7. Mai 2021
So bleiben Lebensmittel lange frisch

So bleiben Lebensmittel lange frisch

Jeder Deutsche wirft Jahr für Jahr durchschnittlich 75 Kilogramm Lebensmittel weg. Der Grund: Viele Speisen werden durch Schimmel und Verderbnis ungenießbar, bevor sie verzehrt sind. Das verursacht dem Einzelnen nicht nur eine Menge Müll, sondern auch zusätzliche Kosten!

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Geld sparen und Abfall vermeiden Sie, wenn Sie Lebensmittel zuhause richtig lagern. Wie Sie frische Einkäufe und Grundnahrungsmittel so aufbewahren, dass sie länger frisch bleiben, erfahren Sie im Folgenden. Außerdem klären wir die Frage: Wie lange halten sich die beliebtesten Speisen eigentlich unter optimalen Bedingungen?

1. Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahren

Frische Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Käse, Fleisch, Fisch sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten bleiben nur appetitlich und gesundheitlich unbedenklich, wenn Sie sie im Kühlschrank lagern. Dort herrschen idealerweise 5 Grad Celsius – allerdings nur im mittleren Fach. In den anderen Lagerzonen ganz oben, unten oder in der Kühlschranktür variieren die Temperaturen stark und bestimmen damit, welche Lebensmittel wo am besten aufgehoben sind:

  • Frischer Fisch, frisches Fleisch, leicht verderbliche Desserts und frische Milchprodukte gehören auf die unterste Ablage über dem Gemüsefach. Denn kalte Luft sinkt auch im Kühlschrank nach unten und schafft dort bei etwa 2 Grad die idealen Bedingungen für die empfindlichsten Lebensmittel.
  • Butter, Eier, gesäuerte Milchprodukte, Aufschnitt und geöffnete Konservengläser stellen Sie am besten in die Mitte des Kühlschrankes.
  • Bereits gegarte Speisen, Kuchen, Marmelade und Getränke finden ihren Platz auf der oberen Ablage, wo die Temperatur bis auf 8 Grad ansteigen kann.
  • Fertigsauce, Ketchup, Mayonnaise und Marmeladen sind auch in der Kühlschranktür gut aufgehoben. Sie enthalten reichlich Zucker und natürliche Konservierungsstoffe, sodass sie bei Temperaturen von 8 bis 10 Grad nicht verderben. Auch Eier vertragen das Klima in der Kühlschranktür. Frischmilch sollten Sie dagegen eher in den unteren und mittleren Kühlschrankzonen abstellen, damit sie nicht sauer wird.
  • Kohlgemüse, Rüben, Blattsalate, Spargel, Pilze und Kräuter profitieren ebenso von der Lagerung im Gemüsefach wie Beerenobst, Aprikosen und Kirschen. Die Glasplatte über den Schubladen sorgt für eine gewisse Isolation und hält die Temperatur hier bei etwa 7 Grad.

Was gehört nicht in den Kühlschrank?

Insbesondere Zitrus- und Südfrüchte leiden in der Kälte – Bananen und Ananas entwickeln braune Stellen und Limetten verlieren ihren charakteristischen Duft. Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln verlieren im Kühlschrank ebenfalls deutlich an Aroma. Besonders stark wirkt sich die Kälte auch auf Brot aus: Es trocknet schneller aus und wird in Kürze altbacken. Andere Produkte leiden in ihrer Konsistenz: Olivenöl wird im Kühlschrank fest und Honig kristallisiert.

2. Lebensmittel tiefgekühlt lagern

Sowohl fertige Tiefkühlkost als auch selbst eingefrorene Lebensmittel können Teil einer klugen Vorratshaltung sein, die Müll minimiert. Beim Einkauf von TK-Ware gilt: Achten Sie darauf, dass Sie die Kühlkette nicht unterbrechen und tragen Sie die Ware möglichst in isolierten Taschen mit Kühlakkus nach Hause. Wer Speisen einfriert, muss bedenken: Je frischer die Zutaten verarbeitet werden und je schneller das Gericht nach dem Kochen in die Tiefkühlung gelangt, desto mehr Vitalstoffe bleiben erhalten und desto länger hält die Speise frisch. In punkto Haltbarkeit können Sie sich an den folgenden Richtwerten für Tiefgefrorenes orientieren:

  • Kuchen und Backwaren: 1 bis 3 Monate
  • Selbstgekochte Speisen: 1 bis 3 Monate
  • Milchprodukte: 2 bis 6 Monate
  • Kräuter: 3 bis 4 Monate
  • Wurst und Aufschnitt: 1 bis 6 Monate
  • Fleisch und Fisch: 3 bis 12 Monate
  • Gemüse: 3 bis 12 Monate
  • Obst: 9 bis 12 Monate

Achtung: Die Haltbarkeit ist nur bei einer Lagertemperatur von minus 18 Grad und einer luftdichten Verpackung gewährleistet!

Tipps und Tricks zum Einfrieren

Je nach Gefriergut sollten Sie bei der Lagerung in der Tiefkühltruhe folgendes beherzigen:

  • Fleisch und Fisch halten sich im Frost länger, je magerer die Sorten sind, weil das enthaltene Fett unter dem Sauerstoffeinfluss in der Verpackung schnell ranzig wird. Um Gefrierbrand und Aromaverlust zu vermeiden, sollten Sie Gefrierboxen bis oben hin füllen und aus Gefrierbeuteln vor dem Verschließen überschüssige Luft herausdrücken.
  • Selbstgekochtes sollten Sie vor dem Einfrieren abkühlen lassen, damit ihre Wärme nicht die Innentemperatur des Gefrierfachs ansteigen lässt. Suppen, Saucen und Eintöpfe frieren Sie am besten in kleine Behältnisse portionsweise ein, damit Sie beim Auftauen flexibel bleiben und nur die tatsächlich benötigte Menge aus dem Frost nehmen müssen.
  • Obst und Gemüse zerkleinern Sie vor dem Einfrieren – die meisten Sorten können Sie problemlos roh in Gefrierbeutel- und boxen verpacken. Einzig Gurken, Tomaten und Radieschen leiden im Eisfach und werden nach dem Auftauen matschig.
  • Brot und Kuchen lassen Sie nach dem Einfrieren zunächst 10 Minuten bei Zimmertemperatur auftauen und backen sie anschließend 5 Minuten bei 160 Grad auf.
  • Brühe, Fruchtsäfte und gehackte Kräuter lassen sich für das Einfrieren praktisch in Eiswürfelförmchen abfüllen, sodass Sie beim Kochen die gewünschte Menge zum Verfeinern und Würzen bequem entnehmen können.

3. Lebensmittel für die trockene Lagerung

Getreideflocken, Hülsenfrüchte, Mehl, Zucker und Konservendosen – diese haltbaren Lebensmittel bewahren Sie idealerweise in einem Vorratsschrank, einer Speisekammer oder einem trockenen Kellerraum auf. Damit die Dauerkonserven ihre maximale Haltbarkeit ausspielen können, sollten Sie folgende Hinweise beherzigen:

  • Mehl und Getreideflocken sollten Sie nicht in angebrochenen Tüten lagern, sondern den Inhalt in luftdicht verschließbare Dosen umfüllen. Stehen sie in einem dunklen Vorratsraum können die Behältnisse selbst transparent sein – so erkennt man den Inhalt auf einen Blick. Die luftdichte Verpackung hat einerseits den Sinn, Schädlinge wie Mehlmotten und Mehlwürmer fernzuhalten, andererseits schützt sie das Mehl vor dem Ranzig werden. Generell gilt: Vollkornmehle enthalten durch ihren Keimanteil mehr Fett und werden daher schneller ranzig als weiße Auszugsmehle.
  • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen profitieren ebenfalls vom Umfüllen in eine luftdichte Verpackung. Kühl und dunkel gelagert erhalten sie lange ihre Nährstoffe und ihr Aroma.
  • Zucker ist prinzipiell unbegrenzt lang haltbar und stellt kaum Ansprüche an die Lagerbedingungen. Zu feucht darf die Umgebung allerdings nicht sein, sonst verklumpen die Kristalle. Das hat keine Auswirkungen auf die Haltbarkeit, aber erschwert das Dosieren.
  • Konservendosen und Gläser lassen sich in kühlen und dunklen Vorratsräumen bequem stapeln und über Jahre aufbewahren, ohne dass es die Qualität des Inhalts mindert. Hier kommt es auf die Logistik an: Platzieren Sie häufig gebrauchte Artikel in Griff- und Blickhöhe, während seltener genutzte Waren in den hinteren Reihen Platz finden. Konserven mit gewölbten Deckeln sollten Sie ungeöffnet entsorgen, bei eingedellten und beschädigten Dosen muss der Inhalt vor dem Verzehr gut kontrolliert werden. Wer eine Dose nicht komplett leert, sollte Reste umfüllen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Andernfalls könnten Säuren unter Sauerstoffeinwirkung mit dem Metall der Dose reagieren, den Geschmack verfälschen und Metallrückstände in das Lebensmittel gelangen.
  • Kartoffeln richtig zu lagern ist eine echte Herausforderung. Da sich die Knollen bei vier bis zehn Grad am wohlsten fühlen, ist der Vorratsschrank in der Küche deutlich zu warm. Bessere Bedingungen schafft ein trockener Kellerraum oder ein überdachter Balkon. Eine mit Papier oder Jute abgedeckte Kiste verhindert, dass Licht die Kartoffel zum Keimen bringt. Im Kühlschrank friert die Kartoffel hingegen und verändert ihre Inhaltsstoffe: Kälte verwandelt die Kartoffelstärke in Zucker und lässt die Knolle süßer und mehliger schmecken.

4. Spezialfall Obst und Gemüse

Während frische Erdbeeren bei Zimmertemperatur schnell matschig werden, verlieren Tomaten im Kühlschrank beinahe vollständig ihr Aroma – Obst und Gemüse stellt ganz unterschiedliche Anforderungen an den idealen Lagerplatz. Diese Grundregeln steigern den Genuss:

  • Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwis, Aprikosen und Tomaten produzieren das Reifegas Ethylen. Es regt andere Früchte und Gemüse, die in ihrer Nachbarschaft lagern, zum Reifen an und fördert das Verderben. Besonders negativ wirkt sich dieser Effekt auf Kohl, Kartoffeln und Gurken aus – sie werden weich und beginnen zu keimen.
  • Umgekehrt lassen sich grüne Bananen und harte Avocados neben Äpfeln, Birnen und Tomaten schneller zum Nachreifen bringen. Wenn Sie den Effekt verstärken wollen, packen Sie die harte Frucht gemeinsam mit einem Apfel in eine Plastiktüte.
  • Beeren brauchen Kälte, um frisch zu bleiben – im Kühlschrank halten sie etwa 2 bis 10 Tage lang. Liegen Brokkoli, Pilze, Lauch oder Spinat im selben Gemüsefach, sollten Sie die Beeren luftdicht verpacken, da die genannten Gemüse Ethylen produzieren und ihren Reifeprozess anregen.
  • Exoten mögen Wärme: Bewahren Sie Ananas, Mangos, Zitronen, Orangen, Bananen, Pitahayas, Guaven, Papaya und Co idealerweise bei über 16 Grad auf. Unter den Südfrüchten lassen sich lediglich Kiwis und frische Feigen gut im Kühlschrank frisch halten.
  • Heimisches Kernobst wie Äpfel und Birnen können Sie über Wochen lagern, wenn Ihnen ein kühler und luftiger Keller zur Verfügung steht. Bei zwei bis sechs Grad und locker ausgebreitet auf Papier können die Früchte bis zu zwei Monate ohne Qualitätsverluste überdauern. Achten Sie darauf, dass sich die einzelnen Früchte nicht berühren und sortieren Sie regelmäßig schadhafte Exemplare aus.

5. Getränke richtig lagern

Mineralwasser verändert durch Lichteinfall und Raumtemperatur weder seine Qualität noch den Geschmack – Sie dürfen es deshalb überall lagern, wo sich Platz für die Kästen und Flaschen bietet. Andere Getränke brauchen dagegen spezielle Bedingungen, um genießbar zu bleiben:

  • Softdrinks und Säfte sind meist in transparente Plastik- oder Glasflaschen abgefüllt, die den Inhalt ungeschützt dem Licht aussetzen. Damit sich ihre Farbe nicht verändert und sie irgendwann unappetitlich wirken, sollten Sie die Getränke in einem dunklen Vorratsraum oder im Küchenschrank lagern. Bei Tetra Paks sieht das anders aus: Sie schützen ihren Inhalt vor Lichteinstrahlung und dürfen in hellen Räumen oder oben auf dem Küchenschrank stehen.
  • Weinflaschen, die mit Naturkorken verschlossen sind, sollten Sie immer liegend lagern, damit der Korken nicht austrocknet und keine Luft in die Flasche gelangt. Ideal sind Raumtemperaturen zwischen sieben und 18 Grad (perfekter Korridor: 12 bis 13 Grad) bei Dunkelheit. In punkto Luftfeuchtigkeit erweisen sich zudem Werte zwischen 50 und 80 Prozent als sinnvoll, um einerseits den Korken nicht austrocknen zu lassen und andererseits keine Schimmelbildung zu fördern.
  • Im Gegensatz zu Wein sollten Sie Sektflaschen immer stehend aufbewahren. Das prickelnde Getränk behält in einem dunklen Raum bei 10 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit am längsten seine Genussfähigkeit.
  • Kaffee verliert ab dem Prozess des Röstens und Mahlens kontinuierlich sein Aroma. Um seinen Charakter zu erhalten, sollte Kaffeepulver deshalb kühl und dunkel in einer luftdicht verschließbaren Dose lagern. Der Kühlschrank eignet sich nicht, weil Kaffee dazu neigt, die Aromen anderer Lebensmittel anzunehmen. Die beste Lösung bieten ganze Bohnen, die – sofern sie luftdicht und kühl gelagert und portionsweise frisch gemahlen werden – dem Kaffeefreund den maximalen Genuss garantieren.

6. Angebrochene Flaschen und gegarte Speisereste aufbewahren

Für angebrochene und gegarte Lebensmittel gelten andere Aufbewahrungsrichtlinien als für verpackte Waren:

  • Angebrochene Säfte verderben im Hochsommer binnen Stunden – im Kühlschrank sind sie dagegen bis zu einer Woche trinkbar. Die Voraussetzung: Der Saft wird in der Flasche luftdicht verschlossen und ist nicht mit Bakterien kontaminiert. Deshalb: Niemals direkt aus der Flasche trinken, da sich sonst Mikroorganismen aus dem Speichel im Getränk vermehren können.
  • Weinflaschen müssen Sie nicht gezwungenermaßen leeren – ihr Inhalt bleibt im Kühlschrank noch über Tage genussfähig. Optimalerweise bewahren Sie den Wein stehend bei Temperaturen zwischen 3 und 7 Grad auf, wie sie im mittleren und oberen Bereich des Kühlschranks herrschen. Profis füllen Weinreste mit Trichter und Schlauch in kleinere Glasflaschen um, damit der Rebensaft mit möglichst wenig Sauerstoff in Berührung kommt und der Oxidationsprozess stoppt. Unter diesen Bedingungen halten sich Rotweine zwei bis sieben Tage lang, Weißweine bleiben 1 bis 5 Tage lang frisch. Vor dem Weitertrinken müssen gekühlte Weine dann wieder auf die ideale Trinktemperatur gebracht werden.
  • Braten, Pellkartoffeln, Nudelgerichte und Eintöpfe bleiben durchaus einige Tage lang im Kühlschrank frisch, wenn Sie die Gerichte korrekt kühlen und lagern. Das bedeutet: Die Speise so schnell wie möglich aber niemals heiß in den Kühlschrank stellen. Am besten Gelingt das, wenn Sie Speisereste aus Töpfen und Pfannen in flache Tupperdosen umfüllen und sie dort abgedeckt maximal zwei Stunden lang außerhalb des Kühlschranks auskühlen lassen. Im Kühlschrank halten sich Suppen und Eintöpfe dann 2 bis 3 Tage, Kartoffeln 3 Tage, Nudeln 3 bis 4 Tage, Braten und Schnitzel bis zu 5 Tage. Indem Sie die Gerichte beim Aufwärmen gut durcherhitzen, geben Sie Mikroorganismen keine Chance.

7. Diese Lebensmittel eignen sich zur Vorratshaltung

Um die Bedeutung von Vorräten zu erkennen, braucht es keine Katastrophe: Wenn ein Kind geboren wird, eine Grippe sämtliche Familienmitglieder erwischt oder tiefer Schnee die Straßen blockiert, bringt eine gefüllte Speisekammer spürbare Erleichterung in den Alltag. Für den Ernstfall empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, stets diesen 10-Tage-Vorrat für jedes Haushaltsmitglied vorzuhalten:

  • 20 Liter Mineralwasser und Getränke
  • 3,5 kg Getreideprodukte
  • 4 kg Hülsenfrüchte und Gemüse
  • 2,5 kg Obst
  • 2,6 kg Milchprodukte
  • 1,5 kg Fleisch
  • 350 g Öle und Fette

Doch welche Lebensmittel dieser Gruppen eignen sich besonders gut zur Vorratshaltung?

  • Getreide: Nudeln, Reis, Müsli und Mehl sind jahrelang haltbar. Als Brotsorten eignen sich Knäckebrot und Pumpernickel, andere Sorten lassen sich zumindest über mehrere Wochen einfrieren.
  • Hülsenfrüchte und Gemüse: Getrocknete Bohnen, Linsen und Erbsen bilden den Grundstock jeder Speisekammer. Als lagerfähige Alternative zu frischem Gemüse können Tiefkühlwaren dienen. Gleichzeitig ergänzen eingemachte und fermentierte Produkte wie Sauerkraut, Tomatenpüree und Gemüsepasten das Geschmacksspektrum.
  • Obst: Hier stechen Tiefkühlobst und Trockenfrüchte durch lange Haltbarkeit heraus. Auch Obstkonserven können lange gelagert werden, enthalten jedoch reichlich Zucker und vergleichsweise wenig Nährstoffe.
  • Milchprodukte: Allein Hartkäse, H-Milch und Milchpulver gelten unter den Milchprodukten als länger haltbare Varianten.
  • Eier, Fisch und Fleisch: Eier bleiben ab Legedatum etwa einen Monat lang frisch, Fleisch und Fisch bewahren Sie über längere Zeit am besten tiefgekühlt auf. Als alternative Proteinquelle bieten sich Hülsenfrüchte und ungekühlt haltbare Tofuprodukte an.
  • Fette und Öle: Nüsse sind ein natürlicher Fettlieferant, der lang genießbar bleibt. Bei Ölen gilt: Je mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, desto schneller werden sie nach Anbruch ranzig. Raffiniertes Rapsöl oder Kokosfett bleibt daher länger frisch als kaltgepresstes Leinöl.
  • Zusätze: Trockenhefe und Backpulver sorgen dafür, dass Sie aus Trockenvorräten schmackhafte Backwaren zaubern können. Genauso wichtig beim Kochen aus Vorräten sind natürlich Würzzutaten wie Zucker, Salz, Marmelade, Pesto, Gewürzmischungen und Zitronensaft.

Wie lange sich Lebensmittel halten

Für die Haltbarkeit von Produkten orientieren sich Verbraucher hierzulande an zwei unterschiedlichen Angaben:

1. Das MDH (Mindesthaltbarkeitsdatum)

Diese Angabe sollten Sie nicht mit einem Ablaufdatum verwechseln. Mit ihm gibt der Hersteller lediglich an, bis zu welchem Datum die Produkteigenschaften (Geschmack, Farbe, Geruch, Nährwerte) genauso erhalten bleiben wie am Tag der Verpackung. Die meisten Lebensmittel sind deshalb noch weit nach Ablauf des MHD ohne gesundheitliche Bedenken genießbar.

2. Das Verbrauchsdatum
Auf verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch oder rohem Fisch ist angegeben, bis zu welchem Datum das Produkt verbraucht werden muss. Diese Angabe sollten Sie zwingend einhalten, da nach Ablauf des Datums ein Risiko durch Keimbefall entstehen kann. Sollte das MHD bereits abgelaufen sein, sind viele Lebensmittel nach Angaben von Verbraucherschützern noch so lange genießbar:

  • Milch: 3 Tage
  • Eier: bis zu 14 Tage
  • Mehl, Reis, Nudeln, Getreide, Marmelade und Kaffee: mehrere Monate
  • Salz, Zucker und Essig sind durch ihre antimikrobiellen Eigenschaften prinzipiell unbegrenzt lagerfähig.

Fazit: Die richtige Lagerung von Lebensmittel bietet viele Vorteile

Lebensmittel wegzuwerfen, schmerzt nicht nur im Portemonnaie, sondern macht auch ein schlechtes Gewissen gegenüber den vielen Menschen weltweit, die nicht im westlichen Überfluss leben. Doch mit einer klugen Vorratshaltung und den richtigen Tricks lässt sich die Lebensdauer der Speisen in deutschen Küchen deutlich verlängern. Kühlschrank und Vorratsschrank dafür finden sich in jedem Haushalt – hier heißt es lediglich: Was bleibt wo am besten frisch?

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