12. November 2018
Die 10 größten Ernährungsirrtümer

10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch?

Jeden Tag geben wir uns Mühe, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Dabei haben wir häufig Faustregeln im Kopf - die uns manchmal mehr schaden als helfen. Entdecken Sie zehn Ernährungsmythen, von denen Sie gehört haben sollten!

Lachende Frau hockt vor Wassergläsern
© Greta Engel/cultura/Corbis
10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch?

10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch?


1. Protein-Shakes stärken die Muskeln

Nach einem anstrengenden Training gelten sie als gesunde Sattmacher, sie sollen den Muskelaufbau unterstützen und uns schlank halten: Protein-Shakes. Doch in zahlreichen Studien wird die Wirkung der Getränke angezweifelt. Zwar ist Eiweißaufnahme beim Muskelaufbau ein sehr wichtiger Faktor, allerdings muss das bei einem Hobbysportler nicht durch ein Getränk geschehen. Sehr viel gesünder ist es, Proteine durch Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte zuzuführen.

2. Fette machen dick

Zu viel Fett – oder auch die falschen Fette – sind schlecht für den Körper und können nicht nur dick, sondern auch krank machen. Ungesund für den Körper sind zum Beispiel zu viele gesättigte Fettsäuren, die unter anderem in Butter, Käse und Fleisch enthalten sind. Dennoch ist Fett wichtig für den Körper: Es versorgt ihn mit Energie und ist außerdem Träger für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. In unserem Körper abgelagertes Fett polstert unsere Organe und isoliert den Körper. Gesünder als die gesättigten Fettsäuren und notwendig für unseren Körper sind insbesondere sogenannte ungesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in Olivenöl, Avocados und Nüssen enthalten sind. Fette machen also nicht automatisch dick, sondern setzen sich nur dann als Speckröllchen im Körper ab, wenn sie übermäßig konsumiert werden.

3. Milch ist gut für die Knochen

Das Knochengewebe eines Menschen muss sich ein Leben lang Veränderungen anpassen. Besonders im Alter kann die Knochenmasse brüchig werden. Laut European Food Information Council bilden sich rund 90 Prozent des Knochengewebes bis zum 20. Lebensjahr aus, bis zum 35. Lebensjahr wird die maximale Knochenmasse erreicht. Deshalb kann die Knochengesundheit besonders im jungen Alter beeinflusst werden. Neben Vererbung und Bewegung ist Ernährung ein wichtiger Einflussfaktor. Im Knochen ist besonders viel Kalzium enthalten, das vor allem durch Milchkonsum aufgenommen werden kann. Der Richtwert in Deutschland für die tägliche Kalziumzufuhr liegt bei 1000mg. Deshalb ist Milch also tatsächlich sehr gut für die Knochen.

4. Light-Produkte sind gesünder

Bei den meisten Light-Produkten ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, warum es sich um ein solches handelt. Es kann Fett, Zucker oder auch ein anderer Bestandteil reduziert worden sein, allerdings gibt es keine Vorgaben, wie viel weniger des jeweiligen Bestandteils im Produkt enthalten sein muss. Achten Sie deshalb beim Kauf von leichten Produkten lieber auf die Beschreibungen „fettreduziert“ oder „kalorienreduziert“. Fettreduzierte Produkte müssen mindestens 40 Prozent weniger Fett enthalten, kalorienreduzierte Produkte dürfen maximal 100 Kalorien pro 100 Gramm enthalten, bei Suppen und Getränken sogar nur maximal 20 Kalorien.

5. Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit

Tatsächlich hat das im Kaffee enthaltene Koffein eine harntreibende Wirkung - die Flüssigkeit, die beim Kaffeetrinken aufgenommen wird, scheidet der Körper also schneller wieder aus. Allerdings wird dem Körper kein zusätzliches Wasser entzogen. Alle Kaffeespezialitäten, die man zu sich nimmt, können also zur täglichen Flüssigkeitszufuhr addiert werden – diese Weisheit ist somit ein Mythos.

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© Greta Engel/cultura/Corbis
10 Ernährungsmythen - wahr oder falsch?

6. Spätabendliches Essen macht dick

Viele Studien haben diesen Mythos bereits untersucht, kommen aber zu vielen unterschiedlichen Ergebnissen. Allgemein gilt die Annahme, dass die gesamte Kalorienbilanz des Tages ausschlaggebend dafür ist, ob man zunimmt oder nicht. Haben Sie also über den Tag verteilt wenig gegessen oder besonders viele Kalorien verbrannt, können Sie auch spät abends noch eine Mahlzeit zu sich nehmen, die nicht mehr ansetzt als zu einem anderen Tageszeitpunkt. Dabei sollten Sie ehrlich zu sich selbst sein: Haben Sie über den Tag genug gegessen und ist die späte Mahlzeit wirklich nötig?

7. Wasser trinken ist gesund – je mehr desto besser

Eine ausreichende Wasserzufuhr ist gesund und sorgt für einen strahlenden Teint. Trinkt man allerdings zu viel Wasser, wird die Salzkonzentration im Blut stark reduziert. Um den Salzhaushalt auszugleichen, können sogar die Funktionen von Herz, Nieren, Hirn und Lunge vom Körper zurückgefahren werden. Die empfohlene Wassermenge beträgt je nach Körpergewicht 1,5 bis drei Liter pro Tag.

8. Alkohol ist in Maßen gesund

Zu diesem Mythos gibt es viele unterschiedliche Studien und Überlegungen: Ob nun ein Glas Wein pro Woche oder ein Bier am Tag - bei mäßigem Konsum wird dem Alkohol oftmals sogar eine gesundheitsverbessernde Wirkung nachgesagt. So soll sich zum Beispiel Rotwein positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Allerdings ist Alkohol weiterhin ein Genussmittel, das viele negative Wirkungen auf den Körper hat. Man kann davon ausgehen, dass alle positiven Begleiterscheinungen von den negativen ausgeglichen oder sogar übertroffen werden. Häufig steht Alkoholkonsum mit Erkrankungen von Leber, Herz oder Magen in Verbindung. Alkohol in Maßen ist also nicht gesundheitsfördernd. Im besten Fall fügt er einem gesunden und fitten Menschen keinen Schaden zu.

9. Bananen machen müde

Richtig – und falsch. Einerseits liefern Bananen Kohlenhydrate, die dem Körper neue Energie zur Verfügung stellen. Außerdem fördern Folsäure und Magnesium die Bildung von roten Blutkörperchen, wodurch Müdigkeit bekämpft wird. Allerdings enthalten Bananen auch die Aminosäure Tryptophan, die im Körper zu Serotonin umgewandelt wird, eine Art Wohlfühl-Hormon. Durch dieses Hormon fühlt man sich ruhig und entspannt. Dieses Gefühl kann in Müdigkeit kippen. Wahrscheinlich gilt also: Bananen machen satt, glücklich – und weder wach noch müde.

10. Stevia ist gesund

Stevia ist ein Süßungsmittel, das nahezu 0 Kalorien enthält. Doch ist dieser Süßstoff auch gesund? Gewonnen wird Stevia aus den Blättern einer Pflanze, die in Zentral- und Südamerika wächst. Ureinwohner dieser Region nutzen Stevia bereits seit Hunderten von Jahren als Süßungsmittel. Gesundheitlich ist dieses Süßungsmittel deshalb vorteilhaft, da es durch seine Kalorienarmut die tägliche Energiezufuhr nicht erhöht und auch kein Karies verursacht. Allerdings gibt es einen Grenzwert für die Aufnahme des Süßungsmittels: die Europäische Kommission hat befunden, dass täglich maximal vier Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden sollten. Solange dieser Wert eingehalten wird, ist Stevia tatsächlich deutlich gesünder als weißer Zucker.

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