen:

Alternativer Weihnachtsbaum

Leider sind Weihnachtsbäume, die in deutschen Plantagen angebaut werden, alles andere als umweltschonend. Obwohl sie nach der Weihnachtszeit biologisch abbaubar sind, schaden sie erheblich der Umwelt und können sogar die eigene Gesundheit beeinflussen. In Deutschland ist vor allem die Nordmanntanne, aufgrund ihrer abgerundeten Nadeln und ihrer Langlebigkeit, besonders beliebt als Weihnachtsbaum.

Allerdings stammt dieser Baum ursprünglich nicht aus unseren Breitengraden, weshalb er mit einer Kombination aus Insektiziden, Pestiziden und Fungiziden behandelt werden muss, um in den Plantagen zu überleben und eine möglichst hübsche Form anzunehmen. Dementsprechend schaden die Stoffe nicht nur wichtigen Insekten, sondern auch anderen Pflanzen und dem Boden. Zudem verbraucht der Anbau große Mengen an natürlichen Ressourcen, nur um die Bäume letztendlich wieder abzuholzen.

Als hübsche und nachhaltige Alternative zu dem traditionellen Weihnachtsbaum eignet sich vor allem das Upcycling von alten Holzlatten. Diese können zurechtgeschnitten, abgeschliffen und so übereinander gestapelt werden, dass sie die dreieckige Form eines Baumes ergeben. In der Mitte werden sie nun noch durch eine Stange miteinander verbunden, sodass sich die einzelnen Latten beliebig in alle Richtungen drehen lassen. Mit Weihnachtskugeln und ein wenig Dekoration geschmückt ist der alternative Weihnachtsbaum fertig und kann in den nächsten Jahren immer wieder verwendet werden.

Minimalistische Weihnachtsgeschenke

In den meisten Familien sorgt die Diskussion, um die richtigen Weihnachtsgeschenke jedes Jahr für Anspannung. Dabei wird fast die Hälfte aller Gaben gar nicht oder nur kurzzeitig benutzt und schnell wieder entsorgt. Zusätzlich werden sie in buntes Geschenkpapier oder in Geschenktüten gehüllt, welche nach dem Auspacken direkt als Müll in der Tonne landen und aufgrund ihrer Verarbeitung nicht recycelt werden können.

Vor allem, wenn es um Geschenke für Frauen zu Weihnachten geht, greifen viele auf kurzweilige Modetrends und Accessoires zurück. Anstatt jedoch günstige Fast Fashion und Modeschmuck aus billigen Materialien zu verschenken, kann man jedoch auch auf umweltschonend und fair produzierte Artikel zurückgreifen. Diese sind zwar üblicherweise etwas teurer, haben jedoch meistens ein zeitloses Design und eine hohe Qualität. Dadurch können sie viel länger und zu verschiedenen Anlässen getragen werden. Dementsprechend ist es nachhaltiger, lieber weniger, dafür aber hochwertige und umweltschonend produzierte Artikel zu verschenken. Denn auch hier gilt: Weniger ist mehr.

Eine günstige Alternative dazu bietet auch der Kauf von Secondhand-Artikeln. Oftmals finden sich in solchen Läden oder auch im Internet bekannte Marken und sogar unbenutzte Ware, die zu günstigen Preisen verkauft wird. Die Stücke sehen dabei nicht nur neu aus, sondern bleiben durch die Weitergabe in einem längeren Kreislauf und werden nicht unnötig entsorgt.

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