Pendeln vs. umziehen: Was ist (wann) sinnvoller?

Pendeln vs. umziehen: Was ist (wann) sinnvoller?

Sie haben einen neuen Job, doch dieser liegt nicht in Ihrem Wohnort – vielleicht nicht einmal im Nachbarort? Dann sind Sie nicht alleine! Fast 1,6 Millionen Pendler gibt es in Deutschland. Nun stellt sich für Sie die Frage, ob Sie sich diesen anschließen oder lieber umziehen sollten. Wir haben für Sie die Antworten.

Frau pendelt
© iStock

Fast 1,6 Millionen Deutsche fahren pro Tag also eine Stunde oder mehr zur Arbeit. Allerdings gibt es keine einheitliche Definition dessen, ab wann ein Mensch als Pendler gilt. Für manche ist schon das Verlassen der Dorfgrenze ein Pendeln, obwohl der Arbeitsweg nur 15 Minuten dauert. Für andere sind 45 Minuten noch vollkommen normal. 

Schlussendlich muss wohl jeder seine eigene Definition vom Pendeln finden. Fakt ist aber, dass etwa laut dem statistischen Bundesamt rund 30 Prozent der Deutschen einen Arbeitsweg von einer halben Stunde oder mehr haben. Viele Erhebungen haben somit diesen Wert als Grenze für Berufspendler festgelegt. Auf das ganze Land gerechnet, sind das viele Millionen Menschen. Dementsprechend gibt es auch eine große Forschungsgruppe für Wissenschaftler, um die gesundheitlichen Konsequenzen des Pendelns zu untersuchen.  

Wie wirkt sich das Pendeln auf die Gesundheit aus?

Dies ist die Frage, auf die in zahlreichen Studien nach Antworten gesucht wird. Vor allem Extrempendler sind in dieser Hinsicht natürlich interessant, also jene Personen, die eine Stunde oder länger zum Arbeitsplatz unterwegs sind, trotzdem aber an jedem Feierabend wieder nach Hause zurückkehren. 
Das betrifft hierzulande rund fünf Prozent der Pendler. Etwa 22 Prozent brauchen zwischen einer halben und einer Stunde. Insgesamt bedeutet das viel Zeit auf der Straße beziehungsweise den Schienen und somit auch viel geopferte Freizeit. Wissenschaftler vermuten, dass diese als „verschwendet“ empfundene Zeit durchaus Auswirkungen auf die Gesundheit hat, sowohl psychisch als auch physisch. Aber stimmt das?

Tatsächlich leiden viele Pendler auf Dauer unter körperlichen Beschwerden wie Müdigkeit, andererseits scheint das Pendeln die Nerven zu strapazieren. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf die Auswirkungen und deren Ursachen – vor allem, wenn Sie selbst derzeit abwägen, ob Sie pendeln oder lieber umziehen sollten. Eine einfache Antwort gibt es auf diese Frage nämlich leider nicht.

Auswirkung #1: Schlafdefizit

Wer am Morgen eine halbe oder ganze Stunde früher aufstehen muss, um zur Arbeit zu pendeln, muss am Abend auch früher ins Bett gehen, um dasselbe Schlafpensum beizubehalten. Allerdings scheint das bei vielen Berufspendlern nicht zu funktionieren, denn verschiedene Studien kamen zu dem Ergebnis, dass sie häufiger unter Schlafmangel leiden. Dieser wiederum zieht zahlreiche psychische und physische Folgeprobleme nach sich. 

Selbst, wenn der Weg zur Arbeit und nach Feierabend zurück nicht selbst bewältigt, sondern etwa mit dem Zug zurückgelegt wird, ändert sich nicht viel am Schlafdefizit. Denn auch diese Zeit wird dann meist für andere Dinge genutzt.  

Auswirkung #2: Ängste

Eine weitere Erkenntnis der Wissenschaftler ist jene, dass Pendler häufiger und schwerer von Ängsten geplagt sind. Dabei kann es sich um die Angst vor dem Zuspätkommen handeln, aber ebenso um jene vor Zugausfällen, Schneeglätte oder anderen Hürden und Herausforderungen. Auch die Angst vor einem Unfall lässt sich häufig beobachten…

Auswirkung #3: Unfälle

…und ist leider gar nicht so unbegründet. Denn tatsächlich erleiden Berufspendler häufiger schwere Verkehrsunfälle mit Verletzungen oder Todesfolge. Das ist wenig überraschend, schließlich verbringen sie mehr Zeit auf den Straßen und sind dieser Gefahr somit häufiger ausgesetzt. Gleichzeitig kämpfen sie häufig mit Übermüdung oder Unkonzentriertheit, fahren vielleicht zu schnell, um nicht zu spät zu kommen, oder gehen – bewusst sowie unbewusst – weitere Risiken ein. 

Auswirkung #4: Infektionen

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, leidet zudem häufiger unter Erkältungen, einer Grippe oder ähnlichen Infektionskrankheiten. Denn der enge Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen fördert die Übertragung entsprechender Viren und Bakterien, vor allem in der kalten Winterzeit.

Auswirkung #5: Konflikte

Weiterhin kann das Pendeln zu sozialen Konflikten führen, vor allem mit der eigenen Familie. Vielleicht würde Ihr Partner gerne mehr Zeit mit Ihnen verbringen oder die Kinder fühlen sich vernachlässigt. Schließlich lassen Sie eine, zwei oder mehr Stunden pro Tag sozusagen auf der Straße liegen, die Sie nicht nutzen können, um Ihre sozialen Beziehungen zu pflegen.

Damit ist die Liste der möglichen psychischen und physischen Auswirkungen des Pendelns aber noch lange nicht zu Ende. Auch weitere Beschwerden wie Rückenschmerzen durch das lange beziehungsweise noch längere Sitzen, Magenbeschwerden durch den zusätzlichen Stress, ebenso wie Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Reizbarkeit wurden bei Pendlern überdurchschnittlich oft beobachtet. Zudem macht das Pendeln auch schlichtweg keinen Spaß – zumindest, wenn Sie nicht richtig an die Sache herangehen.

Also ist der Umzug die bessere Wahl?

Der Umzug ist also die empfehlenswerte Wahl – mögen Sie angesichts der bisherigen Erkenntnisse meinen. Tatsächlich gibt es angesichts dieser Liste viele gute Gründe, um umzuziehen, anstatt zu pendeln. Denn in erster Linie haben Sie dadurch einen kürzeren Arbeitsweg und somit (wieder) mehr Freizeit. 

Zwar ist auch ein Umzug stressig, jedoch nur für einen überschaubaren Zeitraum, wie Forscher ebenfalls herausfinden konnten. Bestenfalls kann dieser zudem in einem Urlaub, an einem Wochenende oder noch während der Arbeitslosigkeit, also vor dem ersten Arbeitstag im neuen Job, durchgeführt werden. Somit haben Sie keine Doppelbelastung, wie das beim Pendeln der Fall ist. 

Der Umzug kann flexibler gestaltet werden als die Pendlerzeiten und somit ist es auch einfacher, den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Trotzdem kann es ebenso gute oder sogar noch bessere Gründe geben, um zu pendeln. Es kann daher nicht behauptet werden, dass der Umzug immer die richtige Entscheidung darstellt. 

In diesen Situationen ist das Pendeln sinnvoll(er)

An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass es beim Pendeln keine einfache Antwort gibt. Durchaus ist es oftmals stressfreier und somit auf lange Sicht besser, zum Arbeitsplatz umzuziehen. Allerdings ist diese Entscheidung immer von Ihrer individuellen Lebenssituation abhängig. 

Sollten Sie sich in einer der folgenden Lebenssituationen befinden oder ähnliche Gründe haben, weshalb Sie nicht umziehen können oder wollen, ist das Pendeln vielleicht die sinnvollere Entscheidung:

Situation #1: Eigenheim

Wenn Sie ein Eigenheim besitzen und dieses nicht verkaufen können oder wollen, macht ein Umzug nur selten Sinn. Vor allem, wenn Sie dieses nicht geerbt, sondern bewusst gekauft haben, weil es Ihre Träume von einer Wohnung beziehungsweise einem Haus erfüllt, werden Sie nicht dem Beruf zuliebe darauf verzichten wollen. Würden Sie dann nämlich wieder in eine Mietwohnung, in eine Großstadt oder andere Lebenssituation zurückkehren, die Ihnen widerstrebt, würden Sie auf lange Sicht unglücklich werden – garantiert!

Situation #2: Liebe

Auch eine Liebesbeziehung kann ein guter Grund sein, nicht umzuziehen. Immer dann, wenn nämlich ein Partner ortsgebunden ist und nicht ebenfalls umziehen kann oder will, müssten Sie fortan eine Fernbeziehung führen. Wer zuvor bereits zusammengelebt hat, empfindet das häufig als eine Form der Trennung. Schließlich würden Sie sich nur noch alle paar Tage oder am Wochenende sehen. 
Die Gefahr, sich auseinanderzuleben, steigt damit erheblich. Zudem fehlt Ihnen vielleicht das Gefühl, nach Hause zu kommen und nach einem stressigen Arbeitstag in seine Arme zu sinken. Zudem kann das Pendeln ein Kompromiss sein, wenn beide ein festes Arbeitsverhältnis in entgegengesetzten Richtungen haben, aber trotzdem zusammenwohnen möchten. Schlussendlich wären somit beide Partner Berufspendler, sozusagen als Kompromiss, damit keiner seinen Job aufgeben muss.

Situation #3: Familie

Ebenso kann die Familie im Allgemeinen ein guter Grund sein, nicht einfach umzuziehen. Vielleicht sind Ihre Eltern pflegebedürftig oder die Kinder bereits in der Schule, wo sie ihre Freunde haben. Oder Sie wünschen sich, dass Ihr Nachwuchs in der Natur aufwächst, anstatt in der Großstadt. Eventuell sind Sie auch auf die Unterstützung der Großeltern bei der Kinderbetreuung angewiesen, um überhaupt arbeiten zu können. Auch diesbezüglich kann es also viele gute Argumente geben, lieber zu pendeln als umzuziehen.

Situation #4: Lebensqualität

Die Wohnsituation bestimmt darüber hinaus zu großen Teilen über Ihre Lebensqualität. Wichtig ist daher, dass Sie frei entscheiden können, ob Sie lieber ländlich oder (groß-) städtisch wohnen, lieber in einem Haus oder in einer Wohnung, lieber alleine, in einer WG, mit dem Partner oder der ganzen Familie… Wenn Sie sich an Ihrem Arbeitsort oder in dessen Nähe schlichtweg nicht wohlfühlen würden, sollten Sie den Umzug auch nicht erzwingen. 

Situation #5: Finanzen

Pendeln ist teuer, keine Frage. Doch häufig würde ein Umzug zu noch höheren Ausgaben führen. Viele Firmen sitzen schließlich in Ballungsräumen wie einer Großstadt und dort ist der Wohnraum entsprechend teurer. Manchmal müssten Sie also deutlich höhere Miet- oder Immobilienpreise in Kauf nehmen, wenn Sie sich für das Umziehen entscheiden würden. Somit können Ihre Beweggründe für das Pendeln auch finanzieller Natur sein. 

Sie sehen: Auch auf dieser Seite gibt es viele nachvollziehbare Argumente, weshalb das Pendeln manchmal die bessere Entscheidung ist. Zudem hängt diese natürlich auch von Ihren individuellen Zukunftsplänen ab: 

Handelt es sich beispielsweise um einen befristeten Arbeitsvertrag oder Sie sehen Ihre berufliche Zukunft woanders, bei einem anderen Arbeitgeber oder in der Selbständigkeit, lohnt sich ein Umzug kaum. Ebenso, wenn Sie vielleicht in naher Zukunft Kinder planen und dann sowieso erst einmal zuhause wären oder wünschen, dass diese an Ihrem bisherigen Wohnort aufwachsen – aus den genannten Gründen. 

Schlussendlich können also nur Sie selbst unter Berücksichtigung all dieser Faktoren sowie mit einem Blick in Ihre Zukunft entscheiden, ob Sie umziehen oder pendeln möchten. 

Das Pendeln „richtig“ gestalten – aber wie?

In letzterem Fall müssen Sie nicht zwingend gesundheitliche Konsequenzen oder psychische Belastungen durch das Pendeln befürchten. In erster Linie hängt es nämlich von vielen Faktoren ab, als wie stressig Sie dieses empfinden – oder eben nicht. 

Einerseits ist es natürlich besser, je kürzer Ihr Arbeitsweg ist. Allerdings können Sie diesen Faktor nur selten beeinflussen. Eventuell kommt aber ein Umzug zu einem Wohnort infrage, der zwar nicht direkt am Arbeitsort, jedoch zumindest deutlich näher liegt. Andererseits geht es darum, seine Zeit als Berufspendler sinnvoll einzuteilen. 

Sollten Sie also vorerst oder dauerhaft pendeln, können Ihnen folgende Tipps helfen:

Ausreichend schlafen ist das A und O!

Wie Sie nun bereits wissen, ist Schlafmangel ein bedeutendes gesundheitliches Risiko für Pendler. Wenn Sie fortan mehr Zeit für den Arbeitsweg einplanen und somit früher aufstehen müssen, heißt das auch, früher ins Bett zu gehen. Das fällt oftmals schwer, denn der Feierabend auf dem Sofa wird dadurch deutlich kürzer als gewohnt. Doch nur so können Sie auf Dauer ausreichend Energie für das Pendeln, die Arbeit sowie Ihre Freizeit aufbringen und zugleich das Risiko von Unfällen auf dem Arbeitsweg mindern. 

Das Verkehrsmittel vernünftig auswählen

Sollten Sie sich für öffentliche Verkehrsmittel entscheiden, können Sie während der Fahrt eventuell ein bisschen Schlaf nachholen und gewinnen somit einen etwas längeren Feierabend. Allerdings wird das Schlafen in Zug oder Bus von den meisten Menschen nicht als erholsam empfunden. Viele können zudem nicht schlafen, weil sie sich beobachtet fühlen oder Angst haben, ihren Ausstieg zu verpassen. 

Die öffentlichen Verkehrsmittel bieten trotzdem noch weitere Vorteile, da Sie die Zeit schlichtweg „besser“ nutzen können. Manchmal ist es aber zeitsparender, mit dem Auto zu pendeln, wenn Ihr Wohnort eine schlechte Anbindung hat. Auch hier gilt es daher, die Entscheidung zu treffen, welche in Ihrem individuellen Fall am meisten Sinn macht. 

Zeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll nutzen

Haben Sie sich also für öffentliche Verkehrsmittel entschieden, genießen Sie viele Vorteile: Sie müssen keinen Parkplatz suchen, sparen eventuell (viel) Geld für ein Auto, Benzin und Versicherungen oder sind schneller am Arbeitsplatz. Gewiss hatten Sie gute Gründe für diese Wahl. Dadurch genießen Sie mehr Freiheit, wenn es um die Gestaltung der Pendlerzeiten geht. 

Wie bereits erwähnt, können Sie diese zum Schlafen nutzen. Aber Sie können auch ein Buch lesen, mit Freunden telefonieren oder etwas Arbeit erledigen, sodass Sie einen pünktlichen Feierabend haben. Überlegen Sie, was sich für Sie „sinnvoll“ anfühlt. So empfinden Sie das Pendeln als etwas Positives, was den Stress langfristig mindern wird. Vielleicht werden diese Zeiten für Sie ja sogar irgendwann ein liebgewonnener Entspannungszeitraum, sozusagen Ihre „Alleinzeit“, bevor zuhause die Familie wartet.

Ein sicheres und komfortables Auto kaufen

Sollten Sie hingegen mit dem Auto fahren, ist es wichtig, ein modernes und sicheres Fahrzeug zu haben. So sinkt die Gefahr eines Unfalls oder zumindest einer (tödlichen) Verletzung, falls ein solcher passiert. Zugleich macht das Autofahren mehr Spaß, wenn es sich um ein neues und komfortables Modell handelt. 

Besitzen Sie noch kein Auto oder nur ein älteres Fahrzeug, kann sich daher die Investition in ein „neues“ Auto lohnen, wenn Sie mit dem Pendeln beginnen. Bei Bedarf können Sie dieses über einen Kredit abbezahlen. Klären Sie wichtige Vorüberlegungen wie Ihr mögliches Budget oder das gewünschte Modell, dann erhalten Sie mit der richtigen Vorgehensweise bestmögliche Konditionen und die steuerlichen Vorteile durch das Pendeln helfen Ihnen zugleich beim Abbezahlen. 

Denn durch diese Investition können Sie nicht nur langfristig Geld sparen, beispielsweise durch einen geringeren Benzinverbrauch, sondern das Pendeln wird für Sie auch weniger stressig. Zudem können Sie sich auch hier die Zeit sinnvoll vertreiben, beispielsweise mit einem Hörbuch oder, indem Sie via Freisprechanlage telefonieren. 

Finanzielle und steuerliche Vorteile nutzen

Mit den steuerlichen und finanziellen Vorteilen ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Durch das Pendeln können Sie nämlich viel Geld sparen. Sie können zum Beispiel von günstigeren Miet- oder Immobilienpreisen profitieren und die Pendlerpauschale nutzen. Prüfen Sie daher, wie Sie möglichst günstig leben und pendeln können, dann schlägt der weite Arbeitsweg zumindest finanziell nicht allzu sehr zu Buche – oder ist am Ende vielleicht sogar günstiger als ein Umzug. 

Homeoffice beantragen als Kompromiss

Überlegen Sie außerdem, ob es eine Möglichkeit gibt, nicht jeden Tag zum Arbeitsplatz pendeln zu müssen. Viele Jobs lassen sich heutzutage ganz oder teilweise aus dem Homeoffice erledigen. Besprechen Sie also mit Ihrem Arbeitgeber, ob es diese Möglichkeit für Sie gibt und wenn ja, wie sich das Arbeiten von zu Hause am besten umsetzen lässt. So können Sie einzelne Tage oder sogar den Großteil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen, was Ihnen als Pendler viel Zeit und Geld spart.

Über ein Dasein als Wochenendpendler nachdenken

Ist das nicht möglich oder Sie sind an festen Tagen im Homeoffice, beispielsweise immer freitags, können Sie zudem überlegen, während der Arbeitstage vor Ort in der Nähe des Arbeitsplatzes zu bleiben. Sie können sich für diese Nächte zum Beispiel eine Unterkunft buchen oder eine günstige Zweitwohnung anmieten. Vor allem bei sehr langen Pendlerstrecken über einer Stunde, kann sich ein solcher Kompromiss lohnen – nicht nur finanziell, sondern vor allem, um Sie zu entlasten.

Außerhalb der „Rush Hour“ verkehren – wenn möglich

Sind die bisher genannten Optionen in Ihrem Fall keine Lösung und so pendeln Sie Tag für Tag zur Arbeit, können Sie vielleicht wenigstens die „Rush Hour“ meiden. Denn gerade dann stehen Sie oft im Stau und verlieren noch mehr Zeit auf der Straße. Auch diesbezüglich gilt es also, mit dem Arbeitgeber zu sprechen. Eventuell haben Sie ohnehin flexible Arbeitszeiten wie ein Gleitzeitmodell oder ungewöhnliche Schichtzeiten, sodass Sie problemlos die Stoßstunden umgehen können. 

Unterstützung von Partner und der Familie holen

Falls Sie alleinstehend sind, können Sie die Entscheidung für den Umzug oder das Pendeln freier treffen. Sollten Sie jedoch eine eigene Familie haben, pflegebedürftige Eltern, einen Partner oder andere soziale Beziehungen an Ihrem Wohnort, sind auch diese Personen von Ihrer Entscheidung betroffen. 

Um also soziale Konflikte zu vermeiden und stattdessen die Unterstützung zu genießen, welche Sie als Berufspendlerin benötigen werden, sollten Sie gemeinsam besprechen und abwägen, welche die bessere Wahl ist und wie Sie den Alltag gestalten können, falls Sie fortan pendeln. Denn dieser soziale Rückhalt wird Ihnen dabei viel Stress, Ängste und Unannehmlichkeiten ersparen.

Fazit

Wie so oft im Leben, gibt es auch beim Pendeln oder Umzug jeweils zwei Seiten der Medaille. Eine einfache Entscheidung existiert in diesem Fall leider nicht. Sie müssen Ihre individuellen Voraussetzungen und Wünsche beleuchten, um die für Sie beste Wahl zu treffen. 

Sollten Sie sich noch unsicher sein, können Sie das Pendeln auch erst einmal ausprobieren, denn ein Umzug ist anschließend noch jederzeit möglich. Oder Sie suchen sich eines Tages eben doch einen anderen Job, der näher bei Ihrem Wohnort ist. Setzen Sie sich also nicht unnötig unter Druck und finden Sie in Ruhe die beste Lösung. 
 

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