Sanfte Medizin Ayurveda & Homöopathie

Expertentipps zur Naturheilkunde

Ayurveda: Das älteste Heilwissen der Welt

Wie funktioniert die Therapie?
Das indische „Wissen über das Leben“ ist eines der ältesten Heilsysteme. Im Ayurveda geht man davon aus, dass sich im Spannungsfeld der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Raum und Luft unser gesamtes Dasein abspielt. Auch in unserem Körper finden sich diese Elemente wieder, wo sie die drei sogenannten Doshas bilden: Kapha, Pitta und Vata. Jeder Mensch hat ein eigenes Dosha-Muster. Gerät es aus dem Gleichgewicht, bekommt man gesundheitliche Probleme. Durch gezielte Ernährung, Reinigungskuren, Ölmassagen und ayurvedische Heilkräuter werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Für wen ist sie geeignet?
„Gerade wurde die erste deutsche Ayurveda-Studie abgeschlossen. Sie belegt die Wirksamkeit bei Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Magen- Darm-Problemen und Erschöpfungszuständen. Auch neurologische Erkrankungen wie Parkinson und multiple Sklerose können positiv beeinflusst werden“, erklärt Professor Michalsen. Ayurveda-Kuren werden zum Beispiel in der Klinik von Dr. Schmiedel angeboten (www.habichtswaldklinik.de).
Ist Selbstbehandlung möglich?
Ayurveda für zu Hause zielt eher auf einen Wellness-Effekt als auf Heilung. Eine Ganzkörpermassage mit erwärmtem Sesamöl ist so ein Wohlfühl-Ritual, genau wie auf die persönliche Dosha-Konstitution abgestimmte Tees (Bioladen). Einen guten Einstieg ins Thema bietet „Das große Ayurveda-Buch“ von Kerstin Rosenberg (Gräfe&Unzer).

Homöopathie: Ähnliches mit Ähnlichem heilen

Wie funktioniert die Therapie?
Die Homöopathie beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip: Bei einem Kranken wird genau das Mittel eingesetzt, das beim Gesunden die Symptome der Erkrankung hervorruft. Bei Schnupfen mit triefender Nase und tränenden Augen wird etwa Zwiebel verabreicht. Jedoch nicht einfach so: Die Ausgangssubstanz wird stark verdünnt und auf besondere Weise verschüttelt. Erst durch dieses sogenannte Potenzieren entfalten die Tabletten, Kügelchen und Tinkturen aus homöopathischer Sicht ihre Wirkung. 


Für wen ist sie geeignet?
Bei Infekten, Heuschnupfen und Kinderkrankheiten hat sich die Homöopathie bewährt. Auch bei chronischen Krankheiten wie Rheuma gibt es gute Erfolge.
 Ist Selbstbehandlung möglich?
Kleinere Beschwerden kann man selbst behandeln (Buchtipp: „Homöopathie Kompass“ von Sven Sommer, GU). Professor Michalsen empfiehlt jedoch, sich an einen Therapeuten mit Diplom des Zentralvereins homöopathischer Ärzte (www.dzvhae.com) zu wenden: „Die homöopathischen Regeln sind meist doch komplizierter, als sie oft dargestellt werden. Dann kann es passieren, dass das Mittel nicht wirkt, weil man es sich zu einfach gemacht hat.“  

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