Von Rucksack bis Wanderschuh: Mit diesem Equipment wird Trekking zum Erlebnis

Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.“ Was der Schriftsteller Josef Hofmiller so poetisch umschreibt, kann jeder erfahren, der sich auf Schusters Rappen durch die Natur begibt. Die Langsamkeit, mit der wir uns als Wanderer fortbewegen, hat direkte Auswirkung auf unseren Geist. Im gleichen Tempo, in dem die Natur träge an Ihnen vorüberzieht, gerät auch Ihr Kopf zur Ruhe. Und alles, was Sie im Alltag noch so sehr beschäftigt hat, gleitet von Ihnen ab.

Wandern für Einsteiger Mit diesem Equipment wird Trekking zum Erlebnis © deimagine/iStock

Besonders gut gelingt diese Entschleunigung beim Trekking, dem Wandern mit Übernachtung in Hütte oder Zelt. Daneben trainiert es auf sanfte Weise Herz und Ausdauer. Jede Menge Gründe also, es einfach mal selbst auszuprobieren.

Aber auf was sollen Sie bei der Planung achten? Und was gehört auf jeden Fall mit auf die Wanderung? Mit diesen vier Punkten gehen Sie gut vorbereitet auf Tour. 

  1. Ein leichter hochwertiger Rucksack ist Pflicht

Wer täglich viele Kilometer wandert und dabei gefühlt seinen gesamten Hausstand mit sich herumschleppt, ist über einen qualitativ guten und vor allem leichten Rucksack dankbar. Haben Sie vor, die Nächte im Zelt zu verbringen, kommt noch das Zelt samt Stangen hinzu, dass Sie schultern müssen.

Spätestens jetzt sollten Sie einen Rucksack wählen, der sich dem Rücken ergonomisch anpasst, damit Sie nicht direkt nach Ihrer Tour wegen Rückenschmerzen beim Orthopäden vorstellig werden müssen.

Aus Gründen der Ergonomie ist ein typischer Trekking-Rucksack höher als der klassische Wanderrucksack. Der Schwerpunkt des Rucksacks liegt so näher an der Wirbelsäule, was den Rücken entlastet. Da wir Frauen meist kleiner sind und eine andere Körperform als Männer haben, gibt es im Fachhandel kleinere Modelle speziell für Frauen. Weitere Infos rund um die besten Rucksäcke fürs Trekking finden Sie hier.

  1. Soweit die Füße tragen - mit den richtigen Schuhen auf Trekking Tour

Eins vorweg. Ob klassischer Wanderschuh aus Leder oder die wesentlich leichteren Multifunktionsschuhe - die einzig wahren Trekkingschuhe, Schuhe also, die für jeden Fuß und jeden Wanderweg, die Richtigen sind, gibt es nicht. Was logisch ist, denn je nach Qualität des Weges, den Sie entlangwandern wollen, benötigt unser Fuß mehr oder weniger Unterstützung.

Aber völlig egal, welcher Schuh es letztendlich sein soll, er muss perfekt passen, damit die Wanderung durch Blasen, Schmerzen und blaue Zehen nicht zur Hölle auf Erden wird.

Wer seine Wanderung in vollen Zügen genießen will, beherzigt daher die folgenden Tipps für die Anprobe (und packt zur Sicherheit trotzdem jede Menge Blasenpflaster mit ins Gepäck)

  • Fühlen Sie sich wohl im Schuh? Hat die Ferse guten Halt oder rutscht sie mit jedem Schritt ein Stück nach oben? Dann besser Finger weg, bei diesen Schuhen sind Blasen quasi vorprogrammiert.
  • Wandersocken sind um einiges dicker und flauschiger als klassische Strümpfe. Die Wanderschuhe also besser immer mit einem Paar Wandersocken anprobieren, damit die Schuhe später perfekt passen.
  • Es klingt verrückt, aber Wandertouren lassen den Fuß tatsächlich breiter und größer werden. Bei Zweifeln, den Schuh daher immer eine halbe bis ganze Nummer größer kaufen.
  • Tipp: Bei der Anprobe die Innensohle aus dem Schuh nehmen und draufstellen. Ist nach vorn noch 1 cm Platz, hat der Schuh die richtige Größe.
  1. Niemals ohne wetterfeste Kleidung auf Tour gehen

Wer möchte schon gern von den Launen der Natur abhängig sein. Hochwertige Regenkleidung ist so leicht, dass Sie das Gewicht im Rucksack gar nicht spüren. Gleichzeitig schützt sie sicher vor dem Nasswerden. Unbedingt einpacken.

  1. Zu guter Letzt: Vier weitere Dinge, die unbedingt in den Rucksack müssen

Soll Ihr Körper Sie kilometerweit tragen, geht das nicht ohne Proviant und ausreichend Wasser. Bitte immer genügend mitnehmen, das gilt vor allem für Wasser. Das kann im Zweifel lebenswichtig sein. Ebenfalls Pflicht: Ein Erste-Hilfe-Päckchen für den Fall der Fälle, der hoffentlich nicht eintreten wird. Und wer sich nicht verlaufen möchte, denkt außerdem an eine gute Wanderkarte.