Zauberlehrling mit über 40 Keine falsche Scham

Warum Kinder- und Jugendbücher immer mehr zur Lieblingslektüre von Erwachsenen werden.

Keine falsche Scham

Während viele Jugendliche irgendwann aus ihren Zielgruppen-Büchern herauswachsen, finden manche Erwachsene spät hinein. Einige Verlage bringen für diese Leser die Titel sogar mit unterschiedlichen Cover-Versionen auf den Markt – eine kindlichere für die jüngeren, eine seriösere für die älteren Leser. „Tintenherz“-Schöpferin Cornelia Funke schreibt gern für Jung und Alt. „Solange ich mit Erwachsenen zu tun habe, die sich nicht schämen, wenn sie feststellen, wie wenig sie eigentlich von den Kindern trennt und dass das eine Tugend und kein Makel ist“, so Funke.

Probleme bereiten der Autorin allerdings jene Leser, die ihre Werke zu Erwachsenenbüchern erklären, nur weil sie erfolgreich sind. „Denen mache ich klar, dass meine Bücher Kinderbücher sind. Kinderbücher, die auch Erwachsene lesen dürfen.“

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