4 einfache Tipps, um Wildtieren bei Hitze zu helfen

4 einfache Tipps, um Wildtieren bei Hitze zu helfen

Die Temperaturmarke klettert über 30 Grad – das ist nicht nur für uns eine Herausforderung. Auch Igel, Eichhörnchen und Bienen macht diese Hitze zu schaffen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Wildtieren durch die Hitzewelle helfen.

 

So helfen Sie Wildtieren durch die Hitzewelle

Die extremen Sommertemperaturen sind sowohl für unsere Landschaft als auch für uns selbst und unsere lieben Haustiere eine Herausforderung. Aber nicht nur das – auch für heimische Wildtiere sind Temperaturen jenseits der 40 Grad eine ungewohnte Zumutung. Damit Igel, Eichhörnchen und Vögel der Hitze nicht zum Opfer fallen, können Sie helfen. Wir verraten Ihnen, welche Tipps die Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN empfiehlt, um heimischen Wildtiere während der Hitzewelle zu unterstützen.

1. Wasser bereitstellen

Wir wissen alle: Genug Trinken ist das A und O bei Hitze. Nicht nur gegen das Austrocknen, auch um sich abzukühlen sind flache Schalen mit Wasser eine Rettung für Vögel, Insekten und Eichhörnchen. Diplom-Biologin und Wildtierexpertin bei VIER PFOTEN Eva Lindenschmidt empfiehlt:

Es ist eine große Hilfe für Tiere, wenn man an verschiedenen Stellen im Garten, Park oder auf dem Balkon Wasserstellen schafft, wo die Tiere ungestört trinken können. Am besten sind große flache Schalen geeignet, denn Eimer oder hohe Gefäße können für Mäuse oder Igel unerreichbar sein oder im schlimmsten Fall zur Todesfalle werden, wenn die Tiere hineinfallen.

Hier können Sie außerdem nachlesen, wie Sie eine Bienentränke ganz einfach selbst herstellen >>

Der richtige Standort für Trinkschalen

Damit die Trinkgelegenheiten auch von Igel, Maus und Vögeln angenommen werden, ist die richtige Platzierung wichtig. Vermeiden Sie Orte, die Wildtiere abschrecken könnten. Etwa, wenn die Schale zu dicht an den Lieblingsplätzen der Haustiere, mitten in der prallen Sonne oder zu nah an uns Menschen aufgestellt wird.

2. Wasser regelmäßig wechseln

Der gute Wille ist sichtbar, wenn man flache Wasserschalen für Wildtiere aufstellt. Doch wichtig dabei ist auch, diese sauber zu halten – sonst kann es schnell gefährlich werden. Eva Lindenschmidt erklärt:

Wenn das Wasser steht und sich aufheizt, besteht die Gefahr, dass sich Bakterien ansiedeln. Die gut gemeinte Trinkgelegenheit wird dann schnell zur gefährlichen Petrischale.

Vor allem Vögel, die in den Wasserschalen baden, können unschöne Keime hinterlassen, die andere Tiere beim Trinken aufnehmen. Tauschen Sie das Wasser deshalb einmal am Tag aus.

3. Vorhandene Wasserquellen nutzen und sichern

Wer einen Gartenteich, einen Pool, Regentonnen oder ähnliches besitzt, kann dieses Wasser für die Wildtiere zugänglich machen oder dafür sorgen, dass sie zu keinen Todesfallen mutieren. Decken Sie Pools und Teiche entweder mit einer Plane ab, oder sorgen Sie dafür, dass die Tiere wieder herauskommen können.

Ein großer Ast oder ein Zweig können als natürliche Rettungsleiter fungieren. Kleinere Wildtiere können daran schnell wieder rausklettern, wenn sie einmal hineingefallen sind. Alternativ kann man auch aus größeren Steinen eine Art Rettungspfad legen. Steine, die leicht aus dem Wasser herausragen, sind auch für Insekten ideale Landezonen und gute Trinkplätze,

empfiehlt Biologin Lindenschmdit.

4. Zuckerwasser für geschwächte Tiere

Sehen Sie geschwächte Bienen oder Hummeln, die am Boden sitzen, können Sie diese mit einem kleinen Energiebooster stärken. Zuckerwasser ist einfach und schnell zubereitet und päppelt die Insekten im Nu wieder auf. Verwenden Sie dazu eine kleine Pipettenflasche oder eine Spritze ohne Nadel, mit der Sie ein paar Tropfen direkt in Reichweite des geschwächten Insektes platzieren. Streckt die Hummel oder Biene ihren Rüssel danach aus und trinkt das Zuckerwasser, wird sie innerhalb kürzester Zeit wieder von dannen fliegen können.

Noch mehr Infos und Tipps zu Wildtieren finden Sie hier >>

Im Video: So helfen Sie Igeln und anderen Tieren

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