Kürbis zubereiten

Kürbis zubereiten: Tipps, Tricks & Rezepte

Von September bis November ist Kürbiszeit – dann freuen wir uns wieder über köstliche Suppen, Flammkuchen oder Süßspeisen mit dem Gemüse. Wir sagen, welche Sorten es gibt und wie man Kürbis zubereitet.

Welchen Kürbis muss man schälen und bei welchem kann man die Schale mitessen?

Kürbissorten gibt es viele sie werden grob in zwei Arten unterteilt: Sommerkürbis und Winterkürbis. Sommerkürbis ist nichts anderes als Zucchini, das Gemüse ist nämlich eine Kürbispflanze. Auch der Spaghettikürbis gehört zu den Sommergewächsen. Wenn man von der Kürbiszeit spricht, dann liegt das Augenmerk daher auf den Wintergewächsen: Zu den beliebtesten und bekanntesten Sorten gehören. Saison ist von September bis November, weswegen man auch von einem klassischen Herbstgemüse spricht. Lagerware findet man den ganzen Winter bis in den Frühling hinein noch durch. 

  • Hokkaido
  • Butternut
  • Spaghettikürbis
  • Muskatkürbis
  • Jack be Little
  • Sweet Dumpling
  • Gelber Zentner

Der Hokkaido ist in der Küche besonders beliebt, weil man ihn mit Schale zubereiten kann. Dafür braucht man ein Schneidebrett, ein scharfes Messer und Kraft. Auch den Spaghettikürbis kann man im Ganzen garen. Bei anderen Sorten, wie dem Butternutkürbis, hängt es vom Rezept ab, ob er mit Schale zubereitet werden kann. Kurzum: Die meisten Kürbisse werden geschält, weil die Schale grundsätzlich zu dick ist oder die Garzeiten sich deutlich verlängern würden. 

Beim Einkauf muss Kürbis hohl klingen, wenn man darauf klopft – dann ist er reif. Wie Kartoffeln, kann man das Gewächs Wochen und Monate an einem kühlen Ort lagern, wenn die Schale unversehrt ist. Ansonsten den Kürbis nach ein paar Tagen im Kühlschrank verarbeiten. In Rezepten gilt in der Regel die Grammangabe beim Einkauf – achten Sie aber jeweils darauf, denn aus einem Kilo Kürbis bekommt man ungefähr 600 bis 700 g Fruchtfleisch heraus.

Früher kam dem Kürbis keine große Bedeutung zu: Ganz im Gegenteil – er war nur ein Arme-Leute-Essen oder wurde als Viehfutter verwendet. Heute erfreuen sich die schmackhaften Gewächse großer Beliebtheit. Sie sind nicht nur in der Küche durch ihre Vielseitigkeit eine Bereicherung, sie sind auch gesund: Kürbis enthält Kalium, Kalzium, Zink und Vitamine der Gruppen A, C, D und E. Außerdem ist Kürbis kalorienarm. So haben 100 g Hokkaido Kürbis gerade einmal 67 Kalorien. Je nach Sorte kann die Kalorienzahl entsprechend variieren.

Sind Zierkürbisse giftig?

Als Zierkürbis werden vor allem kleine, hartschalige Kürbisse bezeichnet, die besonders anschaulich und dekorativ wirken. Dabei handelt es sich meistens um sogenannte Gartenkürbisse (Cucurbita pepo). Sie trocknen schnell aus, sind dadurch lange haltbar und lassen sich perfekt als Dekoration verwenden.

Die darin enthaltenen Cucurbitacine sind tatsächlich giftig und können Magen-Darm-Beschwerden sowie Erbrechen auslösen. Reine Zierkürbisse mit diesen Bitterstoffen sind daher nicht zum Verzehr geeignet!

Kürbis zubereiten

Gefüllt, püriert: Grundsätzlich kann man Kürbis auf verschiedene Weise schmackhaft zubereiten. Er schmeckt als Ofengemüse, in Suppen und Eintöpfen, in Lasagne oder Quiche, als Brot oder in Brötchen, Pesto sowie in Aufläufen. Kürbissuppe ist ein Klassiker, Kürbisbrot liegt im Trend! Kürbis lässt sich aber auch hervorragend für Süßspeisen verwenden: Wie Zucchini oder Kartoffeln können Sie beispielsweise Kürbiskuchen oder Kürbistartes backen. Probieren Sie doch gleich mal das tolle Rezept für Kürbis-Cupcakes mit Vanille-Frosting>>

Zubereitung Kürbis Step by Step

  • Zuerst wird der Kürbis gründlich abgewaschen und abgetrocknet
  • Je nach Größe wird er mit einem scharfen Messer (Vorsicht!) halbiert oder geviertelt
  • Mit einem Esslöffel entfernt man das faserige Innere sowie die Kerne (diese nicht wegwerfen!)
  • Anschließend wird der Kürbis in Spalten oder Stücke geschnitten und wie im Rezept angegeben weiterverarbeitet.

Gehobelte Kürbisspalten schmecken übrigens hervorragend auf unserem Kürbis-Flammkuchen.

Mehr leckere Kürbis-Rezepte finden Sie hier>>

Kürbiskerne trocknen

Die crunchy Kürbiskerne können Sie fürs Müsli, die Suppe oder zum Backen verwenden – es gibt wirklich zig Möglichkeiten, Gerichte lecker aufzupeppen. Anstatt Kürbiskerne teuer zu kaufen, können Sie diese auch selbst trocknen. Daher die Kerne nicht wegwerfen, wenn Sie gerade einen Kürbis verarbeiten. Wichtig: Es darf sich nur um Kerne von einem Speisekürbis handeln. Und so geht's:

  • Den Backofen auf ca. 200°C vorheizen.
  • Die Kerne vom Fruchtfleisch befreien. Gut abrubbeln und dann im Sieb unter fließendem Wasser abwaschen. Sie sollen hinterher schön sauber sein.
  • Die Kerne auf einem Backblech gleichmäßig verteilen, so dass sie nicht übereinander liegen und gleichmäßig trocknen können. Das Blech für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben, evt. nach 10 Minuten mit dem Pfannenwender durchmischen.
  • Die Kürbiskerne vollständig abkühlen lassen und fertig! 

Video: Hilft Kürbis gegen zu hohen Blutdruck? Studie liefert neue Erkenntnisse

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