22. Juni 2021
So überleben Pflanzen die Urlaubszeit unbeschadet

So überleben Pflanzen die Urlaubszeit unbeschadet

Gerade die Urlaubszeit bereitet vielen Pflanzenfreunden große Sorgen. Muss sie aber gar nicht! Denn schon mit wenigen Tricks bleiben Ihre Pflanzen auch in Ihrer Abwesenheit gesund und munter.

Die Koffer sind gepackt, die Tickets sind eingecheckt und die Vorfreude steigt. Doch was ist mit den Pflanzen im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung? Nicht jeder hat freundliche Nachbarn, die sich in der Abwesenheit um die Pflanzen kümmert. Während ein paar Tage für viele Pflanzen noch kein Problem darstellen, wird es bei einer Reise, die eine oder vielleicht sogar zwei Wochen dauert, schon kritischer. Da lässt selbst das prächtigste und robusteste Exemplar irgendwann den Kopf hängen. Dabei gibt es einige Tricks, wie sich das verhindern lässt. 

So überleben Ihre Pflanzen die Urlaubszeit unbeschadet

Kübel und Kästen mit Wasserspeicher

Blumenkästen und Kübel mit integriertem Wasserspeicher versorgen Ihre Pflanzen drinnen wie draußen mit ausreichend Wasser. So haben Durststrecken selbst bei längerer Abwesenheit keine Chance mehr. Besonders edel ist dieses Modell in Schieferoptik von Ondis24>>

Automatisches Bewässerungssystem

Gerade wenn der Sommer extrem trocken und regenarm ausfällt, kann die Bewässerung des Gartens mit einem automatischen Bewässerungssystem von Vorteil sein. Besonders praktisch ist beispielsweise dieser Bewässerungscomputer, der einfach an den Wasserhahn angeschlossen wird. In einer App kann außerdem ein individueller Bewässerungsplan für die gesamte Woche angelegt werden.

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Pflanzen zurückschneiden

Auch das Zurückschneiden von langen Trieben und verblühten Stellen kann den Wasserverbrauch von Pflanzen deutlich reduzieren und ihnen sogar guttun. Zu empfehlen ist diese Maßnahme aber nur bei schnittverträglichen Pflanzen wie Rosen, Rittersporn, Frauenmantel, Pelargonien, Lupinen oder Husarenknöpfchen. Kommen Sie aus dem Urlaub zurück, haben die Pflanzen womöglich schon wieder ausgetrieben und Sie können sich an den neuen Blüten erfreuen. In Ihrer Abwesenheit hätten Sie davon ohnehin nichts gehabt.

Tontöpfe eingraben

Zur Bewässerung von Pflanzen kommen vor allem in Südamerika sogenannte "Ollas" (gesprochen: Ojas) zum Einsatz. Die Tontöpfe werden in das Beet eingebuddelt, sodass nur noch die Öffnung aus der Erde ragt. Wird das Wasser mit einer Kanne in die Ollas hineingefüllt, kann der durchlässige Ton die Feuchtigkeit nach und nach an das Erdreich abgeben und die Pflanzen so bewässern. Der Vorteil: Bei besonders trockenem Wetter bleibt das Erdreich trotzdem angenehm feucht. Eine kleine Variante für Kübel und Kästen finden Sie hier>>

Badewanne oder die Spüle umfunktionieren

Sie besitzen gleich mehrere Zimmerpflanzen? Dann funktionieren Sie Ihre Badewanne zur Bewässerung um! Hierfür wird die Wanne einfach ein paar Zentimeter mit Wasser befüllt, anschließend müssen Sie nur noch ein gefaltetes Handtuch hineinlegen und die Pflanzen ohne Übertopf darauf platzieren. So werden die Wurzeln in Ihrer Abwesenheit optimal mit Feuchtigkeit versorgt - die gefürchtete Staunässe bleibt jedoch aus. Und natürlich können Sie auch die Spüle in der Küche für diese Methode verwenden.

Plastikflaschen zweckentfremden

Neben Bewässerungskugeln und Kegeln aus Terrakotta, Glas oder Plastik besteht auch die Möglichkeit, die Pflanzen drinnen und draußen mit einer Plastikflasche zu bewässern. Verwenden Sie hierfür einfach eine handelsübliche Flasche, spülen Sie diese vorher gut aus und bohren Sie in den aufgeschraubten Deckel ein ca. vier Millimeter großes Loch. Anschließend wird die Flasche mit Wasser befüllt und kopfüber in den Blumenkasten, das Hochbeet oder den Kübel gesteckt. Achten Sie darauf, dass die Flasche ausreichend Halt hat und nicht umkippen kann.

Mit einem Faden "gießen"

Für kleinere Zimmerpflanzen hat sich die Bewässerungsmethode mit einem Faden gut bewährt. Füllen Sie hierfür eine Flasche oder einen Behälter mit Wasser und geben Sie eines der Schnurenden hinein. Das andere Ende der Schnur vergraben Sie im Topf - möglichst in der Nähe der Wurzeln. Wird das Erdreich zu trocken, wird die Feuchtigkeit aus der Schnur automatisch über den Wollfaden angesaugt. Um den Faden vor dem Austrocknen zu schützen, können Sie diesen auch durch einen Strohhalm fädeln.

Küchenrolle zweckentfremden

Auch Küchenrolle lässt sich zur Bewässerung von Pflanzen verwenden. Stellen Sie Ihre Zimmerpflanzen hierfür um einen Wasserbehälter herum auf. Formen Sie aus Küchenpapier nun Schnüre. Das eine Ende kommt in den Wasserbehälter, das andere Ende des Küchenpapiers in die Erde der Pflanze. Auf dem Boden können Sie zusätzlich noch eine Matte auslegen. Oder die Bewässerungsanlage dort aufstellen, wo sich Fliesen befinden.

Unterschlupf suchen

Kurz bevor Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie Ihre Pflanzen nicht nur ausgiebig gießen oder anderweitig bewässern. Die Pflanzen sollten während Ihrer Abwesenheit auch an einen schattigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung gebracht werden. Pralle Sonne lässt das Wasser schneller verdunsten. Möglicherweise kommen Ihre Pflanzen mit dem angelegten Wasservorrat nicht hin und vertrocknen.

Wie lange überleben Pflanzen ohne Wasser?

Viele Pflanzen schaffen eine Woche ohne Wasser gerade so. Dies kann (je nach Pflanzenart) aber auch variieren. Geht es in die zweite Urlaubswoche, verabschieden sich aber auch die robustesten Pflanzen hier meist ins Jenseits. Nur Kakteen und Sukkulenten halten es deutlich länger ohne Wasser aus. Drei bis vier Wochen ohne das kühle Nass machen ihnen nichts aus.

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