Alternative Heilmethoden Das Geheimnis der Homöopathie

Die sanften Mittel der Homöopathie und ihre Wirkung sind in der Schulmedizin umstritten, doch immer mehr Menschen wünschen sich alternative Behandlungsmethoden. Die Kosten für homöopathische Behandlungen werden demzufolge von einer wachsenden Zahl von Krankenkassen übernommen. Die potenzierten Wirkstoffe, die meist als Globulin verabreicht werden, haben gegenüber klassischen Medikamenten viele Vorteile. Sie sind auch für Allergiker, Kinder und Schwangere geeignet, machen nicht abhängig und beeinträchtigen nicht die Sinne. Generell kann man sagen, dass diese Mittel sehr gut verträglich sind. Hinter ihrer Herstellung steht ein bestimmter Gedanke, der vor rund 200 Jahren aufkam.

Das Geheimnis der Homöopathie Das Geheimnis der Homöopathie © Pixabay

Die Erfindung der Homöopathie

Der Arzt Samuel Hahnemann begann zu Beginn des 19. Jahrhunderts, mit immer geringeren Dosen von Arzneimitteln zu experimentieren. Zudem hatte er einen neuen Gedanken gefasst und verfolgte ihn: Ähnliches sollte mit Ähnlichem behandelt werden. Das heißt: Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome verursacht, kann diese bei einem Kranken heilen. Auch heute noch werden die Medikamente nach dem nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsgesetz hergestellt. 

Hahnemann veröffentlicht 1810 sein Werk: „Organon der rationellen Heilkunde“, das auch heute noch als Standardwerk der Homöopathie gilt, allerdings unter dem Titel „Organon der Heilkunst“. Damit ist die sanfte Heilmethode älter als die Pharmazie der Schulmedizin, die erst gegen Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts ihre ersten echten Erfolge vorweisen konnte. Beide haben ihren festen Platz im Kanon der Medizin, ebenso wie die Naturheilkunde, die wahrscheinlich die Mutter aller Behandlungen ist. Denn schon vor Urzeiten haben unsere Vorfahren sich mit Kräutern und anderen, natürlichen Methoden zu heilen versucht. 

Der Siegeszug der Homöopathie begann 1866, als der Apotheker Dr. Willmar Schwabe in Leipzig das „Homöopathische Centralofficin“ gründete. Er stellte Arzneimittel nach der Lehre Samuel Hahnemann her und achtete von vornherein auf beste Qualität und höchste Standards. Diese hielt er schriftlich in seinem „Pharmacopoea Homoeopathica Polyglottica“ fest. Das Werk wird heute noch verwendet, wenn es um die Herstellung von Globuli und Tropfen geht. 

Die Potenzierung der Medikamente

Eines der Geheimnisse der homöopathischen Mittel liegt in der speziellen Dosierung. Die Wirkstoffe (Ähnliches mit Ähnlichem) werden sehr stark verdünnt. Teilweise so stark, dass sie im fertigen Medikament nicht mehr nachgewiesen werden können. Das ist einer der Gründe, warum die Schulmedizin die Wirkung der Homöopathie anzweifelt. Doch die zufriedenen Patienten geben ihr Recht. Selbst bei Haustieren wirken die Mittel und helfen teilweise sogar bei chronischen Leiden, die bis dahin nicht wirksam behandelt werden konnten. Oftmals ist es so, dass die Schulmedizin nicht weiter weiß, die Homöopathie oder andere alternative Heilmethoden dem Patienten dann aber doch helfen können. Das Geheimnis liegt in der Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Zudem müssen die Patienten auch unbedingt selbst einige Regeln befolgen, damit die Homöopathie ihre Wirkung entfalten kann. 

Darum ist es so anders, zu einem Homöopathen zu gehen

Die meisten Patienten kennen die Situation: Sie sitzen eine gefühlte Ewigkeit im Wartezimmer und sehen ihren Arzt dann nur ganz kurz. Er hat einfach nicht genügend Zeit, sich ausführlich mit ihren Beschwerden zu beschäftigen. Manchmal hat man sogar das Gefühl, die eigene Meinung zu den Symptomen ist nicht erwünscht. Dann kann schon einmal der Satz fallen: „Ich bin hier der Arzt“. Häufig wird man von Facharzt zu Facharzt geschickt, nicht immer mit einem zufrieden stellenden Ergebnis. Manche Patienten werden immer wieder krank, weil ihre Immunabwehr geschädigt ist. 

Bei einem Homöopathen ist das anders. Er macht eine ausführliche Anamnese, wobei es gerade darauf ankommt, alles Detail zur Erkrankung und zu den persönlichen Lebensumständen vom Patienten zu erfahren. Anhand all dieser Informationen und nach einer ausführlichen Fallanalyse bestimmt der Homöopath das passende Mittel und dessen Potenz.
Man darf hier nicht unfair sein und dem Schulmediziner einen Vorwurf machen, dass er es manchmal eilig hat. Es ist auch nicht bei allen Ärzten so, manche nehmen sich sehr viel Zeit für ihre Patienten. Zudem wird der Alternativmediziner auch konkret für die Stunden bezahlt, die er sich für seine Patienten nimmt. Auch muss der Patient mithelfen, damit er wieder gesund werden kann.

Der Erfolg der Behandlung hängt auch am Patienten

Viele Krankheiten werden durch eine bestimmte Lebensweise begünstigt, wobei der Zusammenhang nicht immer klar ist. Wer als „austherapiert“ gilt und sich dann der alternativen Medizin zuwendet, ist manchmal vielleicht so verzweifelt, dass er den Anweisungen seines Mediziners oder Heilpraktikers endlich folgt. Es gibt zudem zahlreiche Regeln, die ein Patient während der Einnahme homöopathischer Mittel beachten sollte. 

  • Es dürfen nur Zahncremes verwendet werden, deren Homöopathieverträglichkeit gewährleistet ist. Das in normalen Zahncremes häufig enthaltene Kampfer oder Menthol kann die Wirkung der homöopathischen Behandlung behindern. Oftmals sind die biologischen Zahncremes auf der Basis von Kräutern jedoch ohnehin die bessere Wahl und der Mundgesundheit zuträglich. 
  • Auf Kaffee sollte man während der Zeit der Behandlung verzichten. 
  • Auch der Genuss von Alkohol kann die Wirkung homöopathischer Mittel negativ beeinflussen, die Heilung verzögern oder unmöglich machen.

Der behandelnde Heilpraktiker oder Arzt gibt natürlich entsprechende Verhaltensregeln an die Hand. Wer sie befolgt hat bessere Chancen, dass die sanften Mitteln ihm zur Gesundheit verhelfen. 
 

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