Kunst erleben. Kunst leben.

Was heutzutage als Kunst deklariert wird, liegt vor allem im Auge des Betrachters. Tendenziell jedoch lässt sich beobachten, dass es meist mehr Bewunderer in der Fanriege gibt als in der Gruppe derer, die Kunst erschaffen. Wer den Sprung wagt, mit der eigenen Kunst an die Öffentlichkeit zu gehen, der gewinnt meist – an Erfahrung, an Fans und auch an der Option, die eigene Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Diese Optionen stellen sich Künstlerinnen heute.

Photo by Anna Kolosyuk on Unsplash Kunst leben. © Photo by Anna Kolosyuk on Unsplash

Hobbykünstlerausstellungen sind der erste Schritt

In vielen Kommune gehören sie bereits zur festen Größe im Kalender: Hobbykünstlerausstellungen. Meist werden sie von einem Verein organisiert und erfreuen sich bei den Bürgern des Orts und darüber hinaus großer Beliebtheit. Warum sie gerne zum Ziel eines Ausflugs werden, ist schnell erklärt. Sie offerieren Kunstwerke, selbst Erschaffenes und geben den Blick frei auf jene kreativen Köpfe, die dahinter stecken.

Das heißt: Wer sich als Hobbykünstlerin dafür entscheidet, die Werke im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren, stellt nicht nur das selbst Kreierte aus, sondern erlaubt auch einen Blick auf sich selbst.

Die Anmeldung zur Ausstellung erfordert viel Vorlaufzeit

Wer im Rahmen einer Hobbykünstlerausstellung die ersten Schritte auf das künstlerische Ausstellungsparkett gewagt hat, könnte dies auch als Ausgangspunkt für weitere Ausstellungen nutzen. Wer sich als Hobbykünstler aufmachen möchte, um seine Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, geht mit einer Ausstellungsbeteiligung sicherlich einen Weg, der sich gut im Lebenslauf macht, der Kontakte und vielleicht sogar Verkäufe bringt.

Nicht jede Ausstellung wird dabei von A bis Z glänzend verlaufen: Häufig sind jene Ausstellungen, die das Netzwerk um namhafte Personen erweitern, finanziell betrachtet eher ein Verlustgeschäft. Auch das konträre Szenario ist denkbar: Die Ausstellung ist nicht an einem angesehenen Ort, aber lockt als Nischenveranstaltung viel kauffreudiges Publikum an – und rentiert sich vor allem finanziell. Kunst-Starter rät, einen guten Mix aus öffentlichkeitswirksamen Ausstellungen und Verkaufsausstellungen zu kreieren, um PR zu bekommen und Absatz zu generieren.

In beiden Fällen dürfen Künstlerinnen ihren Ausstellungsbesuch nicht leichtfertig angehen, sondern sollten stattdessen gut vorbereitet in die oft mehrwöchige Ausstellung starten. Lange Anmeldefristen im Vorfeld und ein enormer Zeitaufwand während der Ausstellung sind einzukalkulieren, denn nur wenn die Hobbykünstlerin auch vor Ort ist, kann sie die Werbetrommel auch drehen.

Förderer der Szene finden

Wer online und offline gut in der Kunstszene vernetzt ist, dem werden sich als Hobbykünstlerin regelmäßig neue Optionen auftun, um die eigene Kunst zu präsentieren. Förderer können dabei ganz vielfältiger Coleur sein. Ein großer Unterstützer junger Kultur ist beispielsweise die Hostelkette a&o. In den über 30 Häusern ist nicht nur viel Raum für die Gäste, sondern auch für Maler, Fotografen, Schauspieler, Autoren, Musiker und andere, die ihre Werke präsentieren möchten.

Während es in den Häusern der Hostelkette vornehmlich Hausfassaden und diverse Räumlichkeiten sind, die künstlerisch verschönert wurden, so hat die Hotelführung sich mit dem Programm art&o einem weiteren künstlerischen Weg verschrieben. Mit der a&o Kunsthalle am Leipziger Hauptbahnhof eröffnet ein 500 Quadratmeter großes Eventloft mit reichlich Ausstellungsfläche.

Die erste Ausstellungseröffnung, FACING REPETITION, wurde auf den 30. November 2018 datiert. Im Fokus dabei stehen Vera König, Adrian Kowalski, Lene Teresa Flohrschütz, Christian Bär, Carolina Schneider, Andrea Garcia Vasques und Manuel Schneidewind bzw. deren künstlerisches Schaffen, ihre Inspiration und Motivation. Nachahmer und weitere Hobbykünstlerinnen werden in den atemberaubenden Ausstellungsflächen sicherlich folgen.

Via Wettbewerb oder Stipendium auf die Kunst aufmerksam machen

Der Kunstfinder hält eine lange Liste an Wettbewerben, Preisen und Stipendien vor, die sicherlich für jede Hobbykünstlerin das passende Format bietet. Gelistet sind sowohl Wettbewerbstermine des Deutschen Designer Verbands als auch Ausschreibungen des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler. Passionierte Fotografen finden Fotowettbewerbe auf die sie sich bewerben können und auch junge Filmemacher sind herzlich dazu eingeladen, ihre Werke einer Jury vorzustellen.

Die privat organisierte Ausstellung lebt meist online

In aller Regel ist es eine gute Internetpräsenz oder ein wohl gepflegter Online-Blog, der die eigene Kunst der ganzen Welt zugänglich macht. Das ist die finanziell deutlich überschaubarere Option, um eine private Ausstellung zu organisieren. Die virtuelle Ausstellung kostet nämlich nur die Kosten für die Homepage und das Hosting. Darüber hinaus können Homepage und/oder Blog auch der Ort sein, an dem mögliche Fans und Förderer sich über die Künstlerin informieren und die Möglichkeit haben, ihr auch in der Realität zu folgen. Eine Internetpräsenz ersetzt keinesfalls eine Ausstellung, ist aber ein guter, solider Unterbau, um den Wirkungskreis der eigenen Kunst möglichst groß zu halten und auf mehreren Kanälen erlebbar zu machen.

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