24. November 2021
Bettwäsche – darauf sollte man vor dem Kauf achten

Bettwäsche – darauf sollte man vor dem Kauf achten

Die optimale Bettwäsche verschönert das Schlafzimmer, sorgt für gesunden Schlaf und fühlt sich angenehm auf der Haut an. Doch wie erkennt man beim Kauf die gewünschte Qualität?

© Nathan Oakley/Unsplash
Wir haben die wichtigsten Merkmale beim Kauf von Bettwäsche für Sie zusammengefasst.

Bettwäsche wird für den Verkauf meistens in Klarsichtfolie gehüllt und mit bedruckter Pappe in Form gehalten. Ob im Warenhaus oder Online-Shop – die Möglichkeiten sind eingeschränkt, Bettwäsche vor dem Kauf genau zu prüfen. Für die Entscheidung bleibt meistens nur der Blick auf das Dessin sowie die Herstellerangaben. Hier einige Tipps, auf welche Merkmale man achten kann.

Bettwäsche – darauf sollte man vor dem Kauf achten

Optik

Das Bett mit seinen textilen Bezügen gehört zu den wichtigen Elementen der Schlafzimmer-Einrichtung. Deshalb sollten Bettwäsche-Sets in Farbe und Design zum gewählten Wohnstil passen. Die optische Ausführung wirkt ähnlich wie bei einer Kleiderwahl. Sie muss die eigene Persönlichkeit unterstreichen und den individuellen Geschmack treffen. Dann fördert sie ein positives Schlafumfeld, in dem man sich nachts wirklich zu Hause fühlt.

Verarbeitungsqualität

Oft ist vor dem Auspacken nicht zu erkennen, ob die Nähte gerade und reißfest vernäht wurden und wie einwandfrei das Gewebe ist. Es sollte fein und blickdicht sein. Um hochwertige Bettwäsche Sets zu erkennen, hilft der Hinweis auf dicht gewebtes Garn. Nur solche Garnituren sind langlebig und sorgen für ein hervorragendes Schlafklima. Wenn zu dieser Eigenschaft weitere dekorative Elemente wie Biesen kommen, weist das erst recht auf Qualitätsware hin.

Material

Qualität lässt sich auch am Material beurteilen. In den meisten Fällen besteht Bettwäsche zu 100 % aus Baumwolle oder aus Mischgewebe mit hohem Baumwollanteil. Die Materialien beeinflussen die grundsätzlichen Eigenschaften von Bettwäsche.

  • Baumwolle:
    Reißfest und robust, nimmt viel Feuchtigkeit auf, atmungsaktiv, pflegeleicht, angenehm auf der Haut, heiß waschbar für die Hygiene.

  • Leinen:
    Traditionelles Bettwäschematerial, antibakteriell, antistatisch, temperaturausgleichend, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Aufwändigere Pflege.

  • Polyester:
    Wärmt bedingt, wenig atmungsaktiv, kann durch Reibung elektrisieren. Dafür formbeständig und sehr pflegeleicht.

  • Baumwolle mit Polyester:
    Geringer Anteil: Formstabilität von Baumwolle wird erhöht.
    Höherer Anteil von 30 % und mehr: Günstige Herstellung steht im Vordergrund.

  • Baumwolle mit Leinen:
    Erhöht die klimatischen Eigenschaften der Bettwäsche.

Wer leicht friert oder schwitzt, sollte zu den Naturmaterialien greifen.

Sondermaterial Mikrofaser

Mikrofasern definieren sich durch extreme Feinheit und sind 100 x dünner als menschliches Haar. Aus ihnen kann sehr dichtes Gewebe hergestellt werden, das dennoch erstaunlich leicht ist. Mikrofasern sind Werkstoffe. Erzeugt man sie aus Erdöl, handelt es sich um:

  • Polyester/ Trevira

  • Nylon/ Tactel

  • Acryl/ Mikrosupreme

Mikrofasern ist Zellulose bzw. Holz heißen:

  • Lyozell/ Tencel

Pollen oder Hausstaubmilben können in das dichte Mikrofasergewebe nicht eindringen. Deshalb ist dieses Material besonders gut für Allergiker geeignet. Außerdem ist Mikrofaser äußerst pflegeleicht.
Zu beachten wäre, dass Mikrofaser aus Erdöl bzw. Polyester in der Natur nicht abgebaut wird (Mikroplastik).

Schadstofffreiheit

In Bettwäsche finden sich manchmal chemische Rückstände. Dann sind Hautreizungen oder allergische Reaktionen möglich. Für eine gesunde Schlafsituation ist schadstofffreie Bettwäsche essenziell. Diese Qualität wird mit Textilsiegeln gekennzeichnet. Dazu gehören z. B. OEKO-TEX und GOTS.

Passende Gewebeart

Wie sich Bettwäsche anfühlt, hängt stark vom Gewebe ab. Hier helfen die Angaben auf der Verpackung, um die richtige Wahl zu treffen.

  • Satin:
    glatt, seidig, leicht glänzend, luxuriös, wohltuend für empfindliche Haut, sommerlich, Baumwollsatin auch wärmend.

  • Renforcé, Perkal:
    Renforcé ist der strapazierfähige Klassiker, gerne im Sommer genutzt, sehr strapazierfähig. Perkal besteht aus feineren Fäden, ideale Sommerwäsche, aber empfindlicher.

  • Seersucker:
    Wellige Oberfläche, die nur zu 30 % Haut berührt, sehr gut für den Sommer

  • Biber, Flanell:
    Klassische Winterbettwäsche, aufgeraute Fläche für bessere Wärmewirkung und Kuscheligkeit.

  • Jersey:
    Angenehm dehnbar, pflegeleicht, oft als Bettlaken eingesetzt, leicht wärmend.

Fazit

Um die gewünschte Qualität zu erkennen, sind dichte Webart, 100 % Naturfaser, Gewebe mit dem gewünschten Hautgefühl und geprüfte Schadstofffreiheit wichtige Merkmale. Farben und optische Ausführung sollten zu Person und Einrichtung passen.

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