28. August 2020
Die Wiesn sind abgesagt - das sind Alternativen

Die Wiesn sind abgesagt - das sind die Alternativen

In der Sommer- und Herbstzeit landen jedes Jahr die verschiedenen Feste dazu ein, dass Dirndl und die Lederhose aus dem Kleiderschrank zu holen. Durch die COVID-19-Pandemie muss diese Tradition aber für mindestens ein Jahr aussetzen. Nichtsdestotrotz haben sich die Veranstalter Alternativen zu den üblichen "Wiesn" überlegt.

Oktoberfest: Frauen im Dirndl haben Spaß
© iStock

Das Oktoberfest im Bayern

Das Oktoberfest in München hat sich über die Jahre zu einem Fixtermin im Kalender entwickelt. Jährlich drängen und feiern mehrere tausend Personen mit Bier, Brathendl und Zuckerwatte. Den Besuchern wird dieses Erlebnis aber heuer verwehrt. Viel heftiger trifft die Absage jedoch die Veranstalter und Betreiber der Stände. Diese rechnen jedes Jahr mit hohen Einnahmen vom Oktoberfest, welche logischerweise heuer ausfallen werden. Zunächst wurde schnell nach einer alternativen Lösung gesucht, um das Fest dennoch stattfinden zu lassen. Von dieser Idee hat man sich aber relativ schnell wieder distanziert, da die Pandemie zur Vorsicht aufruft. 

"Sommer in der Stadt"

Um den Schaustellern und Marktkaufleuten Einnahmen in diesem Jahr zu ermöglichen, wurde der "Sommer in der Stadt" ins Leben gerufen. Verwirklicht wurde dies von Referat für Arbeit und Wirtschaft. So stehen an nun an verschiedenen Plätzen und Orten die Wägen. Natürlich wird auch hier der Abstand gewahrt. Beispielsweise gibt es auf der Theresienwiese einige Stände, welche Süßwaren anbieten. Außerdem sind dort Sitzgelegenheiten und auch verschiedene Spiele geboten. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch auf dem Mariahilfplatz ab. Dort ist in sehr minimierter Form ein Jahrmarkt aufgebaut worden. Für die Kinder gibt es ein Karussell, Süßigkeiten und einen Kassettenstand. 

Reaktionen auf den "Sommer in der Stadt"

Auf den ersten Blick scheinen die Alternativen zum Oktoberfest ganz passabel für ein Jahr zu sein. Jedoch schildern die Besucherzahlen ein ganz anderes Bild. Das Ersatzprogramm kommt nicht so gut an wie erwartet. Von Seiten der Regierung wird aber betont, dass es sich um kein Ersatzprogramm für die "Wiesn" handelt. So soll es zwischen dem 19. September und 4. Oktober eine Art "Wirtshaus-Wiesn" geben. Hierbei machen um die 50 Gaststätten aus der Münchner Innenstadt bei einer Veranstaltungsreihe mit. In diesem Zeitraum hätte sonst auch traditionellerweise das Münchner Oktoberfest stattgefunden. Es bleibt abzuwarten, ob diese Variante ähnliche Erfolge erzielt wie das ursprüngliche Event. Aber bereits jetzt ist klar, dass nichts das Oktoberfest ersetzen kann. 

Die Veranstaltungsreihe im September und Oktober

Konkret geplant ist hierbei, dass die Wirtshäuser Hendl, Brezen, Fische und das traditionelle Wiesnbier anbieten. Je nach Brauerei soll es unterschiedliches Bier und auch dementsprechende Dekoration geben. Zum Auftakt des Festes sollen überall die Bierfässer angezapft werden. Um das Wiesn-Feeling noch zu verstärken, trägt das Personal in den Gasthöfen Dirndl und Lederhose. Zum jetzigen Zeitpunkt wird noch versucht die lokalen Trachten- und Brauchtumsgruppen von der Idee zu überzeugen und mithilfe zu erlangen. Das ist das vorgestellte Grundkonzept. Wie es tatsächlich im Detail aussehen wird, steht jetzt noch nicht fest. Die Planer können sich aber vorstellen, dass es zu einer Zusammenarbeit mit dem "Sommer in der Stadt" geben könnte. 

Wie sich zeigt, geben sich die Münchner alle Mühe, um wenigstens eine Form des Oktoberfestes realisieren zu können. Es steht jedoch jetzt schon fest, dass wesentlich weniger Gäste zu erwarten sind und es das typische "Halligalli" wie auf der Wiesn dieses Jahr nicht geben wird.

Dirndl tragen auf der Wiesn
An welche Assoziationen denken Sie, wenn Sie das Wort Oktoberfest hören? Mit Sicherheit Bayern, Feiern, Bier und - offenbar für jede Frau ein Muss - das Dirndl...
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