8. März 2019 Wir feiern den Internationalen Frauentag

Am 8. März ist Weltfrauentag. Er dient Frauenrechtlerinnen dazu, um auf Missstände bei der Geschlechtergerechtigkeit auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen.

Frauen Wir feiern den Internationalen Frauentag © iStock

Am 8. März ist Weltfrauentag – ein schöner Anlass, uns selbst und alle anderen Frauen ordentlich hochleben zu lassen! Nachdem es 1909 in den USA bereits einen ersten Frauentag gegeben hatte, schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin 1910 die Einführung eines Internationalen Frauentags vor. Ziel war und ist es, die Rechte der weiblichen Hälfte der Weltbevölkerung zu stärken.

Verbot in Nazideutschland

Aufgrund seines sozialistischen Ursprungs wurde der Feiertag zwischen 1933 und 1945 in Deutschland von den Nazis verboten. Dennoch begingen viele Frauen – auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus – ihren Ehrentag. 30 Jahre später, im internationalen Jahr der Frau 1975, richteten erstmals die Vereinten Nationen eine offizielle Feier aus. Der 8. März wurde zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.

Frauentag 2019: Forderungen von Verdi 

  • Der Gewerkschaftsbund Verdi will verbindliche europäische Regelungen zur Gleichstellung erlangen. Er fordert:
  • gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • gleiche Chancen im Arbeitsleben
  • eine bessere Balance zwischen Beruf und Familie, unabhängig vom gelebten Familienmodell
  • mehr Frauen in Führungspositionen und auf allen Führungsebenen in Wirtschaft und Politik
  • gute öffentliche Angebote zur Kinderbetreuung und Pflege sowie gerechte soziale Sicherungssysteme
  • faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen
  • faire Chancen, die eigene Existenz zu sichern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen

 

Meinung von Frauenrechtlerinnen

In vielen Ländern ist die politische und gesellschaftliche Integration der Frau noch weit weniger fortgeschritten als bei uns in Deutschland. Doch auch bei uns gibt es immer noch Mängel bei der Gleichberechtigung, besonders beim Blick auf den Arbeitsmarkt. Die Begehung des Weltfrauentags, um auf Missstände aufmerksam zu machen, wird daher von vielen Frauenrechtlerinnen begrüßt. Alice Schwarzer sieht es differenziert: „Wahre Gleichberechtigung wäre doch, wenn Frauen keinen eigenen Tag bräuchten, um sich Gehör verschaffen zu können.“ Vielleicht kann der Weltfrauentag ja eines Tages dazu beitragen, sich selbst überflüssig zu machen.

 
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