Bei richtigem Umgang: Glücklicher leben mit Hund

Studien belegen, dass das Zusammenleben mit Hunden glücklich macht. Doch was ist bei der Hundehaltung zu beachten? Wie hoch sind die Kosten? Tierheim oder Zucht? Und ist jeder für das Leben mit einem Hund geeignet?

Photo by Berkay Gumustekin on Unsplash Glücklicher leben mit Hund © Photo by Berkay Gumustekin on Unsplash

Mit einem Hund leben heißt nicht zwingend ein Hundeleben

Hunde können regelrechte Motoren guter Laune sein. Sie begrüßen einen stets euphorisch an der Tür, sind oft wahre Kuschelmonster und stehen ihren Herrchen und Frauchen in schweren Zeiten zur Seite. Die Freude eines Hundes löst durch Spiegelneuronen eine ähnliche Freude bei ihren Haltern aus. Konkret ist für das Glücksgefühl die Ausschüttung von Serotonin verantwortlich, und es verbessert langfristig die Stimmung.

Auch das etwas ruhigere Kuscheln mit Hunden hat positive psychologische Effekte. Durch den Kontakt schüttet der menschliche Körper das „Kuschelhormon“ Oxitocin aus. Oxitocin beruhigt angespannte Nerven und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe. Auch das vermeintlich lästige Gassigehen kann so ein richtiger Glücksbrunnen sein.

Ausgedehnte Spaziergänge regen den Kreislauf an, und durch den Aufenthalt im Grünen wird so manch einer gelassener und regeneriert dank des Abstandes zum hektischen Alltag Konzentrationsfähigkeit und Energie. Zusätzlich kann man mit Hunden prima Laufen gehen und sich dank nimmermüder Unterstützung gar auf den nächsten Marathon vorbereiten.

Doch trotz dieser unbestreitbaren Vorteile für Körper und Geist ist nicht jeder Mensch zum Leben mit einem Hund geeignet. Hunde haben Ansprüche, brauchen Zuwendung und jede Menge Zeit. Folglich sollte man sich bei der Entscheidung für ein Leben mit Hund gut überlegen, ob man diese Ansprüche auch erfüllen kann. Denn nicht nur der Mensch, auch der Hund hat Bedürfnisse, um glücklich zu sein.

Welche Kosten und Pflichten kommen auf Hundehalter zu?

Mit der Anschaffung eines Hundes erhalten nicht nur Freude und Spiel Einzug in das Leben ihrer Besitzer. Es tun sich auch eine Reihe von Kosten und Pflichten auf, die vor der Aufnahme eines Hundes beachtet werden sollten.

  • Hundesteuer

Hunde müssen in Deutschland gemeldet werden. Zusätzlich wird eine Hundesteuer erhoben, die von Landkreis zu Landkreis variieren kann. Im Schnitt beträgt sie 50 € - 100 € pro Hund und kann bei gelisteten, also als potentiell gefährlich angesehen Hunden, in einigen Städten bis zu 1.000 € betragen.

  • Hundeversicherung

Hunde haben ihren eigenen Kopf und können mal die Schuhe eines Bekannten zerkauen oder im schlimmsten Fall auf die Straße laufen und einen großen Unfall verursachen. Daher lohnt sich der Abschluss einer Hundehaftpflicht, die man ab 30 € pro Jahr bekommen kann. Zusätzlich ist in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

  • Hundeführerschein

Je nach Bundesland müssen Hundehalter einen Hundeführerschein besitzen. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland wird ein Hundeführerschein bei gelisteten Hunden verlangt, während das Land Niedersachsen diesen sogar für alle Hunderassen einfordert.

  • Tierarzt

Hunde können krank werden und brauchen dann natürlich ärztliche Fürsorge. Ein Tierarztbesuch kann bei einem einfachen Darminfekt 30 € kosten, bei komplizierten Operationen sogar Tausende von Euros. Zusätzlich gibt es zwischen 50 € und 100 € Schutzimpfungen für Hunde, die in Deutschland jedoch nicht verpflichtend sind, allerdings bei Reisen ins Ausland verlangt werden können. Ein Glück gibt es in puncto Auswahl aber keine Probleme bei über 11.000 praktizierenden Tierarztkliniken in Deutschland.

Wie und wo findet man den richtigen Hund?

Hunde kommen in allen möglichen Größen und Farben daher. Auch im Charakter unterscheiden sich Hunde von Rasse zu Rasse, teils sogar ziemlich extrem. Daher ist es wichtig, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen, bevor die Entscheidung für einen bestimmten Hund bzw. eine Hunderasse gefällt wird.

  • Reicht der Wohnraum für das Leben mit einem großen Hund aus oder ist es sinnvoller, einen kleinen Hund in die eigenen vier Wände einziehen zu lassen? Aber Achtung: Auch manch größere Hunderassen sind träge, hingegen auch so manch kleiner Hund viel Auslauf und Bewegung einfordert. Daher auch die Frage:
  • Wie aktiv ist der Hund, wie viele Stunden Auslauf pro Tag braucht er?
  • Ist der Hund anspruchsvoll und muss er mental gefördert werden oder reichen ihm ausgedehnte Spaziergänge und das Kuscheln auf dem Sofa?

Sobald diese Fragen geklärt sind, kann man zur Tierrettung, ins Tierheim oder auch zum Züchter gehen, sich einen passenden Hund vermitteln lassen und den neuen besten Freund im eigenen Leben willkommen heißen.

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