
Wäsche im Herbst aufhängen? So geht's!
Die Wäscheleine im Garten hängt jetzt öfter leer als voll, und der Wäscheständer zieht wieder ins Wohnzimmer um. Genau dort beginnt oft das Problem: Die Kleidung trocknet langsamer als gedacht, und am Ende riecht alles ein wenig nach feuchtem Keller statt nach frischer Wäsche.
Dabei lässt sich das mit wenigen Handgriffen vermeiden. Wählen Sie einen warmen, gut belüfteten Raum für Ihren Wäscheständer. Das Wohnzimmer, das Sie im Winter ohnehin heizen, ist dafür besser geeignet als die fensterlose Abstellkammer.
Woran liegt es wirklich, wenn Wäsche drinnen muffig riecht?
Nicht jeder schlechte Geruch entsteht beim Trocknen selbst. Oft beginnt das Problem schon in der Waschmaschine, wenn sich dort über längere Zeit Keime angesammelt haben. Dann riecht jede Ladung Wäsche muffig, egal wie gut sie anschließend trocknet.
Die Lösung ist einfach, braucht aber Konsequenz. Die Waschmaschine sollte regelmäßig heiß, also bei 60 Grad, laufen. Danach lassen Sie Trommel und Waschmittelfach gut trocknen, am besten mit offener Tür. Ein Esslöffel Natron direkt in die Waschtrommel desinfiziert zusätzlich auf natürliche Weise.
Auch der Trockner selbst kann schuld sein, wenn Wäsche komisch riecht. Wischen Sie die Trommel regelmäßig mit etwas Wasser und einem Spritzer Essig aus.
Wie hängt man Wäsche auf, damit sie drinnen schneller trocknet?
Trocknet Wäsche zu langsam, können sich Bakterien in den feuchten Fasern vermehren. Das führt ebenfalls zu schlechten Gerüchen. Je schneller die Wäsche trocken ist, desto geringer das Risiko.
Hängen Sie Kleidung deshalb auf Lücke statt dicht an dicht. So kann die Luft gut zirkulieren. Dicke Gewebe wie Handtücher oder Pullover lassen sich wenden, sobald die Oberseite trocken ist, damit auch die Unterseite schneller trocknet. Wichtig: Wäschestücke nie doppelt übereinander hängen, lieber einen zweiten Ständer aufstellen.Ein Ventilator beschleunigt den Vorgang zusätzlich, weil er die Luft in Bewegung hält.
Lüften oder heizen: Was schützt die Wohnung vor Schimmel?
Eine hohe Luftfeuchtigkeit lässt nicht nur die Wäsche schlechter trocknen. Sie begünstigt auch Schimmel und sorgt für feucht-stickige Raumluft. Deshalb gehört regelmäßiges Lüften zur Pflicht, wenn Wäsche in der Wohnung hängt.
Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern tauscht feuchte Luft am schnellsten gegen trockene aus. Im Winter reichen dafür fünf bis zehn Minuten, im Sommer kann es 15 bis 30 Minuten dauern. Ist das aus zeitlichen Gründen nicht möglich, hilft zweimal täglich lüften, morgens und abends.
Viele scheuen das Lüften im Winter aus Sorge um die Heizkosten. Zu Unrecht: Kalte Außenluft enthält wenig Wasser und lässt sich leichter erwärmen als feuchte Luft. Nur zu lange sollte das Fenster nicht offen bleiben, sonst kühlen die Wände aus.
Schließen Sie außerdem Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen. So wandert feuchte Luft nicht in kühlere Zimmer und begünstigt dort Schimmel. Für die Raumtemperatur empfiehlt die Verbraucherzentrale 18 bis 20 Grad in Wohnzimmer und Küche, 20 bis 22 Grad im Bad und 18 Grad im Schlafzimmer. Grundsätzlich sollte kein Raum kälter als 16 Grad werden.





