Die Anschlussfinanzierung So sichern Sie sich günstige Zinsen

Das Traumhaus ist gefunden, die erste Finanzierung ist abgeschlossen, der Umzug ist geplant! Nun freuen Sie sich auf den Umzug in Ihr neues Zuhause. Vielleicht haben Sie sich mit der ganzen Familie für ein Häuschen im Grünen entschieden, unter Umständen ziehen Sie in eine moderne Wohnung in bester Citylage. Zu diesem Zeitpunkt verschwenden Sie vermutlich keinen Gedanken daran, dass Ihre heutige Finanzierung irgendwann endet. Trotzdem lohnt es sich, nach der ersten Phase der Begeisterung für Ihre neue Bleibe an eine Anschlussfinanzierung zu denken. Sie muss genauso sorgfältig vorbereitet werden wie Ihre Erstfinanzierung. Alles was Sie zum Thema Anschlussfinanzierung wissen müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Frau am Fenster So sichern Sie sich günstige Zinsen © iStock

Was versteht man unter einer Anschlussfinanzierung?

Ihre erste Finanzierung haben Sie über eine feste Laufzeit abgeschlossen. Sie haben mit Ihrer Bank eine Sollzinsbindung vereinbart. Selbst wenn sich das Marktumfeld gravierend ändert, bleiben Ihre Zinsen in diesem Zeitraum konstant. Haben Sie zum Beispiel vor fünf Jahren eine Baufinanzierung mit einer Sollzinsbindung von zehn Jahren abgeschlossen, muss Ihre Bank an dem damals zugesagten Zins festhalten. Sind die Kreditzinsen am Markt in der Zwischenzeit gestiegen, profitieren Sie davon, denn die Kosten Ihrer Finanzierung bleiben davon unberührt. Sind die heutigen Kreditkosten niedriger als vor fünf Jahren, bleibt Ihr Finanzierungszins weiterhin auf dem ursprünglich vereinbarten Niveau. Die Zinsbindung gibt Ihnen also ein hohes Maß an Planungssicherheit. Endet Ihre Zinsbindungsfrist, bleibt vermutlich noch eine Restschuld bestehen. Die wenigsten Darlehensnehmer schaffen es, ihre Finanzierung schon zum Ablauf der ersten Zinsbindung vollständig zu tilgen. Für diese Restschuld benötigen Sie eine Anschlussfinanzierung. Natürlich müssen Sie sich nach zwei bis drei Jahren in Ihrem neuen Zuhause noch nicht mit den Möglichkeiten einer Anschlussfinanzierung beschäftigen. Trotzdem lohnt es sich, frühzeitig Informationen darüber einzuholen, was nach dem Ablauf der Zinsbindung geschieht. Dadurch haben Sie die Chance, sich rechtzeitig die besten Zinsen zu sichern und die Kosten für Ihren Baukredit nachhaltig zu senken. Was also muss man zu einer Anschlussfinanzierung wissen?

Welche Optionen haben Sie nach dem Ende der Zinsbindung?

Für Sie als Darlehensnehmer ergeben sich zum Ablauf der Sollzinsbindung drei Alternativen: die Prolongation, die Umschuldung und das Forward-Darlehen. Alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile, die Sie gut gegeneinander abwägen sollten, bevor Sie sich für Ihren Favoriten entscheiden.

Unter einer Prolongation versteht man die Fortführung Ihres alten Kredits bei Ihrer heutigen Bank. Dabei können die Konditionen neu verhandelt werden. In der Regel unterbreitet Ihnen Ihre Bank rund sechs Monate vor dem Ablauf der Zinsbindungsfrist ein neues Angebot für die Verlängerung Ihrer Baufinanzierung. Zu diesem Zeitpunkt sind Sie als Darlehensnehmer in einer recht komfortablen Situation, die Sie nicht unterschätzen sollten. Haben Sie die Erstfinanzierung bei Ihrer Hausbank abgeschlossen, sind Sie dort bestens bekannt. Der Bankberater kennt Ihr regelmäßiges Einkommen. Er weiß, dass Sie Ihren Kredit in der Vergangenheit zuverlässig bedient haben. Deshalb möchte man Sie ungern an die Konkurrenz verlieren. Ihre Bank wird Ihnen vermutlich veränderte Konditionen für die Fortführung Ihrer Finanzierung anbieten. Vergleichen Sie diese Konditionen unbedingt mit dem aktuellen Marktzins, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie sich Ihre Hausbank im Verhältnis zu anderen Kreditgebern positioniert. Häufig gelingt es, die Zinsen bei Ihrer heutigen Bank bei Vorlage eines Alternativangebots erheblich zu senken.

Die Umschuldung steht für den Wechsel zu einer anderen Bank. Sie schulden Ihre heutige Finanzierung also auf einen anderen Bankpartner um. Diese Variante ergibt sich oft, wenn Sie das Angebot Ihrer Hausbank mit den Konditionen anderer Geldgeber vergleichen. Die Banken stehen untereinander in einem lebhaften Wettbewerb um zahlungskräftige Kunden. Als Darlehensnehmer mit einem festen Einkommen gehören Sie zur bevorzugten Klientel. In der Vergangenheit haben Sie bei Ihrer Erstfinanzierung bereits bewiesen, dass Sie Ihre Kreditraten zuverlässig zurückzahlen. Das ist nicht nur für Ihre Hausbank wichtig, sondern auch für andere Anbieter. Zögern Sie deshalb nicht, zwei bis drei Angebote von weiteren Kreditgebern einzuholen, um diese mit Ihrer Hausbank zu vergleichen. Vermutlich sind Sie überrascht, wie hoch die Ersparnis bei einer durchdachten Anschlussfinanzierung ausfällt.

Das Forward-Darlehen ist ebenfalls eine Option, die Sie nach Ihrer Erstfinanzierung prüfen sollten. Unter einem Forward-Darlehen versteht man den Abschluss einer Finanzierung bis zu 60 Monate vor dem Ende Ihres heutigen Darlehens. Ihre Bank sichert Ihnen dadurch die Konditionen für Ihre Folgefinanzierung heute schon zu, so dass Sie von Zinsänderungen am Markt nicht betroffen sind. Mit der Rückzahlung Ihres Forward-Darlehens beginnen Sie nach dem Ablauf Ihrer Erstfinanzierung zum vereinbarten Zeitpunkt. Ein Forward-Darlehen bietet sich an, wenn Sie von dem aktuell sehr attraktiven Zinsniveau profitieren wollen und wenn Sie sich diese Zinsen schon heute sichern wollen. Für diesen frühzeitigen Abschluss Ihrer Folgefinanzierung verlangt Ihre zukünftige Bank einen Zinsaufschlag. Dieser ist allerdings in Anbetracht der niedrigen Zinsen in der Regel zu verschmerzen und fällt kaum nennenswert ins Gewicht. Deshalb lohnt es sich, das Forward-Darlehen als Option für Ihre Anschlussfinanzierung in die engere Wahl einzubeziehen.

Wie finden Sie Ihre perfekte Anschlussfinanzierung?

Im Prinzip gehen Sie bei Ihrer Folgefinanzierung genauso vor wie bei Ihrem ersten Darlehen: Sie überlegen sich, wie Ihre perfekte Finanzierung aussehen soll, und Sie vergleichen die Angebote. Bedenken Sie dabei, dass sich die Bedingungen für Ihren neuen Kredit im Vergleich zu Ihrer ersten Finanzierung unter Umständen verändert haben. Überlegen Sie in Ruhe, wie sich Ihre finanzielle Situation heute darstellt. Haben Sie eine deutliche Gehaltserhöhung erhalten, sodass Sie Ihre Tilgung anheben könnten? Ist Ihr Partner nach einer Babypause ins Berufsleben zurückgekehrt? Möchten Sie in absehbarer Zeit nur noch Teilzeit arbeiten und verdienen dann weniger Geld? Sind Sie an kostenfreien Sondertilgungen interessiert, damit Sie schneller wieder schuldenfrei sind? Oder wollen Sie sich die Flexibilität Ihrer Finanzierung erhalten und wünschen sich deshalb die Option, die Tilgung während der Laufzeit anzupassen? Sobald Sie sich Gedanken gemacht haben, was Sie von Ihrem zukünftigen Darlehen erwarten, steht ein Kreditvergleich an.

Wie führen Sie einen Zinsvergleich durch?

Beim Vergleich der Bankangebote geht es nicht nur um die Zinsen. Sie stehen für die Kosten Ihrer Finanzierung und wollen deshalb unbedingt berücksichtigt werden. Ebenso wichtig sind die Bedingungen, die Sie selbst an Ihre Finanzierung stellen. Das optimale Angebot für Ihre Anschlussfinanzierung ist durch günstige Zinsen gekennzeichnet. Außerdem soll es zu Ihren individuellen Möglichkeiten und Wünschen passen. Ein Darlehensvergleich zeigt, welche Bank das Angebot vorlegt, das Ihren Vorstellungen am besten entspricht.

Einen ersten Überblick über passende Anbieter verschaffen Sie sich mit Hilfe eines Zinsrechners. Es gibt im Internet einige gute Online-Vergleichsrechner, die Sie dazu nutzen können. Sie geben Ihnen mit wenig Aufwand innerhalb von ein paar Minuten eine fundierte Übersicht über die Banken, die als Ihr zukünftiger Partner in Frage kommen. Schauen Sie sich die Zinsen und die Konditionen genau an und achten Sie auch auf die Details. Danach ist es an der Zeit für eine unabhängige Beratung bei einem Fachmann für Baufinanzierungen. Hier wird Ihre gewünschte Anschlussfinanzierung auf Herz und Nieren geprüft, um den Anbieter herauszufinden, der optimal zu Ihnen passt.

Was bringt eine Beratung für Baufinanzierungen?

Experten für Baufinanzierungen sind darauf spezialisiert, ein durchdachtes Konzept zu entwickeln, das den finanziellen Möglichkeiten des Darlehensnehmers optimal entspricht. Vor allem aber stehen Spezialisten wie die Berater von Baufi24 im ständigen Kontakt mit den besten Banken in ganz Deutschland, deren tägliches Geschäft die Finanzierung von Wohneigentum ist. Für Sie als Darlehensnehmer hat eine neutrale Beratung für Ihre Immobilienfinanzierung mehrere entscheidende Vorteile. Zum einen hat Ihr Berater den einen oder anderen Tipp, um Ihren Kredit genau nach Ihren Wünschen zu gestalten. Zum anderen weiß er auch, welche Bank vor diesem Hintergrund optimal zu Ihnen passt. Dabei spart eine Beratung beim Experten Zeit und Nerven, denn er kann aufgrund seiner Erfahrung schon im Vorfeld den einen oder anderen Kandidaten für Ihre Anschlussfinanzierung ausschließen. Ein großer Pluspunkt des Beraters ist seine Neutralität, denn er darf Sie objektiv beraten und ist nicht dazu verpflichtet, den Vertrag bei einer bestimmten Bank abzuschließen. So haben Sie die Sicherheit, eine günstige Anschlussfinanzierung zu finden, die genau zu Ihren Wünschen passt und die Sie langfristig sicher in Ihr bezahltes Traumhaus bringt.

Fazit: Eine sorgfältige Vorbereitung sichert günstige Anschlusszinsen

Unabhängig von der Höhe Ihrer bisherigen Darlehenszinsen haben Sie heute gute Chancen, die Kosten für Ihre Anschlussfinanzierung zu reduzieren. Überlegen Sie sich zuerst, wie Ihre neue Finanzierung aussehen soll. Lassen Sie sich danach von einem Experten für Baufinanzierungen beraten. So finden Sie mit einem überschaubaren Aufwand eine gute und günstige Anschlussfinanzierung.

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