Guter Schlaf: Warum er so wichtig ist
Im Schlaf erholen sich Körper und Kopf. Das Gehirn sortiert Eindrücke, das Immunsystem arbeitet, der Stoffwechsel regeneriert sich. Wer dauerhaft schlecht schläft, fühlt sich tagsüber erschöpft, ist reizbarer und kann sich schlechter konzentrieren.
Mit den Jahren verändert sich der Schlaf. Er wird leichter, und viele Frauen wachen nachts öfter auf. Das ist häufig, und es lässt sich viel dafür tun.
Wie viel Schlaf brauche ich?
Für Erwachsene gelten sieben bis neun Stunden als Richtwert. Der persönliche Bedarf schwankt jedoch. Entscheidend ist, wie Sie sich am Tag fühlen. Sind Sie wach, leistungsfähig und ausgeglichen, schlafen Sie vermutlich genug. Mit zunehmendem Alter schlafen viele nachts etwas kürzer und nicken tagsüber gelegentlich kurz ein.
Der Schlaf verläuft in Zyklen von etwa anderthalb Stunden mit Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf. Kurzes Aufwachen zwischen den Zyklen ist ganz normal. Problematisch wird es erst, wenn Sie danach lange nicht wieder einschlafen können.
Was hilft beim Einschlafen und Durchschlafen?
Feste Zeiten geben dem Körper Orientierung. Gehen Sie möglichst jeden Tag zur selben Zeit ins Bett und stehen Sie zur selben Zeit auf. Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig und eher kühl sein, etwa 16 bis 18 Grad. Helles Bildschirmlicht am Abend kann wach halten, deshalb legen Sie Handy und Tablet am besten eine Stunde vorher beiseite.
Koffein am Nachmittag, schwere Mahlzeiten und Alkohol am Abend stören den Schlaf. Ein Abendritual wie ein warmes Bad, ruhige Musik oder ein Buch hilft beim Abschalten. Wenn Sie nach etwa 20 Minuten nicht einschlafen, stehen Sie kurz auf und tun etwas Ruhiges, bis die Müdigkeit zurückkehrt. Auch Gedankenkreisen raubt Schlaf. Mehr dazu finden Sie bei Stress und Psyche.
Auch das Bett selbst spielt eine Rolle. Matratze, Kissen und Bettdecke sollten zu Ihrer Schlafposition und Ihrem Wärmeempfinden passen. Wer auf der Seite schläft, braucht meist ein etwas höheres Kissen.
Schlafprobleme in den Wechseljahren
Sinkende Hormonspiegel können den Schlaf stören. Nächtliches Schwitzen und Hitzewallungen reißen viele Frauen aus dem Schlaf. Leichte Bettdecken, mehrere Schichten und ein kühles Zimmer helfen. Welche Beschwerden zu dieser Lebensphase gehören, erklären wir unter Wechseljahre. Halten die Probleme länger als einige Wochen an, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch Schlafapnoe, unruhige Beine oder bestimmte Medikamente können dahinterstecken.
Was bedeuten Träume?
Geträumt wird in jeder Nacht, vor allem in den REM-Phasen. Meist erinnern wir uns nur an Träume, aus denen wir direkt aufwachen. Viele Träume greifen Erlebnisse und Gefühle des Tages auf. Träume, in denen man verfolgt wird, fällt oder Zähne verliert, kennen viele Menschen. Solche Bilder werden oft mit Belastung oder Unsicherheit in Verbindung gebracht. Eine feste, wissenschaftlich gesicherte Deutung für einzelne Symbole gibt es allerdings nicht. Fragen Sie sich lieber, welche Gefühle der Traum in Ihnen weckt und ob es dazu aktuell einen Anlass gibt.
Kehren belastende Träume immer wieder, kann ein Traumtagebuch helfen. Schreiben Sie morgens kurz auf, was Sie erinnern. Oft erkennen Sie nach einigen Wochen Muster, die mit Ihrem Alltag zusammenhängen.
Schlafhygiene im Überblick
Wer auf einen guten Schlaf hinarbeitet, kombiniert mehrere kleine Dinge. Tagsüber hilft Tageslicht, den Rhythmus zu stabilisieren. Bewegung am Tag fördert die Müdigkeit am Abend, intensives Training kurz vor dem Zubettgehen kann dagegen wach halten. Grübeln und Fernsehen verlegen Sie besser aus dem Bett. Geduld gehört dazu, denn neue Gewohnheiten brauchen einige Wochen, bis sie wirken.
Häufige Fragen
Ist ein Mittagsschlaf gut?
Ein kurzer Schlaf von 15 bis 20 Minuten kann erfrischen. Längere Nickerchen oder Schlaf am späten Nachmittag erschweren oft das Einschlafen am Abend.
Warum wache ich nachts immer zur selben Zeit auf?
Das kann an Stress, Hormonschwankungen, Lärm, Licht oder Gewohnheit liegen. Ein ruhiges Schlafzimmer und ein fester Rhythmus helfen häufig.
Wann sollte ich mit Schlafproblemen zum Arzt?
Begleiten Sie Schlafprobleme über Wochen und sind Sie tagsüber erschöpft, lassen Sie die Ursachen in der Hausarztpraxis klären. Lautes Schnarchen mit Atemaussetzern sollten Sie dort ebenfalls ansprechen.
Wirkt Baldrian oder Melatonin?
Die Wirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden. Sprechen Sie vor der regelmäßigen Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker.