12. September 2019
Übergangszeit: Zwischen Sommer und Herbst

Zwischen Sommer und Herbst

Sonnige Tage, kühle Nächte, mehr Regen: Der Abschied vom Sommer bietet einen stetigen Wechsel – zwischen warm und kalt, nass und trocken, schön und eklig, bunt und trüb. Aber Abwechslung kann ja auch ihr Gutes haben und damit bietet die Übergangszeit alle Möglichkeiten, um sich in allen Belangen noch einmal richtig auszutoben.

Übergang Sommer zum Herbst
© unsplash.com Artem Beliaikin
Zwischen Sommer und Herbst

Zwischen Sommer und Herbst

Noch fällt der Gedanke schwer, sich mit dem Ende des Sommers abzufinden. Da helfen auch nicht die ersten, ernstzunehmenden Anzeichen des heraufziehenden Herbstes: Die Tage werden kürzer, die Nächte deutlich kälter, die Umwelt stellt sich langsam, aber sicher auf den Jahreszeitenwechsel ein. So anstrengend die zurückliegenden heißen Sommerwochen gewesen sein mögen, so richtig loslassen möchte man sie eigentlich noch nicht.

Glücklicherweise beschert uns der Übergang zwischen Sommer und Herbst immer noch eine Menge Sonnenschein und der will in vollen Zügen genossen werden. Dabei bleibt genug Zeit, sich auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten – um den Herbst genauso intensiv genießen zu können.

Mode

Modisch sind die Wochen, in denen sich Wetter und Umwelt noch nicht gänzlich zwischen Sommer und Herbst entschieden haben, die klassische Zeit für die Übergangsjacke. Sie ist das textile Aushängeschild für die Zeit zwischen den Jahreszeiten, wenn alles noch ein wenig unentschlossen in der Schwebe hängt.

Dabei ist die Übergangszeit generell die perfekte Gelegenheit, Sommerstyles mit neuen Herbsttrends zu kombinieren – oder gleich selbst herzustellen, wie einen leichten Sommer-Poncho, der auch an milden Herbstabenden durchaus überzeugen kann. Was unter modischen Gesichtspunkten spannend ist und neue Trends verspricht, ist von der ganz praktischen Seite betrachtet eine Notwendigkeit: Wenn Wetter und Temperaturen unstet sind, muss das Styling eben anpassungsfähig sein.

Übergangsjacken für Übergangszeiten

Die ganze Problematik ständig wechselnder Außentemperaturen und Wetterlagen, üblicherweise an ein und demselben Tag, verspricht ein einziges Kleidungsstück weitgehend zu lösen: die Übergangsjacke. Die hat im Jahresverlauf zwei Gelegenheiten, um zu überzeugen, im Frühling und im Herbst.

In beiden Fällen soll sie dabei helfen, den Körper gegen zu niedrige Gradzahlen zu schützen, während sie gleichzeitig nicht zu warm sein darf, sollten die Temperaturen doch noch steigen. Übergangsjacken vollführen also eine schwierige Gratwanderung, denn in Sachen Funktionalität steht sie vor großen Ansprüchen. Leicht soll sie sein, zum schnellen Überwerfen geeignet, bei Kälte warmhalten und bei Wärme nicht für Schweißausbrüche sorgen. Außerdem ist sie am besten winddicht und wasserfest, falls Herbstregen einsetzt.
Offensichtlich ist, dass die Auswahl wirklich keine leichte ist. So sehr der Begriff „Übergangsjacke“ einen einheitlichen Typus Jacke/leichte Jacke suggeriert – in ihrer Ausführung tritt die Jacke für meteorologisch unsichere Zeiten jedenfalls sehr unterschiedlich auf. Auch vom modischen Standpunkt aus wird die Auswahl der passenden Übergangsjacke daher zu keiner leichten Entscheidung.

Welche Jacke ist die richtige für den Übergang?
© unsplash.com iamSherise
Schwierige Entscheidung: Welche Jacke ist die richtige für den Übergang?

Windjacken, Parkas, Fleecejacken, Regenjacken, Westen, Lederjacken, Doppeljacken – sie alle können mit einiger Berechtigung von sich behaupten, als Übergangsjacke geeignet zu sein. Mit durchaus unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, funktional wie modisch. Vielleicht fällt die Entscheidung leichter, wenn die leichten Jacken gleich in eine probate Styling-Methode für den Sommer-Herbst-Übergang eingebunden werden.

Layering-Look: Temperaturschwankungen? Kein Problem!

Gemeint ist damit der Layering-Look, der nicht nur unglaublich stylisch wirkt, sondern außerdem den sehr praktischen Vorteil birgt, die Zahl der Kleidungsschichten einfach den Außentemperaturen und Wetterbedingungen anpassen zu können.

Überhaupt hat das, was früher so platt als „Zwiebellook“ bezeichnet wurde, nur Vorteile. Nicht zuletzt deshalb, weil er eine Kombination – oder besser gesagt: viele Kombinationen – sehr verschiedener Lieblingsteile erlaubt. Das Beste, was der Kleiderschrank für Sommer und Herbst zu bieten hat, kann beim Layering zusammenkommen, um einen coolen und einzigartigen Look zu kreieren. Zwei Jahreszeiten in einem gemeinsamen Style.

Mit etwas Geschick Tipps finden luftig-leicht und behaglich-warm zu einem harmonischen Ganzen zusammen. So geht es Schicht für Schicht dem Herbst entgegen, ohne den Sommer schon ganz nach hinten in den Schrank packen zu müssen.

Mit wenigen Teilen durch die Übergangszeit

Zu einem gelungenen Layering-Look gehören nicht mehr als fünf Kleidungsstücke, aber im Prinzip lässt sich die Übergangszeit auch mit deutlich weniger Teilen überstehen. Einzige Grundvoraussetzung: Sie sollten sich für beide Jahreszeiten eignen, um in möglichst vielen verschiedenen Kombis getragen werden zu können.

Wenig überraschend gehört mit dem Trenchcoat ein absoluter Klassiker und Dauerbrenner in diese Kategorie. Denn wirklich out of style ist der Mantel bekanntlich nie und auch wegen seiner Vielseitigkeit bleibt er ein absolutes Muss für jeden Kleiderschrank. Dass er je nach Ausführung auch als Übergangsjacke durchgeht, ist nur ein weiterer Pluspunkt.

Mit leichten Basic-Teilen ideal für lässige Sommer-Looks, außerdem passt der Trenchcoat perfekt in den Layering-Look. Trenchcoat, Bluse, Pullover und im Zweifelsfall ein Tuch oder Schal – so schnell ist der Style für den ausklingenden Sommer/beginnenden Herbst fertig.

Apropos Blusen: Gerade Long-Blusen fallen ebenfalls in dasselbe Schema wie der Trenchcoat. An warmen Tagen sind sie für sich genommen eine luftige und lässige Angelegenheit, sobald es kälter wird, verwandeln sie sich zusammen mit Rollkragenpullovern oder gemütlichen Cardigans zu einer weiteren Variante des Lagen-Looks.

Auch für Sommerröcke ist längst noch nicht der Zeitpunkt gekommen, um sich in den Winterschlaf zu verabschieden. Mode- und Beauty-Bloggerin Janina Loves erklärt, wie Röcke im Herbst noch zu Hochform auflaufen können. Einmal mehr liegt das Geheimnis in der geschickten Kombination mit herbstlichen Kleidungsstücken. Das Prinzip funktioniert übrigens ebenso gut in umgekehrter Richtung: Lederröcke sind nämlich nicht nur für die richtig kalten Tage gemacht, sondern können schon in der Übergangszeit getragen werden.

Je nach Oberteil – Shirt oder leichte Bluse für sommerliche Temperaturen, Pullover und Mantel für eher ungemütliche Herbsttage – ergibt sich daraus ein Look, der entweder zur einen oder zur anderen Jahreszeit passt. Oder im Idealfall genau das Dazwischen trifft.

Mode für alle Eventualitäten
© unsplash.com Irina Iriser
Übergangszeit ist oft noch T-Shirt-Zeit - in der richtigen Kombination.

Mode für alle Eventualitäten

Diese modische Zielgenauigkeit macht die Übergangszeit nicht immer zu einer leichten Aufgabe. Das Dilemma vor dem Kleiderschrank, im ungünstigsten Fall zu kalt oder zu warm angezogen zu sein, ist aber immerhin nur ein vorübergehendes. Leider: Denn in absehbarer Zeit übernimmt der Herbst komplett und fordert, langsam aber sicher, nach winterfester Bekleidung. Deshalb sollte die, wenn auch manchmal wechselhafte, Übergangszeit mit ihren warmen Spätsommertagen solange wie möglich genossen werden.

Beauty

Die heißen Sommertemperaturen waren für den Körper eine ordentliche Herausforderung. Die schlechte Nachricht: Der Herbstbeginn verspricht in der Hinsicht auch keine wirkliche Entspannung. Die gute Nachricht lautet allerdings: Mit den richtigen Pflege-Tipps und ‑Tricks kann der Herbst der Schönheit von Haut und Haaren gar nichts anhaben. Es kommt nur auf die richtige Pflege an.

Die Schwierigkeit liegt darin, dass in Beauty-Angelegenheiten der Wechsel zwischen Sommersonne und Herbsttrübnis als erschwerende Bedingung hinzukommt. Gut möglich also, dass an vielen Tagen die Frage noch durchaus relevant ist, mit welchen Mitteln den Folgen von Hitze – oder zumindest annähernd hochsommerlichen Temperaturen – beizukommen ist.

Die warmen Tage sind noch nicht vorbei

Die lassen den Körper trotz des fortgeschrittenen Kalenders an manchen Tagen noch ordentlich schwitzen. Was für Abkühlung sorgen soll, bringt aber mit der Zeit eben auch unangenehme Gerüche mit sich. Deos versprechen Abhilfe, sind aber nicht immer so wirksam oder so verträglich wie erhofft. Immerhin, es gibt schonende Alternativen.

Salbeitee etwa kann die Transpiration etwas lindern, weswegen das Kraut gerne in naturkosmetischen Deos verwendet wird. Ähnliches gilt für Rosmarin, das als Badeöl dafür sorgt, dass die für die Geruchsentwicklung verantwortlichen Bakterien nicht mehr ihrer „Arbeit“ nachgehen können. Noch einfacher funktionieren Zitronen: Die wirken antibakteriell, ziehen die Schweißporen zusammen und erfrischen gleichzeitig. Allerdings ist das Bestreichen der Haut mit einer halbierten Zitrone nur dann empfehlenswert, wenn es keine verletzten oder empfindlichen Hautpartien gibt.

Übergang Sommer zum Herbst
© unsplash.com Vincent Foret
Wohltuend für die heißen Tage: Rosmarin, am besten als Badeöl.

Für schnellen Wohlgeruch unterwegs bieten sich wiederum Deos an. Vorzugsweise solche, die keine Aluminiumsalze enthalten, um mögliche gesundheitliche Folgen von vorneherein ausschließen zu können. Natürlich spricht auch nichts dagegen, mit einem Parfum die Eigene und andere Nasen zu erfreuen – am besten mit einem neuen Duft, denn tatsächlich verändern sich mit dem Übergang zum Herbst die Vorlieben.

Ein guter Grund also, um auch im heimischen Parfum-Sortiment für ein wenig Veränderung zu sorgen. Das muss gar nicht teuer sein, bekannte Markendüfte sind auch als Schnäppchen zu bekommen und lassen damit vielleicht sogar finanziellen Spielraum für noch mehr Abwechslung - schließlich ist die Übergangszeit auch von ständigen Wechseln gekennzeichnet.

No Bad-Hair-Days: Schöne Haare in der Herbsttristesse

Zugegeben, es ist natürlich im Herbst und schon gar nicht in der Übergangszeit immer trüb, regnerisch und stürmisch draußen. Trotzdem sind das die Bedingungen, auf die sich auch die Haare langsam einstellen müssen. Langsam bis gar nicht trocknende Haare wegen der höheren Luftfeuchtigkeit sind dabei nur eines der Probleme, die es beim Haarstyling zu lösen gilt.

Kaum weniger problematisch sind nämlich mögliche „Altlasten“ aus dem Sommer: Zu trocken, zu stumpf, zu spröde, zu ausgeblichen können die Haare nach dem überreichlichen Sonnenschein des ausklingenden Rekordsommers sein. In solchen Fällen ist es sinnvoll, den Haaren zur Vorbereitung auf das Wechselwetter erst einmal eine Aufbaukur zu gönnen, damit sie sich gestärkt den neuen Verhältnissen stellen können:

Herbstliches Haar
© unsplash.com Hannah Morgan
herbst-haare: Keine Chance für den Herbstblues, sondern einfach nur die Übergangszeit genießen.
  • „Kur“ ist in diesem Zusammenhang wörtlich zu verstehen. Regelmäßig, im Idealfall einmal pro Woche, erhalten die trockenen Haare eine geeignete Kur, um ihnen Feuchtigkeit zurückzugeben, Schäden zu reparieren und ihnen insgesamt die gewohnte Strapazierfähigkeit gegen jedwede äußeren Einflüsse zurück zu geben. Am besten sind Kuren ohne Silikone, dafür mit Tiefenwirkung.
  • Als Alternative oder auch als Ergänzung kommen Haaröle in Betracht. Die helfen besonders trockenen Spitzen und brüchigen Haaren zu neuer Geschmeidigkeit – und verhindern, dass diese Probleme zu schnell wieder auftauchen. Selbst bei Haartypen, die regelmäßig geföhnt werden müssen.
  • Bis die Gegenmaßnahmen Wirkung zeigen, sind heiße Glätteisen und Lockenstäbe erst einmal zu meiden. Auch der Föhn sollte auf der untersten Stufe genutzt werden, um den Haaren so wenig Hitze wie möglich anzutun – davon hatten sie schließlich in den vergangenen Monaten mehr als genug. Nach Möglichkeit wird für das Kämmen eine schonende Bürste benutzt, Naturborsten bieten sich beispielsweise an, um neue Schädigungen der Haare auszuschließen.

Im Zweifelsfall ist es eine Überlegung wert, die neue Jahreszeit mit einer neuen Frisur zu begrüßen. Die muss ja nicht gerade radikal ausfallen: Es hilft bereits, die Spitzen in regelmäßigen Abständen zu kürzen. Dadurch verschwinden brüchige Stellen sogar langfristig, denn das Schneiden fördert das Haarwachstum und sorgt für gesündere Spitzen, die weniger leicht brechen. Damit ist das Haar selbst auf widrigstes Herbstwetter vorbereitet und nicht so einfach außer Form zu bringen.

Herbsthaut

Im Sommer sind es vor allem Trockenheit und hohe UV-Belastung, die der Haut zusetzen. Dazu ist nicht einmal ein Sonnenbrand notwendig. Trockene Haut wird aber auch im Herbst ein großes Thema bleiben, allerdings aus anderen Gründen.

Einer davon ist unmittelbar mit dem allmählichen Übergang zum Herbst und Winter verbunden. Die kühleren Temperaturen sind für die Talgdrüsen nämlich das Signal, ihr Arbeitspensum etwas zurückzufahren. Die Folge: Die Versorgung der Haut mit Fett und Feuchtigkeit wird zurückgefahren und es entstehen trockene Stellen. Sobald es drinnen notwendig wird, die Heizung aufzudrehen, beschleunigt sich der Prozess durch die trockene Raumluft sogar noch.

Eine weitere Folge sind Hautunreinheiten, denn die Talgdrüsen haben außerdem den Auftrag, beim Abtransport von Schmutz und Bakterien mitzuhelfen. Das geschieht nur leider nicht mehr in ausreichender Form. Also braucht die Haut etwas Unterstützung von außen, um samtweich und geschmeidig zu bleiben:

  • Cremes helfen dabei, die natürliche Schutzbarriere der Haut wieder aufzurichten. Wichtig ist, dass diese Cremes die Haut nicht nur mit Feuchtigkeit versorgen, sondern auch rückfettend wirken.
  • Für das Gesicht empfiehlt sich die regelmäßige – also mindestens zweimal wöchentlich – Anwendung von Feuchtigkeitsmasken. Die zeigen ihre Wirkung am deutlichsten, wenn sie vor dem Schlafen aufgelegt werden, denn dann startet der Körper ohnehin mit seinem Regenerationsprogramm.
  • Ein besonderer Problemfall sind die Hände. Die verfügen ohnehin nur über eine geringe Anzahl an Talgdrüsen und sind daher besonders anfällig für trockene Raum- und kalte Herbstluft. Je mehr sie darüber hinaus beansprucht werden, desto schneller und deutlicher zeigen sich die Folgen in spröder und rissiger Haut. Handcremes sind daher Pflicht, um den Händen die verlorene Feuchtigkeit und damit ihre Geschmeidigkeit zurück zu geben – und lassen sich ebenfalls ganz einfach selbst herstellen.
  • Nicht vergessen: die Lippen. Die werden nur von einer dünnen Hautschicht geschützt und zeigen deshalb umso früher die unangenehmen und schmerzhaften Folgen einer Unterversorgung mit Feuchtigkeit. Ein Lippenbalsam kann in diesem Fall für Abhilfe sorgen.

Darüber hinaus kann die Haut auch im Rahmen der täglichen Körperpflege geschont werden. Zwar verführen regnerische Schmuddeltage im Herbst dazu, ein ausgedehntes Bad zu nehmen. Aber solche Vergnügungen in der Wanne sollten doch die Ausnahme bleiben. Zu viel Zeit in zu heißem Wasser, in Verbindung mit Schaum und parfümhaltigen Badezusätzen sorgt zwar für Entspannung für die Seele – aber eben nicht für die Haut.

Die trocknet durch das Baden nur noch schneller aus. Besser ist daher Duschen. Allerdings gilt auch dabei, die Haut nicht zu lange dem Wasser auszusetzen und die Temperatur nicht zu hoch einzustellen. In beiden Fällen ist es im Anschluss sinnvoll, die Haut mit Duschlotionen oder Duschölen versöhnlich zu stimmen. Zum Aufwärmen ist es besser, zu warmen Getränken zu greifen – denn die helfen dabei, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers von innen aufzufüllen.

Davon profitiert auch die Haut und das selbstverständlich nicht nur in der Übergangszeit. Allerdings ist sie so deutlich besser vorbereitet auf alles, was ihr in den kommenden Monaten an Temperatur- und Wetterwechseln bevorsteht.

Gesundheit

Übrigens lässt sich nicht nur an trockener Haut erkennen, dass der Herbst jetzt doch so langsam den Spätsommer ablöst. Der Jahreszeitenwechsel wirkt sich nämlich auf den gesamten Organismus aus, denn er bedeutet einmal mehr eine Anpassung des Biorhythmus an neue Bedingungen: Kürzere Tage, weniger Sonnenlicht, da stellt sich schnell das herbstliche Pendant zur Frühjahrsmüdigkeit ein.

Damit daraus nicht ein schlimmer Fall von Herbstblues wird, gilt es gerade in der Übergangsphase gegenzusteuern. So bleibt kein Platz für trübe Stimmung, egal wie düster die Tage werden. Zumal Spätsommer und Herbst ja auch immer wieder unglaublich schöne Tage bieten, die umso mehr aktiv genossen werden sollten. Überhaupt ist mehr Aktivität ein probates Mittel, um die gute Sommerlaune möglichst lange in die unbequemeren Jahreszeiten hinein zu retten.

Weniger Sonne, weniger Schwung

Ein wichtiger Grund für den Stimmungswechsel in der Übergangszeit ist in der Tat die sinkende Zahl der Sonnenstunden. Das fördert einerseits die Bildung von Melatonin, ein Hormon das für Müdigkeit sorgt, und andererseits für eine geringere Produktion von Vitamin D, das ebenfalls Einfluss auf das Wohlbefinden hat.

Erschwerend kommen für den Körper schwankende Temperaturen hinzu: Die können eine ziemliche Anstrengung bedeuten, denn für den Organismus gilt es, die Körperkerntemperatur möglichst konstant zu halten. Wenn die Lufttemperaturen aber steigen und fallen, muss der Körper quasi ständig nachregulieren – was durchaus Stress verursachen kann.

Aktiv den Schwung zurückholen

Deshalb ist es umso wichtiger, den Körper in der Übergangszeit mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen. Nicht nur, damit er die Anpassungsschwierigkeiten möglichst schnell übersteht, sondern um ihn gleichzeitig auf die beginnende Grippe- und Erkältungssaison vorzubereiten.

Frischluft und Tageslicht. Zugegeben, der strahlende Sonnenschein wird ab jetzt immer knapper, aber gerade deswegen sollte so viel wie möglich davon mitgenommen werden. Am besten mit Bewegung an der frischen Luft, denn das stärkt gleich noch das Immunsystem. Müdigkeit oder ein Gefühl der Schlappheit sollten dabei als Ausrede nicht gelten: Wer die wenigen Sonnenstunden im wahrsten Sinne verschläft, verstärkt die Herbstmüdigkeit nur noch.

Herbstblues
© unsplash.com David Hurley
Keine Chance für den Herbstblues, sondern einfach nur die Übergangszeit genießen.

Ernährung. Im Herbst stellt sich bereits das bekannte Phänomen ein, dass der Körper häufiger Heißhunger auf Süßigkeiten – oder Kohlenhydrate im Allgemeinen – entwickelt. Mit bewusstem und maßvollem Genuss ist das unproblematisch, aber andererseits auch kein Ersatz für eine angemessene und gesunde Ernährung. Deswegen sollten die Mahlzeiten ausreichende Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, damit der Körper rundum bestens versorgt ist.

So schwer es an vielen Tagen fallen mag, das beste Rezept gegen einen sich ankündigenden Herbstblues bleibt die eigene Aktivität. Solange dem Körper dabei nicht die wohlverdienten Ruhephasen vorenthalten werden, die in der zweiten Jahreshälfte einfach dazugehören. Trotzdem gilt es, sich von Schlechtwetterphasen nicht beeindrucken zu lassen und die Übergangszeit so positiv wie möglich zu nehmen.

Diese BHs lieben Frauen ab 40
Ein Büstenhalter soll nicht nur gut aussehen, er soll vor allem gut sitzen und nicht einzwängen. Wenn man den BH gar nicht spürt, ist dies das Optimum. Reifere...
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...