18. Mai 2021
6 Gründe, warum Ihr Saatgut nicht keimen will

6 Gründe, warum Ihr Saatgut nicht keimen will

Nicht immer wird aus dem kleinen Samen eine Pflanze. Doch woran liegt das eigentlich und was können Sie dagegen tun? Das verraten wir Ihnen hier!

Die Anzuchtschale steht, die Töpfchen sind mit Erde befüllt und das Saatgut hat es sich in der Erde bequem gemacht. Jetzt heißt es geduldig sein. Doch obwohl wir wirklich alles richtig gemacht haben, wollen die Samen oft nicht anfangen zu sprießen. Für Hobbygärtner eine ziemlich frustrierende Situation. Denn in die Aufzucht von Blumen, Pflanzen und Co. werden nicht selten viel Zeit und Liebe gesteckt. Damit es in Zukunft nicht mehr so weit kommt, legen wir Ihnen unsere 6 Tipps ans Herz.

6 Gründe, warum Ihr Saatgut nicht keimen will

1. Das Saatgut ist alt

Was viele nicht wissen: Auch Saatgut hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum! Ist es überschritten, kann sich das auf die Keimfähigkeit der Samen auswirken. Behalten Sie daher unbedingt im Blick, wie lange Ihr gekauftes Saatgut für Blumen, Obst und Gemüse wirklich haltbar ist. Samen von Knoblauch, Pastinaken und Schnittlauch halten sich beispielsweise nur etwa ein Jahr - Möhren zwei. Fenchel, Spinat und Sellerie bis zu drei. Bohnen, Feldsalat und Radieschen sogar bis zu vier. Das Saatgut von Tomaten, Gurken oder Kürbis kann sogar nach fünf Jahren noch verwendet werden. 

Tipp: Mit einer sogenannten Keimprobe können Sie ganz einfach herausfinden, ob Ihre Samen überhaupt noch keimfähig sind. Legen Sie hierfür ca. 20 Samen auf ein angefeuchtetes Küchenpapier. Rollen Sie dieses auf und geben Sie es in einen verschließbaren Gefrierbeutel mit kleinen Löchern. Alternativ können Sie das Saatgut auch in eine Schale geben und diese mit Frischhaltefolie bespannen. Wichtig ist, dass das Küchentuch gleichmäßig durchfeuchtet ist. Außerdem sollten Sie die Keimprobe an einem sonnigen Platz durchführen.

2. Falsche Lagerung

Auch die Lagerung ist dafür entscheidend, ob Sie sich schon bald an neuen Pflänzchen erfreuen können. Die Samenpäckchen sind am besten an einem dunklen Ort bei mäßiger Luftfeuchtigkeit aufgehoben. Zu warm sollte es nicht sein - Temperaturen zwischen maximal null und zehn Grad Celsius sind ideal. Achten Sie außerdem darauf, dass das Saatgut in einer luftigen Verpackung gelagert wird. Von Gefrierbeuteln sollten Sie lieber die Finger lassen. Gerade noch nicht ganz durchgetrocknete Samen könnten sonst von Schimmel befallen werden. Ihre Samen sind bereits gut durchgetrocknet? Dann dürfen Sie in Vorratsgläsern mit Schraubverschluss oder einer Dose gelagert werden.

3. Falsches Substrat

Gerade dem Saatgut wollen wir möglichst viel Gutes tun, damit daraus schnell kleine Pflänzchen werden. Doch das ist nicht immer von Vorteil. Damit die Samen keimen, ist gelockerte, fein krümelige Erde mit einem hohen Humusanteil und niedrigem Nährstoffgehalt ideal. Doch wären Nährstoffe nicht gerade beim Saatgut angebracht? Nein. Denn je weniger die Samen mit Nährstoffen in Kontakt kommen, desto kräftiger entwickeln sie sich auch.

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4. Die Temperatur

Gerade im Freien ist die Temperatur für das Aussäen des Saatgutes von entscheidender Bedeutung. Keimt das Saatgut kaum oder gar nicht, kann das an einem zu kalten Boden liegen. Saatgut wird bei zu niedrigen Temperaturen zudem oft von Unkraut überwuchert, vermodert im Boden oder wird von Pilzen befallen. Warten Sie - je nachdem, welche Blumen- oder Gemüsesorte sie aussäen wollen - lieber noch ein, zwei Wochen länger. Denn der Frühling und seine Temperaturen sind ganz schön tückisch! Die optimale Keimtemperatur sollte zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegen.

Auch Trockenheit kann dazu führen, dass das Saatgut nicht keimt. Das Beet oder die Anzuchttöpfe sollten daher immer gleichmäßig feucht sein. Haben Ihre Samen bereits ausgetrieben, aber nicht genügend Wasser bekommen, sterben sie ab. 

5. Die falsche Aussaattiefe

Bei der Aussaattiefe sollten Sie folgende Faustregel beachten: Je feiner das Saatgut, desto flacher muss es auch ausgesät werden. Ansonsten schaffen die Keimlinge den Weg an die Oberfläche nicht. Große Samen können Sie ruhig tiefer einpflanzen. Werden sie zu flach ausgesät, sind sie das gefundene Fressen für Vögel aller Art. Orientieren Sie sich für die optimale Aussaattiefe auch immer an den Vorgaben des Herstellers. Diese finden Sie normalerweise auf der Saatgut-Verpackung.

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6. Falsch verwendete Aussaathilfen

Aussaathilfen wie Saatbänder und Saatscheiben aus Zellstoff sind ziemlich praktisch. Gerade dann, wenn Sie eine größere Fläche bepflanzen möchten. Doch auch hier kann einiges schieflaufen. Bänder und Scheiben müssen gut durchfeuchtet sein, bevor sie mit Erde bedeckt werden. Damit die kleinen Wurzeln genügend Halt finden, sollte die Erde zudem gut befeuchtet sein und etwas angedrückt werden.

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