30. Mai 2020
So verändert sich der Körper in der zweiten Lebenshälfte

So verändert sich der Körper in der zweiten Lebenshälfte

In der zweiten Lebenshälfte, mit ungefähr 45 bzw. 50 Jahren, schreiten die Veränderungen des Körpers in schnellerer Geschwindigkeit fort. Gerade Frauen haben schon rund zehn Jahre zuvor bemerkt, dass sich einiges verändert hat. Und so kann der Körper unterstützt werden, um fit und gesund zu bleiben!

Frauen in der Gruppe
© Pixabay
So verändert sich der Körper in der zweiten Lebenshälfte

Man hat irgendwie schneller an Gewicht zugelegt, ein paar Diättage haben nicht mehr den gleichen, zügigen Effekt gezeigt wie noch in den 20ern und das eine oder andere Wehwehchen kam dazu. Mit 45, 50 Jahren bemerkt man zudem, dass die Sehkraft langsam nachlässt. Es zeigen sich mehr Falten und die Kraft der Muskeln wird weniger. Es sind unangenehme Begleiterscheinungen des Alters, das die meisten Frauen ansonsten mit Leichtigkeit und Humor nehmen: Sie wissen, was sie wollen, sind weniger kritisch mit sich selbst und oft verdienen sie im Job mehr als in jüngeren Jahren.

Doch was passiert im Alter mit dem Körper, und wie lassen sich diese Prozesse aufhalten? Mit einer gesunden und aktiven Lebensweise und einigen Tricks kann man den Körper ab 50 unterstützen, damit er länger gesund bleibt und man sich in ihm wohlfühlt. Es ist vor allem nie zu spät, um etwas an seiner Lebensweise zu korrigieren und dem Alter ein Schnippchen zu schlagen!

Vorsicht mit Genussgiften!

Aller-, allerspätestens jetzt sollte man mit dem Rauchen aufhören, auch wenn man eventuell eine Gewichtszunahme befürchtet. Tatsächlich verbraucht Rauchen Kalorien, aber nur, weil der Körper sich beim Abbau der Giftstoffe anstrengen muss. Auf Dauer schwächt ihn das und lässt ihn wesentlich schneller altern. Die Durchblutung ist ab 50 ohnehin nicht mehr optimal, die Elastizität der Gefäße lässt nach. Diese werden durch das Rauchen zusätzlich geschädigt, was auch die gräuliche Gesichtshaut vieler Raucher erklärt. Weg mit dem Glimmstängel!

Ähnliches gilt für den übermäßigen Konsum von Alkohol. Die Leber hat alle Hände voll zu tun, um den Ansturm von schädlichen Stoffen zu bewältigen, der während einer durchzechte Nacht auf sie einströmt. Natürlich kann sie sich während dieser Zeit schlechter um die anderen Gifte kümmern, die sie ebenfalls bewältigen muss.

Übrigens: Übergewicht kann zu einer Fettleber führen. Das Ziel sollte sein, das Normalgewicht zu erreichen und zu halten. 75 % der übergewichtigen Personen und bis zu 80 % der Diabetiker haben eine Fettleber. Durch eine Anpassung der Ernährung und die Gewichtsreduktion kann sie geheilt werden.

Ein kleiner Tipp: Bitterstoffe in Lebensmitteln und Kräutern regen die Leber und Galle an. Unsere Ernährung ist jedoch weitgehend süß, Zucker findet sich in den meisten Produkten und Bitterstoffe sind Mangelware. Einen Ausgleich kann man mit Wildkräutern wie Löwenzahn, Schafgarbe oder Wermut schaffen. Diese kann man zu Tees oder Essenzen verarbeiten.

Wie kann man im Alter abnehmen?

Die Pfunde sitzen ab 45, 50 Jahren viel hartnäckiger an den Hüften. Man bekommt das Gefühl, die Sahnetorte nur anschauen zu müssen, schon hat man gleich ein Pfund mehr. Und apropos Torte: Oft lässt sogar der Appetit nach, zumindest der auf gesunde Lebensmittel. Bei Frauen verändert sich zudem der Hormonspiegel. Es wird weniger Östrogen produziert, der Körper bereitet sich auf die Wechseljahre vor oder ist bereits mittendrin. Das kann zu einem Absinken der Libido führen, was durch ein (gefühltes) Übergewicht noch verstärkt wird. Denn wenn man sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, dann fällt es natürlich auch schwerer, sich im Bett fallenzulassen. Viele Beziehungen leiden unter diesen Veränderungen.

In der Mitte des Lebens braucht man ein Viertel weniger Kalorien, aber sogar noch mehr Protein als in jungen Jahren. Mit einer Ernährung, wie sie in unseren Breiten üblich ist, kann das kaum aufgefangen werden. Eine effektive Hilfe kann es sein, sich einmal mit dem Thema Eiweißbrot und Eiweißshakes zum Abnehmen zu beschäftigen. Hochwertiges Eiweiß stillt nämlich den Hunger, macht aber nicht dick, so wie es Kohlenhydrate tun (Stichwort: Sahnetorte, Nudeln, Pizza, Brötchen). Zudem ist Eiweiß der wichtigste Baustoff für die Muskulatur. Die Ernährung der meisten Menschen enthält zu wenig hochwertiges Eiweiß, was auf Dauer die Gesundheit schädigen kann.

Warum und wie sollte man im Alter Muskeln aufbauen?

Eine der unangenehmen Nebenwirkungen des Alters: Ab dem 50. Lebensjahr verliert der Mensch durchschnittlich 1 bis 2% seiner Muskelmasse und etwa 1,5 % seiner Muskelkraft pro Jahr. Das schränkt im Alltag ein und erschwert das Abnehmen, denn Muskulatur, die ja vom Körper versorgt werden muss, erhöht den Grundumsatz. Der Grundumsatz ist der Kalorienbedarf des Körpers, den er in Ruhe verbraucht. Mit Eiweiß und etwas Krafttraining kann man wieder Muskeln aufbauen, ja sogar seine Gene ein Stück weit auf jung zurückstellen. Eiweißshakes haben den angenehmen Nebeneffekt, dass man damit gesund abnehmen kann.

Ein moderates Krafttraining und die regelmäßige Bewegung sind essenziell, wenn man gesund altern möchte. Die Muskulatur dient als wichtige Stütze für den Bewegungsapparat und verringert dadurch die Gefahr von Knochenbrüchen. Die regelmäßige Bewegung senkt zudem das Risiko für Osteoporose, eine der gefürchtetsten Erscheinungen des Alters.

Wie hängen Hormone und Knochendichte zusammen?

Der weibliche Körper bildet ab der Lebensmitte weniger bzw. kaum noch Östrogen, wie am Einsetzen der Wechseljahre deutlich spürbar ist. Das hat unter anderem zur Folge, dass die Knochendichte abnimmt, denn das Hormon verlangsamt bis dahin den Knochenabbau. Durch eine ausgewogene Ernährung und die Zufuhr von Vitamin D und Kalzium kann man diesen Prozess verlangsamen.

Das fehlende Östrogen hat jedoch weitere, unangenehme Auswirkungen wie Schweißausbrüche, dünner werdendes Haar und eine abnehmende Libido. Viele Frauen bekommen vom Arzt dann Ersatzhormone verschrieben, die jedoch das Risiko für Brustkrebs deutlich erhöhen können. Eine Alternative sind pflanzliche Stoffe, die sogenannten Phytoöstrogene. Sie sind etwa in Soja enthalten. Interessant ist dabei, dass asiatische Frauen weniger an Beschwerden in den Wechseljahren zu leiden scheinen. Die Vermutung liegt nahe, dass es an ihrer Ernährung liegt, in der sehr viel Soja vorkommt.

Einheimische Lieferanten von Phytoöstrogen sind Rotklee und Leinsamen, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen. Man kann mit einer entsprechenden Ernährung also vieles ausrichten.

Fazit: Ja, der Körper verändert sich im Alter, was einige Herausforderungen mit sich bringt. Andererseits ist es ein Gewinn, alt werden zu dürfen und dabei Lebenserfahrungen zu sammeln. Den körperlichen Veränderungen begegnet man mit ein paar kleinen Tricks und Mitteln, passt seine Ernährung an und legt sich eine große Portion Humor zu!

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