Tipps für einen gesunden Start in den Frühling Fasten, Detox, Frühlingskur?

Wann ihr euren Körper entgiften solltet und wie das funktioniert: Der Winter war lang und ist noch nicht vorbei. Leider zeigte er sich bisher nicht von seiner schönen, Schnee-wie-Puderzucker Seite, sondern war meist nur grau und nass. Für die meisten von uns bedeutet das, im Dunkeln zur Arbeit zu fahren, stundenlang im geheizten Büro zu sitzen und im Dunkeln wieder nach Hause zu kommen.

Fasten, Detox, Frühlingskur: Smoothies Fasten, Detox, Frühlingskur? © pixabay.com/@silviarita

Uns fehlen die Sonne und die frische Luft. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, denn unsere Kinder und die Kollegen konfrontieren unseren Körper mit Viren und Bakterien. Vielleicht mussten wir Medikamente einnehmen und haben nun das Gefühl, sie haben uns auf den Magen-Darm-Trakt geschlagen. Ist das der passende Zeitpunkt für eine Detox- oder Fastenkur?

Woran merkt man, dass der Körper Hilfe braucht?

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt für eine Detox-Kur, auch wenn deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist. Wer es jedoch einmal ausprobiert, wird die Erfahrung machen, wie wohltuend die innerliche Reinigung sein kann. Während manche Ratgeber empfehlen, dauerhaft an rund zwei Tagen pro Woche zu entgiften, haben wir heute Tipps für eine mehrwöchige Frühlingskur. 

Der Körper kommt allein mit Umweltgiften zurecht, aber…

Natürlich hat unser Körper viele Strategien, um mit Umweltgiften fertig zu werden. Sie werden über die Haut und die Organe ausgeschieden oder schon beim Versuch des Eindringens in den Körper geblockt, etwa über die Schleimhäute. Der Winter ist jedoch auch für den Körper anstrengend. An folgenden Symptomen bemerken wir, dass es Zeit für eine Entgiftung ist:

  • Wir haben fahle und unreine Haut.
  • Die Haare sind stumpf, die Fingernägel brechen schnell ab.
  • Es scheint, als würde uns jeder Infekt erwischen.
  • Die Verdauung lässt zu wünschen übrig – wir haben Verstopfung und ein unangenehmes Völlegefühl, das einfach nicht verschwinden will.
  • Wir sind müde, fühlen uns erschöpft und sind leicht reizbar.
  • Die Gelenke schmerzen und wir leiden unter wiederkehrenden Pilzinfektionen.

Es ist Zeit für eine Entgiftung! Nicht umsonst beginnt auch das religiöse Fasten Ende Februar. Um zu detoxen, muss man jedoch nicht gläubig sein. 

So geht man beim Detoxen vor

Wir beginnen mit einer Darmreinigung, indem wir entweder Bittersalz einnehmen (das kann man in der Apotheke bestellen) oder eine Darmspülung machen. Auch Sauerkraut oder Trockenfrüchte können abführend wirken. Eine Papaya, die mitsamt den Kernen gegessen wird, reinigt den Darm ebenfalls effektiv. Dafür sollte die Frucht vollreif sein. Die Kerne können einfach zusammen mit dem Fruchtfleisch ausgelöffelt werden. 

Nach der Darmreinigung lassen wir einerseits alles weg, was den Körper belastet und führen ihm andererseits viel von dem zu, was ihn stärkt und das Immunsystem unterstützt.

Das lassen wir weg:
Alkohol: belastet die Leber
Nikotin: belastet die Lunge und den gesamten Körper
Fleisch aus schlechter Haltung: es ist meist mit Rückständen belastet
Sorgen: schütten das Stresshormon Cortisol aus
Fast Food, Chips und Softdrinks: liefern leere Kalorien und belasten den Körper

Das nehmen wir verstärkt zu uns:
Obst und Gemüse:
bieten Vitamine, Ballaststoffe und Vitalstoffe 
frische Luft: Sauerstoff stärkt das Immunsystem
gesundes Eiweiß: es stärkt das Immunsystem 
Optimismus und Freude: sind gut für das Wohlbefinden 
Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation: Loslassen tut gut

Diese Detox Kuren sind effektiv und wohltuend 

Smoothie- und Saftkur 
Bei einer Smoothie- und Saftkur verzichtet man auf feste Nahrungsmittel und nimmt drei bis maximal fünf Tage lang nur Smoothies und Säfte zu sich. Am besten ist es, man bereitet diese aus frischem Bio-Obst und Gemüse selbst zu, denn die gekauften Getränke sind aus Gründen der Haltbarkeit erhitzt worden, wodurch manche der wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Es ist nicht nötig, eine der teuren Detox-Kuren zu kaufen. 

Wenn man auf feste Nahrung verzichtet, muss der Körper weniger Energie in den Verdauungsvorgang investieren, der viele Ressourcen verbraucht. Stattdessen kann er sich auf den Abbau der angesammelten Umweltgifte konzentrieren.

Es kann sein, dass man in den ersten 36 bis 48 Stunden unter Kopfschmerzen leidet oder sich Pickel bilden. Das ist ein normaler Effekt, der spätestens an Tag 3 jedoch verschwindet. Dann spürt man, wie wohltuend die Saftkur für den Körper ist. Auch Brühen oder leichte Suppen sind in dieser Zeit erlaubt. Länger als eine Woche sollte man eine solche Kur nicht machen, da dem Körper sonst wichtige Fette fehlen, Hier kann am entgegenwirken, indem man seinen Smoothies Avocado beimischt.

Basenfasten
Manche Lebensmittel wirken im Körper basisch, andere sauer. Die Beschaffenheit des Lebensmittels gibt nicht immer zuverlässig Aufschluss darüber. Zum Beispiel werden Zitronen basisch verstoffwechselt.
Die moderne Ernährung ist säureüberschüssig, was den Körper aus dem Gleichgewicht bringen kann. Eine echte Übersäuerung tritt selten ein und ist sehr bedrohlich, doch ein Säureüberschuss kann etwa dafür sorgen, dass der Körper hartnäckige Pfunde einfach nicht hergeben will. Die basische bzw. basenüberschüssige Ernährung ist eine kleine Wissenschaft, doch im Grunde genügt es schon, bekanntermaßen „schlechte“ Dinge wegzulassen und viel mehr von den „guten“ Lebensmitteln zu sich zu nehmen. 

Weglassen: Alkohol, Nikotin, Kaffee, Süßes, Weißmehl, Fleisch, Käse.
Mehr Essen: Obst und Gemüse.

Zusätzlich wird viel getrunken, mindestens zwei Liter am Tag, und zwar stilles Wasser oder Tee.

36-Stunden-Fasten
Diese Detox-Kur ist auch als alternierendes Fasten bekannt. Dabei wechseln sich ein Tag mit Nahrungsaufnahme und ein Tag ohne ab. Am besten beginnt man abends um 18 Uhr, isst den ganzen nächsten Tag nichts und kann ab 6 Uhr des Folgetages wieder mit dem Essen beginnen. Hier wird gesunden Lebensmitteln konsequent der Vorzug gegeben. Trinken sollte man auf jeden Fall ausreichend. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass alternierendes Fasten dem Körper guttut und das Immunsystem stärkt. Allerdings kann es anstrengend für den Körper sein, dauerhaft alternierend zu fasten. Am besten wendet man diese Methode für rund zwei Wochen als Kur an und legt später einen Fastentag pro Woche oder Monat ein.

Braucht man Hilfsmittel beim Fasten?

Detox ist ein wichtiges Thema, weshalb es zahlreiche Hilfsmittel wie Pflaster und Kuren zu kaufen gibt. Diese braucht man nicht unbedingt! Es genügt, wenn man auf die beschriebene Weise vorgeht. Schließlich braucht das Portemonnaie keine Fastenkur. 

Nach der Kur fühlen wir uns erfrischt, voller Kraft und sind gegen Krankheitserreger gerüstet, denn das Immunsystem läuft wie geschmiert. Der Frühling kann kommen!
 

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