Weibliche Eigenschaften sind wichtig wie nie Besonnenheit ist weiblich

Sich kümmern, Kontakte pflegen, kommunizieren: Typisch weibliche Eigenschaften sollen jetzt helfen, die Wirtschaftskrise zu überwinden - und die Welt friedlicher machen

Besonnenheit ist weiblich

Beispiel Finnland. Dort ergab eine Untersuchung, dass Firmen, in denen weibliche und männliche Chefs etwa gleich stark vertreten sind, im Schnitt zehn Prozent mehr Gewinn machen als Unternehmen, deren Führungsetagen rein mit Männern besetzt sind.

Die Gründe dafür sind einfach: Frauen entscheiden auch im Job besonnener und vorsichtiger als Männer, die mit ihrer Risikofreude die Weltwirtschaft öfter mal ins Chaos stürzen.

Norwegen hat auf die Studien schon vor zwei Jahren reagiert – als erstes Land der Welt: 40 Prozent aller Aufsichtsratsposten in börsennotierten Aktiengesellschaften müssen in dem Skandinavien-Staat seither mit Frauen besetzt werden, sonst drohen den Unternehmen empfindliche Strafen. Andere Länder Europas bereiten ähnliche Gesetzentwürfe vor. Denn auch die EU fordert mehr weibliche Chefs und mehr Chancengleichheit. Begründung: Nur so könne die weltweite Wirtschaftskrise endlich überwunden werden.

In Deutschland ist die Telekom gerade dabei, die EU-Forderung in die Praxis umzusetzen: Mitte März verpflichtete sie sich als erstes Dax-Unternehmen, bis 2015 weltweit 30 Prozent Frauen in Führungspositionen einzusetzen.

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Autor:
Susanne Kohl