Das sollten Sie wissen: So wichtig ist das Zähneputzen für Ihre Kinder!

Eine einwandfreie Mundhygiene ist nicht nur für Erwachsene wichtig. Auch Kinder sollte man möglichst frühzeitig, schonend und spielerisch an das Zähneputzen heranführen. Ein gesundes Kinderlachen sieht nicht nur schöner aus, sondern beugt auch zahnmedizinischen Problemen vor, die im Alter entstehen können.

Zahnpasta So wichtig ist das Zähneputzen für Ihre Kinder! © Frauke Ditting

Die Vorteile der Zahnpflege bei Kindern

Die Zahnpflege bei Kindern kann zum Teil äußerst mühsam sein. Jeden Abend die Atemkontrolle, um zu überprüfen, ob das Kind sich auch tatsächlich die Zähne geputzt hat, und die halbjährlichen Zahnarztbesuche, die bei ängstlichen Kindern viel Überredungskunst und allerlei Nerven kosten können. Wozu nützt das Ganze? Besonders in einem Alter, wenn Kinder kaum Zähne haben und die wenigen, die sie besitzen, in einigen Jahren verlorengehen. Hier lesen Sie die wichtigsten Vorteile der regelmäßigen Zahnpflege bei Kindern:

  • Kariesfreie Zähne

Kinder sind Naschmäuler und daher besonders anfällig für Karies. Der dünne Zahnschmelz der Milchzähne verstärkt zusätzlich das Kariesrisiko. Regelmäßiges Zähneputzen säubert nicht nur die Zähne, sondern dient aufgrund des Fluoridanteils in der Zahnpasta als Kariesprophylaxe.

  • Weniger Geschrei beim Zahnarzt

Der Zahnarztbesuch ist schon für Erwachsene traumatisch genug. Wie beängstigend müssen da die seltsamen Apparaturen und potentiellen Schmerzen einer zahnärztlichen Behandlung für Kinder sein? Um schlechte Erfahrungen in frühester Kindheit beim Zahnarzt zu vermeiden, sind gesunde Zähne und regelmäßige Zahnarztbesuche für Kinder wichtig. Der Zahnarzt untersucht dann nur noch prophylaktisch die Zähne der Kinder. Statt Geschrei und Schmerzen gibt es ein kleines Spielzeug oder eine zuckerfreie Süßigkeit.

  • Keine Zusatzkosten beim Zahnarzt

Ein Großteil der zahnärztlichen Behandlungen wird durch die gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Bei Zahnspangen müssen Eltern je nach Härtegrad 10-100 Prozent der Kosten für die Behandlung selbst tragen. Auch Füllungen können Zusatzkosten verursachen, sofern hochwertigere Füllmaterialien als Zahnzement verwendet werden sollen. Daher kann es sich lohnen, eine Zahnzusatzversicherung auch für die Kinder abzuschließen.

  • Schutz der bleibenden Zähne

Die Milchzähne mögen mit der Zeit herausfallen und alle Löcher und Füllungen gehören dann der Vergangenheit an. Vielleicht legt die Zahnfee bei einem löchrigen Zahn etwas weniger Geld unter das Kopfkissen, aber mehr Konsequenzen sollten nicht bleiben.Das möchte man meinen, doch können kariesbefallene Zähne auch andere gesunde Zähne mit Karies anstecken.

Worauf ist beim Zähneputzen bei Kindern zu achten?

Schon im Säuglingsalter kann mit dem Zähneputzen begonnen werden. Es gibt eigens dafür Fingerzahnbürsten und Tücher, mit denen der Mundraum von Säuglingen nach dem Stillen gesäubert werden kann. Doch wirklich wichtig wird die Zahnpflege bei Kindern mit den ersten Zähnen.

Es empfiehlt sich, kleine Kinderzahnbürsten mit extra weichen Borsten zu benutzen, damit das empfindliche Zahnfleisch der Kinder nicht gereizt wird. Als Zahncreme sollte Kinderzahnpasta verwendet werden. Diese hat meist einen süßlichen Geschmack sowie einen geringeren Fluoridgehalt als Zahnpasta für Erwachsene.

Das Fluorid ist für die Kariesprophylaxe sehr wichtig, kann aber beim Verschlucken größerer Mengen giftig wirken. Gerade Kleinkinder neigen dazu, die Mischung aus Zahnpasta, Speichel und Wasser während des Zähneputzens hinunterzuschlucken, daher ist besonders darauf zu achten, Kindern nie Erwachsenenzahncreme zu geben.

Bis zum zweiten Lebensjahr reicht bei Kindern ein Zahnputzgang pro Tag, allerdings sollten die Zähne danach regelmäßig morgens und abends geputzt werden.

Wie bringe ich mein Kind dazu, sich die Zähne zu putzen?

Dass das Zähneputzen wichtig ist, liegt folglich auf der Hand, doch ist es Kindern und auch vielen Erwachsenen eine lästige Routine. Um Kinder dennoch zum Putzen ihrer Zähne zu motivieren, eignen sich folgende Tricks:

  • Eine Zahnputzuhr zeigt nicht nur die Dauer eines vernünftigen Zahnputzgangs an, sondern kann auch als spielerisches Element dienen. Neben den üblichen Sanduhren gibt es beispielsweise Stoppuhren mit verschiedenfarbigen Lämpchen, welche die Routine des Zähneputzens ein wenig bunter gestalten.
  • Gemeinsames Zähneputzen stärkt die Eltern-Kind-Beziehung und zeigt dem Kind zusätzlich, dass das Zähneputzen nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein Muss ist. Kinder lernen auf diese Weise auch, Verantwortung zu übernehmen.
  • Das Kind darf auch mal die Zähne der Eltern putzen. Dadurch erhält das Kind ein Gefühl zusätzlicher Selbstbestimmung und lässt sich im Umkehrschluss bereitwilliger von den Eltern die Zähne nachputzen.

Grundsätzlich ist es wichtig, Kinder spielerisch und möglichst zwanglos an das Zähneputzen zu gewöhnen, damit diese mit der Zeit lernen, sich eigenverantwortlich um das Wohl ihrer Zähne zu kümmern.

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