Gesetzesänderungen: Was ändert sich im neuen Jahr?

Was ändert sich im neuen Jahr?

Willkommen 2020! Und was bedeutet der Jahreswechsel für unser Portemonnaie? Wir haben die wichtigsten Gesetzesänderungen für Geld, Beruf, Nachhaltigkeit und Co. zusammengefasst.

Gesetzesänderungen 2020: Was ändert sich im neuen Jahr?
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Was ändert sich im neuen Jahr?

Gesetzesänderungen 2020: Geld

Ab Januar bekommen alle, die Arbeitslosengeld II – umgangssprachlich Hartz IV – beziehen, etwas höhere Beträge. Für Alleinstehende steigt der Regelsatz um acht Euro auf 432 Euro pro Monat. Lebt man mit einem weiteren bedürftigen Erwachsenen zusammen, sind es 389 Euro monatlich. Für Kinder und Jugendliche steigt der Satz um fünf bis sechs Euro an. Ebenso werden die Grundsicherung im Alter und die Sozialhilfe erhöht. In geringem Maß steigt auch der Mindestlohn, den Auszubildende ab 2020 erhalten.

Gesetzesänderungen 2020: Nachhaltigkeit

Mit dem Klimaschutzpaket ändert sich Folgendes: Aufgrund des ermäßigten Umsatzsteuersatzes senkt die Bahn die Preise für ICE und IC um zehn Prozent. Pendler müssen aber weiterhin tief in die Tasche greifen, denn die Bahnpreise für Regionalzüge wurden wie üblich um 3 Prozent erhöht. Ein Monatsticket beispielsweise von Lübeck nach Hamburg (Großbereich) kostet jetzt knapp 170 Euro! Bei diesen Preisen dürfte der Umstieg auf die Bahn auf sich warten lassen. Im Gegenzug steigt die Luftverkehrsteuer und dadurch auch der Flugpreis je nach Entfernung von drei bis 16 Euro pro Ticket. Und: Energetische Sanierungen wie die Dämmung von Dächern und Außenwänden werden steuerlich gefördert. Dazu müssen Haushalte, die mehr als 6000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen, ab 2020 die neuen intelligenten Messsysteme – auch Smart Meter genannt – einbauen lassen. Diese ermitteln den Verbrauch, speichern zudem die Daten dazu.

Gesetzesänderungen 2020: Familie

Trennungskinder bekommen mehr Geld. Unterhaltspflichtige Elternteile zahlen nämlich je nach Alter des Kindes in der untersten Einkommensgruppe 15 bis 21 Euro mehr im Monat. Außerdem wird der Kinderfreibetrag um 192 Euro erhöht.

Gesetzesänderungen 2020: Verkehr

Falschparker, etwa in zweiter Reihe oder auf Geh- und Radwegen, müssen mit höheren Bußgeldern rechnen. Bis zu 100 Euro mehr werden fällig. In schwerwiegenden Fällen gibt es auch Punkte. Das kurze Halten auf dem Schutzstreifen ist dann ebenfalls nicht mehr erlaubt. Außerdem ist Abstand angesagt: Autofahrer müssen gegenüber Fahrradfahrern einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten. Bei Nichteinhaltung drohen 30 Euro Bußgeld, bei Gefährdung von Kindern, älteren Menschen oder Hilfsbedürftigen drohen 80 Euro und ein Punkt in Flensburg, bei Schädigung vorgenannter Personen 100 Euro und ebenfalls 1 Punkt in Flensburg.

Gesetzesänderungen ab 2020: Berufe

Für Arbeitnehmer, die mehr als acht Stunden beruflich auswärts tätig sind, steigt die Verpflegungspauschale auf 14 Euro, bei 24 Stunden Abwesenheit auf 28 Euro. Auf vom Arbeitnehmer selbst finanzierte Job-Tickets fallen nur noch 25 Prozent Steuern an. Die 30-Cent-Entfernungspauschale für den Arbeitsweg können sie trotzdem absetzen. Zudem tritt auch das Paketboten-Schutz-Gesetz mit der Nachunternehmer-Haftung in Kraft. Damit werden jetzt Unternehmer im Kurier-, Express-, Paket- oder Transportgewerbe verpflichtet, Sozialbeiträge für säumige Subunternehmer nachzuzahlen. Auch mit dem Pflegeberufe-Gesetz wird sich einiges ändern. So müssen die Lehrlinge kein Schulgeld mehr zahlen, sie erhalten zudem auch eine Ausbildungsvergütung.

Gesetzesänderungen ab 2020: Feiertage

Was Feiertage anging, lag Berlin immer auf dem letzten Platz. Mit dem 8. März 2019 (Frauentag) kam der zehnte Feiertag hinzu. Und einmalig am 8. Mai 2020 feiert die Hauptstadt den Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus.

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