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Neurodermitis: Diese Therapie-Optionen haben Sie

Neurodermitis: Diese Therapie-Optionen haben Sie

Wenn sich ein Neurodermitis-Schub ankündigt und die Haut juckt, ist schnelles Handeln gefragt. Diese Tipps bei Juckreiz helfen Ihnen jetzt. 

Frau kratzt sich am Arm
© iStock/Tharakorn
Diese Tipps schaffen bei einem akuten Neurodermitis-Schub Abhilfe. Was Sie tun können, wenn die Haut verrückt spielt.

Warum Sie bei Neurodermitis immer einen Facharzt bzw. eine Fachärztin aufsuchen sollten

Wer unter Neurodermitis leidet, sollte in jedem Fall immer zum Facharzt bzw. zu einer Fachärztin gehen, da hier die beste Therapie für die individuellen Bedürfnisse der Haut erfolgen kann. Viele Betroffene, die mit wiederkehrenden Ekzemen den Hausarzt aufsuchen, bekommen meist nur Kortisonsalbe verschrieben. Der Vorteil eines Besuchs beim Dermatologen bzw. bei der Dermatologin: Hier kann die Behandlung nach Stellung der Diagnose gezielt nach der dermatologischen Leitlinie für Neurodermitis umgesetzt werden. Begeben Sie sich daher besser gleich in fachkundige Hände und suchen einen Hautarzt bzw. eine Hautärztin auf. Dort können Sie zudem nach langfristigen Therapieoptionen und modernen, gezielten Behandlungsverfahren fragen.

Welche Therapieoptionen gibt es bei Neurodermitis?

Dr. med. Ralph von Kiedrowski ist Hautarzt und führt eine dermatologische Spezialpraxis, die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit Neurodermitis anbietet. Der Experte erklärt:

Die Behandlung richtet sich immer nach der Größe der betroffenen Fläche, der Stärke der Symptome und der Einschränkung der Lebensqualität. Wir Ärzte schauen uns die objektiven und subjektiven Kriterien an und entscheiden dann, ob wir eine äußerliche, innerliche oder eine kombinierte Behandlung beginnen, eine kurze oder Dauertherapie. Für akute Hautentzündungen kommen dann Salben oder Cremes mit Glukokortikoiden, besser bekannt als Kortison hinzu. Sie lindern über die Haut Entzündung und Juckreiz. Für mittelschwere bis schwere Fälle steht neuerdings auch eine aus der Schuppenflechte-Behandlung bekannte systemische Therapie zur Verfügung.

Die gängigsten ärztlichen Therapieoptionen sind also:

  • entzündungshemmende Medikamente oder Cremes
  • eine Lichttherapie mit UV-Licht
  • Antikörpertherapien

Zusätzliche Informationen zur Hauterkrankung und deren Therapiemöglichkeiten finden Sie unter www.leben-mit-neurodermitis.info/ >>

Neurodermitis: 5 SOS-Tipps bei Juckreiz

Bestimmte Tipps und Hausmittel können dabei helfen, den Juckreiz bei einem akuten Neurodermitis-Schub zu lindern und Erleichterung verschaffen. Hier kommen 5 SOS-Tipps:

  1. Die tägliche Hautpflege sollte ein fester Bestandteil Ihres Alltags werden, um Ihre Haut bestmöglich zu unterstützen. Nicht umsonst bezeichnen Mediziner*innen die tägliche Hautpflege als Basistherapie bei Neurodermitis.
  2. Machen Sie sich ein paar feuchte Umschläge mit Wasser zum Kühlen der Haut. Bei Bedarf vorher die Haut mit einer sanften Pflegelotion eincremen.
  3. Setzen Sie auf kühlende Cremes oder Lotionen. Tragen Sie die Pflege bei Juckreiz auf die betroffenen Hautstellen auf. Welche Produkte bei Betroffenen gut funktionieren, ist sehr individuell. Tipp: Testen Sie vorher unbedingt, ob Sie die Produkte vertragen und klären Sie deren Einsatz bei Ihrem Dermatologen bzw. Ihrer Dermatologin ab. Hilfreich: Haben Sie immer ein Kühlpad im Gefrierschrank liegen. Dieses kann dann immer sofort zum Einsatz kommen, indem Sie es auf die juckende Haut drücken.
  4. Auch wenn es schwerfällt, versuchen Sie, möglichst nicht zu kratzen. Selbst, wenn die Haut noch so sehr juckt. Einigen Patient*innen hilft ein sanftes Streichen oder Klopfen der juckenden Haut.
  5. Setzen Sie auf Ablenkung, denn je mehr Sie sich auf das Jucken konzentrieren, desto schlimmer wird es. Gehen Sie einem geliebten Hobby nach, üben Sie eine entspannende Sportart aus, kochen Sie etwas Leckeres oder machen Sie einen Spaziergang. Hauptsache, Sie kommen auf andere Gedanken.

MAT-DE-2200549-1.0-02/2022

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