15. Dezember 2020
Wechseljahre: So mildern Sie die Beschwerden

Wechseljahre: So mildern Sie die Beschwerden

Die Menopause bedeutet eine Zeit des Umbruchs im Leben einer Frau. Ab dem Alter von 45 Jahren stellen sich die Hormone noch einmal um und markieren das Ende der fruchtbaren Phase. Bei vielen Frauen geht mit den Wechseljahren eine Vielzahl an Beschwerden einher. Wie Sie diese lindern können, erfahren Sie hier. 

Was tun bei Hitzewallungen?

Plötzlich sind sie wieder da, die Schweißperlen auf Oberlippe und Stirn! Viele Frauen haben in ihren Wechseljahren mit Hitzewallungen zu kämpfen. Wie aus dem Nichts treten die Schweißschübe auf und benetzen Gesicht und Oberkörper. Meist haben sie sich schon nach wenigen Minuten gelegt und werden mitunter von einem Frösteln abgelöst. Hitzewallungen können eine halbe Minute bis mehrere Minuten lang andauern und tagsüber wie nachts auftreten. 

Ganz genau ist die Ursache für Hitzewallungen noch nicht erforscht. Experten vermuten aber, dass ein sinkender Östrogenspiegel für die Hitzewelle verantwortlich ist – in der Folge arbeitet das Temperaturzentrum im Gehirn ungenau.

Was genau gegen Hitzewallungen hilft, variiert von Frau zu Frau. Aber ganz allgemein gilt: Kaffee und Alkohol senken den Östrogenspiegel zusätzlich. Deshalb ist es ratsam, den Konsum zu reduzieren.

Demgegenüber stärkt Bewegung das Herz, den Blutdruck, den Kreislauf – und auch den Temperaturregler im Gehirn. Auch Wechselduschen und Sauna haben diesen Effekt. Wenn die fliegende Hitze nachts kommt, hilft ein kühles Schlafzimmer (16 bis 18 Grad), Baumwoll- oder Seidenbettwäsche. Zudem kann ein griffbereites Glas kaltes Wasser Abkühlung bringen. Falls die Hitzewallungen Ihren Alltag zu sehr beeinträchtigen, kann der Arzt eine Hormon-Ersatz-Therapie verschreiben.

Das hilft gegen Schlafstörungen 

Schlafstörungen sind oft die Folge von Hitzewallungen: Die aufsteigende Hitze lässt Frauen nachts wach werden – oftmals schweißgebadet. Mitunter fällt es ihnen dann schwer, wieder in den Schlaf zu finden. Zudem kann der sinkende Östrogenspiegel jene Botenstoffe durcheinander bringen, die für das Ein- und Durchschlafen wichtig sind. 

Grund für die Schlafstörungen sind allerdings nicht nur die Hormone, auch die Psyche ist beteiligt: Die Wechseljahre bedeuten oft auch eine Wende im Privatleben und Familienkreis – zum Beispiel, weil die Kinder ausziehen. Gut helfen Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Entspannung nach Jacobsen.

Nehmen Sie die letzte Mahlzeit außerdem am besten drei Stunden vor dem Schlafengehen zu sich, massieren Sie eine Stunde vorher Füße und Unterschenkel. 

Ein Mix aus Hopfen, Baldrian und Melisse schenkt Ihnen erholsamen Schlaf und einen ausgeruhten Tag danach. Gleiches gilt für die Wirkstoff-­Kombi Passions­blume, Hafer, Kaffee und Zinkvalerianat im homöo­pathischen Präparat.

Hilfe bei Harnwegsinfektionen

Das Hormon Östrogen spielt bei Blasenbeschwerden ebenfalls eine Rolle. Denn wenn der Spiegel dieses Geschlechtshormons sinkt, wird die Schleimhaut in der Harnröhre dünner und empfindlicher. Gleichzeitig verliert der Harnröhrenmuskel an Kraft und Spannung. Das kann letztendlich zu einer schwachen Blase und Inkontinenz führen. Hinzu kommt, dass sich viele kleine Mini-Taschen in der Harnröhre bilden können, in denen sich Bakterien ansiedeln und vermehren. 

Auch der pH-Wert im Blut verändert sich in den Wechseljahren häufig – er wird weniger sauer, wodurch der Säureschutzmantel von Scheide, Blase und Harnröhre gestört werden kann. Das macht anfälliger für Harnwegsinfektionen.

Experten empfehlen deswegen, viel zu trinken – idealerweise 1,5 bis zwei Liter Wasser oder Schorle am Tag. So werden die Bakterien ausgespült. Auch gut: Cranberrysaft oder Wasser mit Zitrone. Das hindert die Bakterien daran, sich festzusetzen. Ein Tee aus Bärentraube (Apotheke) wirkt antibakteriell und hilft, die Erreger schnell loszuwerden. Wenn die Blasenentzündung chronisch wird, sollten Sie besser zum Arzt gehen.

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